Adressermittlung wählbar, Download-Links wenn Termux fehlt

mDNS ist bequem, scheitert aber in Netzen, die Multicast filtern — das ist keine
Seltenheit und kein Fehler des Nutzers. Bisher musste man erst eine Wartezeit
absitzen, bevor die manuelle Eingabe angeboten wurde. Jetzt steht sie
gleichberechtigt daneben: einmal gefragt, für beide Schritte gemerkt, per
HPOS_ADB_MANUELL=1 auch vorab setzbar. Aus der manuellen Eingabe kommt man mit
'm' jederzeit zurück zur Suche, und eine Adresse ohne Port wird abgewiesen statt
in ein stilles adb-connect auf Port 5555 zu laufen.

Statt nach einer bestehenden Kopplung zu raten, wird sie schlicht erfragt — das
erspart bei jedem Aufruf eine vergebliche mDNS-Suche.

Fehlt Termux, nennt provision.sh jetzt die Bezugsquellen für alle vier Apps und
bietet an, die Seite direkt auf dem Telefon zu öffnen. Mit dem Hinweis, warum
der Play Store nicht taugt und warum alle Teile aus derselben Quelle stammen
müssen: sonst passen die Signaturen nicht und die Zusatz-Apps verweigern den Dienst.

Dazu ein Terminal-Test am Anfang. Die Skripte lesen aus /dev/tty, damit Pipes die
Antworten nicht wegfressen — ohne Terminal gab das eine Kette unverständlicher
Fehler statt einer klaren Ansage. Die Umleitung 2>/dev/null muss dabei VOR dem
Schreibversuch stehen, sonst landet der Fehler trotzdem auf dem Bildschirm.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
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Stefan
2026-08-09 18:08:31 +02:00
co-authored by Claude Opus 5
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+149 -77
View File
@@ -4,15 +4,33 @@
# Android 11 und neuer bringen "Wireless Debugging" mit: einmal per sechsstelligem
# Code koppeln, danach verbindet sich adb über das Netz. Ein Kabel wird nie gebraucht.
#
# Die Ports vergibt Android bei jedem Einschalten neu — deshalb werden sie hier per
# mDNS gesucht statt abgetippt. Wichtig: Kopplungs- und Verbindungsport sind zwei
# verschiedene Dinge, das ist die häufigste Verwechslung.
# Zwei Dinge, die regelmäßig für Verwirrung sorgen und die dieses Skript deshalb
# auseinanderhält:
#
# Aufruf: ./provision/adb-wireless.sh
# · Die KOPPLUNG bleibt dauerhaft bestehen. Nur die VERBINDUNG geht verloren,
# und der Port wechselt bei jedem Einschalten. Ein zweiter Kopplungscode wird
# daher nie gebraucht — deshalb wird immer erst ein Verbindungsversuch gemacht.
# · Kopplungsport und Verbindungsport sind VERSCHIEDEN. Der eine steht im
# Kopplungsfenster, der andere auf der Hauptseite von "Drahtloses Debugging".
#
# Aufruf: ./provision/adb-wireless.sh
# Umgebung: HPOS_ADB_MANUELL=1 überspringt die mDNS-Suche und fragt direkt nach
# der Adresse (nützlich, wenn das Netz kein
# Multicast durchlässt)
set -uo pipefail
source "$(dirname "$0")/lib.sh"
# Das Skript lebt von Rückfragen und liest bewusst aus /dev/tty statt von stdin —
# sonst würde eine Pipe die Antworten wegfressen. Ohne Terminal ist das aussichtslos,
# und ein klarer Hinweis ist besser als eine Kette von /dev/tty-Fehlern.
# Umleitungen wertet bash von links nach rechts aus — 2>/dev/null muss deshalb VOR
# dem Schreibversuch stehen, sonst landet der Fehler trotzdem auf dem Bildschirm.
if ! { : 2>/dev/null >/dev/tty; }; then
fehl "Dieses Skript braucht ein Terminal für die Rückfragen."
hinweis "Bitte direkt in einer Shell aufrufen, nicht in einer Pipe oder aus einem Dienst."
exit 1
fi
kopf "Werkzeug"
if adb_einrichten; then
ok "adb $(adb_version "$ADB_BIN") — kann WLAN-Kopplung"
@@ -24,11 +42,15 @@ else
fi
adb start-server >/dev/null 2>&1
# ── Hilfsmittel ──────────────────────────────────────────────────────────────
ist_verbunden() { adb devices | grep -qw 'device$'; }
# Sucht einen mDNS-Dienst und gibt HOST:PORT zurück. Der Kopplungsdienst wird nur
# angekündigt, solange der Kopplungsdialog auf dem Telefon offen ist — deshalb wird
# wiederholt gesucht statt einmal.
suche_dienst() {
local typ="$1" versuche="${2:-20}" i zeile
local typ="$1" versuche="${2:-15}" i zeile
for ((i = 1; i <= versuche; i++)); do
zeile=$(adb mdns services 2>/dev/null | awk -v t="$typ" '$2 == t {print $3; exit}')
if [ -n "$zeile" ]; then printf '%s' "$zeile"; return 0; fi
@@ -38,7 +60,71 @@ suche_dienst() {
return 1
}
ist_verbunden() { adb devices | grep -qw 'device$'; }
plausibel() {
case "$1" in
*:[0-9]*) return 0 ;;
*) return 1 ;;
esac
}
# Wie die Adresse ermittelt wird — einmal gefragt, dann für beide Schritte gemerkt.
# mDNS ist bequem, scheitert aber in Netzen, die Multicast filtern. Das ist keine
# Seltenheit und kein Fehler des Nutzers, deshalb steht die manuelle Eingabe
# gleichberechtigt daneben statt nur als Notnagel nach einer Wartezeit.
ADRESS_MODUS="${HPOS_ADB_MANUELL:+manuell}"
modus_erfragen() {
[ -n "$ADRESS_MODUS" ] && return 0
{
printf '\n Wie soll die Adresse ermittelt werden?\n\n'
printf ' [m] automatisch per mDNS (bequem, scheitert in manchen Netzen)\n'
printf ' [e] von Hand eingeben (Adresse steht auf dem Telefon)\n\n'
printf ' Auswahl [m] > '
} >&2
local wahl
read -r wahl </dev/tty || wahl=m
case "${wahl:-m}" in
e|E) ADRESS_MODUS=manuell ;;
*) ADRESS_MODUS=mdns ;;
esac
}
# Liefert HOST:PORT auf stdout. Alle Ausgaben für den Menschen gehen nach stderr,
# damit der Rückgabewert nicht verschmutzt wird.
adresse_holen() {
local typ="$1" wo="$2" wartezeit="${3:-15}" ziel
modus_erfragen
while :; do
if [ "$ADRESS_MODUS" = mdns ]; then
printf ' Suche per mDNS ' >&2
if ziel=$(suche_dienst "$typ" "$wartezeit"); then
printf '\n' >&2
ok "gefunden: $ziel" >&2
printf '%s' "$ziel"
return 0
fi
printf '\n' >&2
warn "Per mDNS nichts gefunden." >&2
hinweis "Viele Netze filtern Multicast — dann hilft nur die Eingabe von Hand." >&2
ADRESS_MODUS=manuell
continue
fi
hinweis "$wo" >&2
printf ' Adresse eingeben (IP:PORT), [m] für mDNS, leer für Abbruch > ' >&2
read -r ziel </dev/tty || ziel=""
case "$ziel" in
"") return 1 ;;
m|M) ADRESS_MODUS=mdns; continue ;;
esac
if plausibel "$ziel"; then
printf '%s' "$ziel"
return 0
fi
warn "Das sieht nicht nach IP:PORT aus — der Port gehört dazu." >&2
hinweis "Beispiel: 192.168.178.42:37123" >&2
done
}
weiter_mit_provision() {
adb devices | grep -w 'device$' | sed 's/^/ /'
@@ -48,28 +134,18 @@ weiter_mit_provision() {
./provision/provision.sh
Gut zu wissen: ADB wird in diesem Projekt nur für die Ersteinrichtung
gebraucht. Im Dauerbetrieb kommt HPOS ohne Privilegienkanal aus.
Für später: die Kopplung bleibt bestehen. Nach einem Neustart oder nach dem
Aus- und Einschalten von "Drahtloses Debugging" ändert sich nur der Port —
dann genügt dieses Skript erneut, ohne neuen Code.
ADB wird in diesem Projekt nur für die Ersteinrichtung gebraucht. Im
Dauerbetrieb kommt HPOS ohne Privilegienkanal aus.
Trennen mit: adb disconnect
TEXT
}
# Versucht zu verbinden und meldet Erfolg. Die Adresse kommt per mDNS oder,
# wenn das Netz kein Multicast durchlässt, von Hand.
verbinden_versuchen() {
local wartezeit="${1:-8}" ziel
printf ' Suche Verbindungsdienst ' >&2
if ziel=$(suche_dienst _adb-tls-connect._tcp "$wartezeit"); then
printf '\n' >&2
ok "gefunden: $ziel"
else
printf '\n' >&2
return 1
fi
adb connect "$ziel" >/dev/null 2>&1
sleep 2
ist_verbunden
}
WO_VERBINDUNG="Auf dem Telefon: Drahtloses Debugging → 'IP-Adresse und Port' (Hauptseite)"
WO_KOPPLUNG="Auf dem Telefon: im Fenster 'Mit Kopplungscode koppeln' (ANDERER Port!)"
# ── Schon verbunden? ─────────────────────────────────────────────────────────
kopf "Aktueller Stand"
@@ -80,23 +156,39 @@ if ist_verbunden; then
fi
# ── Erst verbinden, dann erst koppeln ────────────────────────────────────────
# Die Kopplung bleibt dauerhaft bestehen — nur die Verbindung geht verloren, und
# der Port ändert sich bei jedem Einschalten. Wer schon einmal gekoppelt hat,
# braucht deshalb keinen neuen Code, sondern nur ein neues connect. Ohne diesen
# Schritt landet man bei jedem Aufruf wieder im Kopplungsdialog.
hinweis "Kein Gerät verbunden. Prüfe zuerst, ob schon eine Kopplung besteht …"
if verbinden_versuchen 8; then
ok "Bereits gekoppelt — es war nur die Verbindung weg."
weiter_mit_provision
exit 0
fi
hinweis "Keine bestehende Kopplung nutzbar — richte eine neue ein."
# Wer schon einmal gekoppelt hat, braucht keinen neuen Code, sondern nur ein neues
# connect. Ohne diesen Schritt landet man bei jedem Aufruf wieder im Kopplungsdialog.
hinweis "Kein Gerät verbunden."
printf '\n Wurde dieses Telefon hier schon einmal gekoppelt? [j/N] > '
read -r SCHON_GEKOPPELT </dev/tty || SCHON_GEKOPPELT=n
# ── Anleitung ────────────────────────────────────────────────────────────────
case "${SCHON_GEKOPPELT:-n}" in
j|J)
kopf "Verbinden"
hinweis "Kopplung besteht bereits — es fehlt nur die Verbindung."
if ZIEL=$(adresse_holen _adb-tls-connect._tcp "$WO_VERBINDUNG" 15); then
adb connect "$ZIEL"
sleep 2
if ist_verbunden; then
ok "Verbunden"
weiter_mit_provision
exit 0
fi
warn "Verbindung kam nicht zustande."
adb devices | sed 's/^/ /'
hinweis "Steht dort 'unauthorized', den Dialog auf dem Telefon bestätigen."
hinweis "Sonst war die Kopplung doch nicht mehr gültig — weiter zur Neukopplung."
else
hinweis "Abgebrochen — weiter zur Kopplung."
fi
;;
esac
# ── Kopplung ─────────────────────────────────────────────────────────────────
kopf "Auf dem Telefon"
cat <<'TEXT'
1. Sicherstellen, dass Telefon und dieser Rechner im SELBEN WLAN sind.
Ein Gäste-WLAN oder eine aktive Client-Isolierung verhindert die Verbindung.
1. Telefon und dieser Rechner müssen im SELBEN WLAN sein.
Gäste-WLAN oder aktive Client-Isolierung verhindern die Verbindung.
2. Einstellungen → System → Entwickleroptionen → "Drahtloses Debugging" EIN
@@ -109,17 +201,10 @@ TEXT
printf '\n Wenn das Fenster mit dem Code offen ist, hier Enter drücken > '
read -r _ </dev/tty
# ── Kopplung ─────────────────────────────────────────────────────────────────
kopf "Kopplungsdienst suchen"
printf ' Suche per mDNS '
if PAIR_ZIEL=$(suche_dienst _adb-tls-pairing._tcp 25); then
printf '\n'; ok "gefunden: $PAIR_ZIEL"
else
printf '\n'; warn "Nichts per mDNS gefunden."
hinweis "Manche Netze blockieren Multicast, dann klappt die automatische Suche nicht."
printf ' Adresse aus dem Kopplungsfenster eintippen (IP:PORT) > '
read -r PAIR_ZIEL </dev/tty
[ -n "$PAIR_ZIEL" ] || { fehl "Ohne Adresse geht es nicht."; exit 1; }
kopf "Kopplungsadresse"
if ! PAIR_ZIEL=$(adresse_holen _adb-tls-pairing._tcp "$WO_KOPPLUNG" 20); then
fehl "Ohne Adresse geht es nicht."
exit 1
fi
printf ' Sechsstelligen Kopplungscode eingeben > '
@@ -136,8 +221,6 @@ else
fi
# ── Verbinden ────────────────────────────────────────────────────────────────
# Der Verbindungsport ist ein ANDERER als der Kopplungsport. Er steht auf der
# Hauptseite von "Drahtloses Debugging" unter "IP-Adresse und Port".
kopf "Verbinden"
hinweis "Das Kopplungsfenster kann jetzt geschlossen werden."
@@ -149,33 +232,22 @@ if ist_verbunden; then
exit 0
fi
if verbinden_versuchen 20; then
if ! ZIEL=$(adresse_holen _adb-tls-connect._tcp "$WO_VERBINDUNG" 20); then
fehl "Ohne Adresse geht es nicht."
hinweis "Die Kopplung ist aber erfolgt — beim nächsten Aufruf 'j' antworten."
exit 1
fi
adb connect "$ZIEL"
sleep 2
if ist_verbunden; then
ok "Verbunden"
weiter_mit_provision
exit 0
fi
warn "Nichts per mDNS gefunden."
hinweis "Manche Netze blockieren Multicast. Die Adresse steht auf der Hauptseite"
hinweis "von 'Drahtloses Debugging' unter 'IP-Adresse und Port'."
hinweis "Achtung: das ist ein ANDERER Port als der aus dem Kopplungsfenster."
printf ' Adresse eintippen (IP:PORT) > '
read -r CONNECT_ZIEL </dev/tty
[ -n "$CONNECT_ZIEL" ] || { fehl "Ohne Adresse geht es nicht."; exit 1; }
if adb connect "$CONNECT_ZIEL"; then
sleep 2
if ist_verbunden; then
ok "Verbunden"
weiter_mit_provision
exit 0
else
fehl "Verbindung kam nicht zustande."
adb devices | sed 's/^/ /'
hinweis "Steht dort 'unauthorized', den Dialog auf dem Telefon bestätigen."
exit 1
fi
else
fehl "adb connect fehlgeschlagen."
exit 1
fi
fehl "Verbindung kam nicht zustande."
adb devices | sed 's/^/ /'
hinweis "Steht dort 'unauthorized', den Dialog auf dem Telefon bestätigen."
hinweis "Die Kopplung ist erfolgt — beim nächsten Aufruf 'j' antworten."
exit 1
+37 -2
View File
@@ -131,8 +131,43 @@ if adb shell pm list packages 2>/dev/null | tr -d '\r' | grep -q "^package:$TERM
ok "$TERMUX ist installiert"
else
fehl "$TERMUX ist nicht installiert."
hinweis "Termux von F-Droid oder GitHub installieren, dann dieses Skript erneut laufen lassen."
hinweis "Nicht aus dem Play Store — die dortige Fassung ist veraltet und unbrauchbar."
cat <<'TEXT'
Termux muss zuerst aufs Telefon. WICHTIG: nicht aus dem Play Store — die
Fassung dort ist seit Jahren nicht mehr gepflegt und für dieses Projekt
unbrauchbar. Alle Bestandteile müssen aus derselben Quelle stammen, sonst
passen die Signaturen nicht zusammen und die Zusatz-Apps verweigern den Dienst.
Empfohlen — F-Droid:
Termux https://f-droid.org/packages/com.termux/
Termux:API https://f-droid.org/packages/com.termux.api/
Termux:Boot https://f-droid.org/packages/com.termux.boot/
Oder direkt von GitHub:
Termux https://github.com/termux/termux-app/releases/latest
Termux:API https://github.com/termux/termux-api/releases/latest
Termux:Boot https://github.com/termux/termux-boot/releases/latest
Termux:X11 gibt es nur bei GitHub (Nightly, app-universal-debug.apk):
https://github.com/termux/termux-x11/releases
Auf dem Telefon einfach im Browser öffnen und die APK installieren.
"Installation aus unbekannten Quellen" muss für den Browser erlaubt sein.
TEXT
if [ "$TROCKEN" != 1 ]; then
printf '\n Soll ich die Termux-Seite auf dem Telefon öffnen? [J/n] > '
read -r OEFFNEN </dev/tty || OEFFNEN=n
case "${OEFFNEN:-j}" in
j|J|"")
adb shell am start -a android.intent.action.VIEW \
-d 'https://f-droid.org/packages/com.termux/' >/dev/null 2>&1 \
&& ok "Seite auf dem Telefon geöffnet" \
|| warn "Konnte den Browser nicht starten — bitte von Hand aufrufen."
;;
esac
fi
printf '\n'
hinweis "Danach dieses Skript erneut aufrufen."
exit 1
fi