Files
proxmox-snapshot-service/handbuch/docs/schnellstart.md
T
duffyduckandClaude Opus 5 59e7224297 Handbuch auf MkDocs-Basis, mit Bildschirmfotos aus dem Programm
26 Kapitel in vier Teilen, in der Reihenfolge, in der man sie braucht:
erst sichern, dann Dateien holen, dann ganze Maschinen wiederherstellen,
dahinter der Nachschlagteil.

Gebaut wird mit MkDocs + Material. Bewusst ohne Netzabhaengigkeiten:
keine Schriften vom CDN (font: false), Volltextsuche mit deutschem
Stemming liegt neben den Seiten. Im Notfall steht vielleicht das halbe
Netz - dann nuetzt eine Doku im Internet nichts.

  handbuch/bauen.sh              baut handbuch/site/
  handbuch/bauen.sh ansehen      Vorschau auf 127.0.0.1:8000

install.sh nimmt das gebaute Handbuch mit nach
/usr/share/doc/pvesnap/handbuch/ - falls es vorliegt. Auf dem Host selbst
wird nichts gebaut, mkdocs gehoert nicht auf einen Hypervisor.

Die 28 Bildschirmfotos sind nicht abfotografiert, sondern erzeugt: Der
echte Programmcode laeuft in einem Pseudo-Terminal gegen einen erfundenen
Proxmox-Host (Attrappen fuer pvesh, perl und rbd), pyte baut den Bildschirm
nach, heraus faellt ein SVG. Damit stimmen sie garantiert mit dem Programm
ueberein, sind reproduzierbar und enthalten keine echten Daten. Die
Werkstatt dafuer liegt unter handbuch/werkstatt/ samt LIESMICH.md.

Nebenbei: die Schlussmeldung von install.sh warb noch mit --exchange,
das mit dem eingebauten Austauschlaufwerk weggefallen ist.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
2026-08-09 12:39:30 +02:00

3.8 KiB

Schnellstart

Vom leeren Host zur laufenden Sicherung. Rechne mit einer Viertelstunde, davon zehn Minuten Nachdenken darüber, was wie oft gesichert werden soll.


1. Installieren

Auf dem Proxmox-Host, als root:

git clone <dieses-repo> pvesnap && cd pvesnap
./install.sh --with-webexplorer --port 8823

Ohne --with-webexplorer wird nur der Snapshot-Dienst eingerichtet; die Web-Oberfläche lässt sich jederzeit nachrüsten. Einzelheiten: Installation.

!!! note "Es passiert erst einmal nichts"

In der mitgelieferten Konfiguration stehen **alle Gruppen auf `enabled = no`**.
Der Dienst läuft, legt aber nichts an, bis du eine Gruppe einschaltest. Das
ist Absicht — niemand soll nach der Installation überrascht feststellen,
dass sein Storage vollläuft.

2. Gäste markieren

pvesnap sucht sich die Gäste über Proxmox-Tags aus. Das ist der bequemste Weg, weil du danach nie wieder die Konfiguration anfassen musst: Eine neue VM bekommt ihr Tag, und sie ist dabei.

In der Proxmox-Oberfläche bei jeder VM unter Optionen → Tags, oder auf der Shell:

qm set 101 --tags produktion,datenbank
pct set 110 --tags produktion

Für den Anfang reicht ein einziges Tag, etwa produktion.


3. Eine Gruppe einschalten

pvesnap config

Die Gruppenliste

Mit den Pfeiltasten auf taeglich, dann:

Leertaste — schaltet die Gruppe ein (Spalte Aktiv springt auf ja)

Enter — öffnet sie, um Zeitplan und Auswahl zu prüfen

s — speichern

r — Dienst neu laden

In der Gruppe siehst du unten sofort, auf wie viele Gäste die Auswahl gerade zutrifft — du musst also nicht raten, ob das Tag richtig geschrieben ist:

Eine Gruppe bearbeiten


4. Nachsehen, ob es stimmt

pvesnap check        # meckert über Widersprüche in der Konfiguration
pvesnap vms          # welche VM landet in welcher Gruppe?
pvesnap status       # letzte und nächste Läufe

pvesnap vms ist der ehrlichste Test: Dort steht schwarz auf weiß, welche Maschine gesichert wird und welche nicht.


5. Einmal von Hand auslösen

Nicht bis morgen früh warten wollen:

pvesnap run --force -g taeglich --dry-run   # Probelauf, ändert nichts
pvesnap run --force -g taeglich             # jetzt wirklich

Danach stehen die Snapshots in der Proxmox-Oberfläche unter Snapshots — mit Namen wie auto-taeglich-20260809-023000 und einer Beschreibung, an der man sie wiedererkennt.


6. Den Ernstfall einmal proben

Das ist der Schritt, den fast alle auslassen — und der im Ernstfall den Unterschied macht. Hol dir jetzt, in Ruhe, eine Datei aus einem Snapshot:

pvesnap-explorer 101

Snapshot auswählen, mit den Pfeiltasten durch das Dateisystem, Leertaste zum Markieren, F5 kopiert nach rechts auf den Host.

Dateien kopieren

Wenn du das einmal gemacht hast, weißt du im Notfall, wo die Tasten liegen.


Fertig. Und dann?

Mehrere Zeitpläne nebeneinander Sichern — stündlich für die Datenbank, monatlich für den Rest
Etwas herausgeben, ohne Shell-Zugang Die Web-Oberfläche
Eine ganze Maschine zurückholen Wiederherstellen
Austauschlaufwerke vorbereiten Austauschlaufwerkevor dem Notfall, nicht mittendrin

!!! tip "Der eine Rat, wenn du nur einen mitnimmst"

Leg dir **jetzt** ein Austauschlaufwerk an und pack die Werkzeuge hinein,
die du im Notfall brauchst — `pg_dump`, ein Packprogramm, deine Skripte.
Im Ernstfall ist keine Zeit, so etwas zusammenzusuchen, und die
wiederhergestellte Maschine hat kein Netzwerk.