Files
proxmox-snapshot-service/handbuch/docs/sichern/index.md
T
duffyduckandClaude Opus 5 59e7224297 Handbuch auf MkDocs-Basis, mit Bildschirmfotos aus dem Programm
26 Kapitel in vier Teilen, in der Reihenfolge, in der man sie braucht:
erst sichern, dann Dateien holen, dann ganze Maschinen wiederherstellen,
dahinter der Nachschlagteil.

Gebaut wird mit MkDocs + Material. Bewusst ohne Netzabhaengigkeiten:
keine Schriften vom CDN (font: false), Volltextsuche mit deutschem
Stemming liegt neben den Seiten. Im Notfall steht vielleicht das halbe
Netz - dann nuetzt eine Doku im Internet nichts.

  handbuch/bauen.sh              baut handbuch/site/
  handbuch/bauen.sh ansehen      Vorschau auf 127.0.0.1:8000

install.sh nimmt das gebaute Handbuch mit nach
/usr/share/doc/pvesnap/handbuch/ - falls es vorliegt. Auf dem Host selbst
wird nichts gebaut, mkdocs gehoert nicht auf einen Hypervisor.

Die 28 Bildschirmfotos sind nicht abfotografiert, sondern erzeugt: Der
echte Programmcode laeuft in einem Pseudo-Terminal gegen einen erfundenen
Proxmox-Host (Attrappen fuer pvesh, perl und rbd), pyte baut den Bildschirm
nach, heraus faellt ein SVG. Damit stimmen sie garantiert mit dem Programm
ueberein, sind reproduzierbar und enthalten keine echten Daten. Die
Werkstatt dafuer liegt unter handbuch/werkstatt/ samt LIESMICH.md.

Nebenbei: die Schlussmeldung von install.sh warb noch mit --exchange,
das mit dem eingebauten Austauschlaufwerk weggefallen ist.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
2026-08-09 12:39:30 +02:00

5.5 KiB

Sichern

Alles, was pvesnap tut, steckt in Gruppen. Eine Gruppe beantwortet drei Fragen:

Wann?Zeitplan: alle 30 Minuten, täglich um 02:30, am Monatsersten

Wer?Auswahl: diese VMIDs, alles mit dem Tag produktion, alle außer nosnap

Wie lange?Vorhaltezeit: die letzten 24, nichts älter als zwei Tage

Davon darf es beliebig viele geben, und eine VM darf in mehreren stecken. Genau das ist der Sinn: Die Datenbank bekommt stündliche Snapshots mit kurzer Vorhaltezeit, dieselbe Datenbank zusätzlich einen monatlichen, der ein Jahr liegen bleibt.


Ein typischer Aufbau

[group:stuendlich]
interval = 1h
align = yes                # an der Uhr: 00:00, 01:00, 02:00 ...
keep_count = 24
keep_time = 2d
tags = stuendlich
skip_stopped = yes

[group:taeglich]
schedule = daily
at = 02:30
keep_count = 14
keep_time = 21d
tags = produktion
exclude_tags = nosnap

[group:monatlich]
schedule = monthly
day_of_month = 1
at = 04:00
keep_count = 6
keep_time = 400d
all = yes
exclude_tags = nosnap

Drei Gruppen, drei Zeithorizonte. Die Datenbank mit den Tags produktion,stuendlich landet in allen dreien — und hat damit den Stand von vor einer Stunde, von gestern Nacht und vom Monatsersten.

So sieht das im Editor aus:

Die Gruppenliste


Namensschema

Jeder Snapshot heißt nach demselben Muster:

auto-taeglich-20260809-023000
 │      │         │       └── Uhrzeit
 │      │         └────────── Datum
 │      └──────────────────── Kurzname der Gruppe
 └─────────────────────────── prefix aus [global]

Das ist keine Kosmetik, sondern die Sicherheitsgrenze des ganzen Programms.

!!! success "pvesnap löscht ausschließlich, was exakt auf dieses Muster passt"

Und zusätzlich muss der Gruppen-Kurzname zu einer Gruppe gehören, die
gerade aufräumt. Ein Snapshot namens `vor-update-14.2` oder
`bkp_20260101` wird nie angefasst — egal wie alt er ist, egal wie voll das
Storage läuft.

Umlaute und Sonderzeichen im Gruppennamen werden für den Kurznamen umgeschrieben (täglichtaeglich). Ergäben zwei Gruppen denselben Kurznamen, meldet das pvesnap check — sonst würden sie sich gegenseitig die Snapshots wegräumen.

!!! warning "Gruppe umbenennen"

Der neue Name bekommt einen eigenen Kurznamen. Snapshots unter dem alten
Namen passen dann zu keiner Gruppe mehr und werden **nicht mehr
aufgeräumt** — sie bleiben für immer liegen. Entweder vorher aufräumen
lassen oder die alten hinterher von Hand entfernen.

Der Ablauf eines Laufs

Der Dienst schaut alle check_interval (Vorgabe: 60 s) nach, ob eine Gruppe fällig ist. Ist sie es:

  1. Gäste bestimmen — nach den Auswahlregeln der Gruppe
  2. Snapshot anlegen, ein Gast nach dem anderen; dazwischen optional pause_between
  3. Warten, bis Proxmox wirklich fertig ist — nicht nur, bis der Aufruf zurückkommt
  4. Aufräumen — alles, was keep_count oder keep_time reißt

Schritt 3 ist wichtiger, als er aussieht. Proxmox nimmt beim Anlegen eine Sperre auf dem Storage (cfs-lock 'storage-<name>'). Würde pvesnap gleich die nächste VM anstoßen, sperrten sich die eigenen Läufe gegenseitig aus. Mehr dazu unter Fehlersuche.

Wird ein Termin verpasst, weil der Host aus war, wird er beim nächsten Start nachgeholt — einmal, nicht für jeden ausgefallenen Termin einzeln.


Was in einen Snapshot gehört

Einstellung Vorgabe
vmstate no Arbeitsspeicher mitsichern — nur QEMU, nur bei laufender VM
skip_stopped no gestoppte Gäste überspringen
description siehe unten Beschreibung, die am Snapshot hängt

vmstate — der Arbeitsspeicher

Mit vmstate = yes wird der RAM mitgeschrieben. Die Maschine friert dafür kurz ein, und es braucht Platz in Höhe des zugewiesenen Arbeitsspeichers — bei einer 32-GB-Datenbank also 32 GB pro Snapshot.

Für regelmäßige Läufe ist das meist zu teuer. Es hat aber einen konkreten Nutzen: Beim Wiederherstellen läuft die Maschine dann genau dort weiter, wo sie stand — statt zu booten wie nach einem Stromausfall. Datenbanken sind dabei bereits offen und konsistent.

!!! tip "Der Mittelweg"

Eine eigene Gruppe mit `vmstate = yes`, die einmal täglich läuft und nur
zwei Stände vorhält. Kostet zweimal RAM-Größe und gibt im Ernstfall einen
warmen Einstiegspunkt.

Die Beschreibung

Sie steht in der Proxmox-Oberfläche neben jedem Snapshot:

description = pvesnap | Gruppe: {group} | erstellt: {datetime} | Vorhaltezeit: {keep_time} | max: {keep_count}

Verfügbare Platzhalter:

{group} {group_slug} {schedule}
{vmid} {name} {node}
{type} {pool} {tags}
{date} {time} {datetime}
{timestamp} {keep_time} {keep_count}

Ein unbekannter Platzhalter führt nicht zum Abbruch — es wird dann eine brauchbare Ersatzbeschreibung eingesetzt.


Weiter