From baac8f5a943d2c42413f88c103b30b4b4536613f Mon Sep 17 00:00:00 2001 From: Stefan Date: Sun, 9 Aug 2026 18:08:31 +0200 Subject: [PATCH] =?UTF-8?q?Adressermittlung=20w=C3=A4hlbar,=20Download-Lin?= =?UTF-8?q?ks=20wenn=20Termux=20fehlt?= MIME-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8 Content-Transfer-Encoding: 8bit mDNS ist bequem, scheitert aber in Netzen, die Multicast filtern — das ist keine Seltenheit und kein Fehler des Nutzers. Bisher musste man erst eine Wartezeit absitzen, bevor die manuelle Eingabe angeboten wurde. Jetzt steht sie gleichberechtigt daneben: einmal gefragt, für beide Schritte gemerkt, per HPOS_ADB_MANUELL=1 auch vorab setzbar. Aus der manuellen Eingabe kommt man mit 'm' jederzeit zurück zur Suche, und eine Adresse ohne Port wird abgewiesen statt in ein stilles adb-connect auf Port 5555 zu laufen. Statt nach einer bestehenden Kopplung zu raten, wird sie schlicht erfragt — das erspart bei jedem Aufruf eine vergebliche mDNS-Suche. Fehlt Termux, nennt provision.sh jetzt die Bezugsquellen für alle vier Apps und bietet an, die Seite direkt auf dem Telefon zu öffnen. Mit dem Hinweis, warum der Play Store nicht taugt und warum alle Teile aus derselben Quelle stammen müssen: sonst passen die Signaturen nicht und die Zusatz-Apps verweigern den Dienst. Dazu ein Terminal-Test am Anfang. Die Skripte lesen aus /dev/tty, damit Pipes die Antworten nicht wegfressen — ohne Terminal gab das eine Kette unverständlicher Fehler statt einer klaren Ansage. Die Umleitung 2>/dev/null muss dabei VOR dem Schreibversuch stehen, sonst landet der Fehler trotzdem auf dem Bildschirm. Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) --- provision/adb-wireless.sh | 226 +++++++++++++++++++++++++------------- provision/provision.sh | 39 ++++++- spike/README.md | 23 +++- 3 files changed, 207 insertions(+), 81 deletions(-) diff --git a/provision/adb-wireless.sh b/provision/adb-wireless.sh index ed24f5a..abfb91a 100755 --- a/provision/adb-wireless.sh +++ b/provision/adb-wireless.sh @@ -4,15 +4,33 @@ # Android 11 und neuer bringen "Wireless Debugging" mit: einmal per sechsstelligem # Code koppeln, danach verbindet sich adb über das Netz. Ein Kabel wird nie gebraucht. # -# Die Ports vergibt Android bei jedem Einschalten neu — deshalb werden sie hier per -# mDNS gesucht statt abgetippt. Wichtig: Kopplungs- und Verbindungsport sind zwei -# verschiedene Dinge, das ist die häufigste Verwechslung. +# Zwei Dinge, die regelmäßig für Verwirrung sorgen und die dieses Skript deshalb +# auseinanderhält: # -# Aufruf: ./provision/adb-wireless.sh +# · Die KOPPLUNG bleibt dauerhaft bestehen. Nur die VERBINDUNG geht verloren, +# und der Port wechselt bei jedem Einschalten. Ein zweiter Kopplungscode wird +# daher nie gebraucht — deshalb wird immer erst ein Verbindungsversuch gemacht. +# · Kopplungsport und Verbindungsport sind VERSCHIEDEN. Der eine steht im +# Kopplungsfenster, der andere auf der Hauptseite von "Drahtloses Debugging". +# +# Aufruf: ./provision/adb-wireless.sh +# Umgebung: HPOS_ADB_MANUELL=1 überspringt die mDNS-Suche und fragt direkt nach +# der Adresse (nützlich, wenn das Netz kein +# Multicast durchlässt) set -uo pipefail - source "$(dirname "$0")/lib.sh" +# Das Skript lebt von Rückfragen und liest bewusst aus /dev/tty statt von stdin — +# sonst würde eine Pipe die Antworten wegfressen. Ohne Terminal ist das aussichtslos, +# und ein klarer Hinweis ist besser als eine Kette von /dev/tty-Fehlern. +# Umleitungen wertet bash von links nach rechts aus — 2>/dev/null muss deshalb VOR +# dem Schreibversuch stehen, sonst landet der Fehler trotzdem auf dem Bildschirm. +if ! { : 2>/dev/null >/dev/tty; }; then + fehl "Dieses Skript braucht ein Terminal für die Rückfragen." + hinweis "Bitte direkt in einer Shell aufrufen, nicht in einer Pipe oder aus einem Dienst." + exit 1 +fi + kopf "Werkzeug" if adb_einrichten; then ok "adb $(adb_version "$ADB_BIN") — kann WLAN-Kopplung" @@ -24,11 +42,15 @@ else fi adb start-server >/dev/null 2>&1 +# ── Hilfsmittel ────────────────────────────────────────────────────────────── + +ist_verbunden() { adb devices | grep -qw 'device$'; } + # Sucht einen mDNS-Dienst und gibt HOST:PORT zurück. Der Kopplungsdienst wird nur # angekündigt, solange der Kopplungsdialog auf dem Telefon offen ist — deshalb wird # wiederholt gesucht statt einmal. suche_dienst() { - local typ="$1" versuche="${2:-20}" i zeile + local typ="$1" versuche="${2:-15}" i zeile for ((i = 1; i <= versuche; i++)); do zeile=$(adb mdns services 2>/dev/null | awk -v t="$typ" '$2 == t {print $3; exit}') if [ -n "$zeile" ]; then printf '%s' "$zeile"; return 0; fi @@ -38,7 +60,71 @@ suche_dienst() { return 1 } -ist_verbunden() { adb devices | grep -qw 'device$'; } +plausibel() { + case "$1" in + *:[0-9]*) return 0 ;; + *) return 1 ;; + esac +} + +# Wie die Adresse ermittelt wird — einmal gefragt, dann für beide Schritte gemerkt. +# mDNS ist bequem, scheitert aber in Netzen, die Multicast filtern. Das ist keine +# Seltenheit und kein Fehler des Nutzers, deshalb steht die manuelle Eingabe +# gleichberechtigt daneben statt nur als Notnagel nach einer Wartezeit. +ADRESS_MODUS="${HPOS_ADB_MANUELL:+manuell}" + +modus_erfragen() { + [ -n "$ADRESS_MODUS" ] && return 0 + { + printf '\n Wie soll die Adresse ermittelt werden?\n\n' + printf ' [m] automatisch per mDNS (bequem, scheitert in manchen Netzen)\n' + printf ' [e] von Hand eingeben (Adresse steht auf dem Telefon)\n\n' + printf ' Auswahl [m] > ' + } >&2 + local wahl + read -r wahl &2 + if ziel=$(suche_dienst "$typ" "$wartezeit"); then + printf '\n' >&2 + ok "gefunden: $ziel" >&2 + printf '%s' "$ziel" + return 0 + fi + printf '\n' >&2 + warn "Per mDNS nichts gefunden." >&2 + hinweis "Viele Netze filtern Multicast — dann hilft nur die Eingabe von Hand." >&2 + ADRESS_MODUS=manuell + continue + fi + + hinweis "$wo" >&2 + printf ' Adresse eingeben (IP:PORT), [m] für mDNS, leer für Abbruch > ' >&2 + read -r ziel &2 + hinweis "Beispiel: 192.168.178.42:37123" >&2 + done +} weiter_mit_provision() { adb devices | grep -w 'device$' | sed 's/^/ /' @@ -48,28 +134,18 @@ weiter_mit_provision() { ./provision/provision.sh - Gut zu wissen: ADB wird in diesem Projekt nur für die Ersteinrichtung - gebraucht. Im Dauerbetrieb kommt HPOS ohne Privilegienkanal aus. + Für später: die Kopplung bleibt bestehen. Nach einem Neustart oder nach dem + Aus- und Einschalten von "Drahtloses Debugging" ändert sich nur der Port — + dann genügt dieses Skript erneut, ohne neuen Code. + + ADB wird in diesem Projekt nur für die Ersteinrichtung gebraucht. Im + Dauerbetrieb kommt HPOS ohne Privilegienkanal aus. Trennen mit: adb disconnect TEXT } -# Versucht zu verbinden und meldet Erfolg. Die Adresse kommt per mDNS oder, -# wenn das Netz kein Multicast durchlässt, von Hand. -verbinden_versuchen() { - local wartezeit="${1:-8}" ziel - printf ' Suche Verbindungsdienst ' >&2 - if ziel=$(suche_dienst _adb-tls-connect._tcp "$wartezeit"); then - printf '\n' >&2 - ok "gefunden: $ziel" - else - printf '\n' >&2 - return 1 - fi - adb connect "$ziel" >/dev/null 2>&1 - sleep 2 - ist_verbunden -} +WO_VERBINDUNG="Auf dem Telefon: Drahtloses Debugging → 'IP-Adresse und Port' (Hauptseite)" +WO_KOPPLUNG="Auf dem Telefon: im Fenster 'Mit Kopplungscode koppeln' (ANDERER Port!)" # ── Schon verbunden? ───────────────────────────────────────────────────────── kopf "Aktueller Stand" @@ -80,23 +156,39 @@ if ist_verbunden; then fi # ── Erst verbinden, dann erst koppeln ──────────────────────────────────────── -# Die Kopplung bleibt dauerhaft bestehen — nur die Verbindung geht verloren, und -# der Port ändert sich bei jedem Einschalten. Wer schon einmal gekoppelt hat, -# braucht deshalb keinen neuen Code, sondern nur ein neues connect. Ohne diesen -# Schritt landet man bei jedem Aufruf wieder im Kopplungsdialog. -hinweis "Kein Gerät verbunden. Prüfe zuerst, ob schon eine Kopplung besteht …" -if verbinden_versuchen 8; then - ok "Bereits gekoppelt — es war nur die Verbindung weg." - weiter_mit_provision - exit 0 -fi -hinweis "Keine bestehende Kopplung nutzbar — richte eine neue ein." +# Wer schon einmal gekoppelt hat, braucht keinen neuen Code, sondern nur ein neues +# connect. Ohne diesen Schritt landet man bei jedem Aufruf wieder im Kopplungsdialog. +hinweis "Kein Gerät verbunden." +printf '\n Wurde dieses Telefon hier schon einmal gekoppelt? [j/N] > ' +read -r SCHON_GEKOPPELT ' read -r _ ' - read -r PAIR_ZIEL ' @@ -136,8 +221,6 @@ else fi # ── Verbinden ──────────────────────────────────────────────────────────────── -# Der Verbindungsport ist ein ANDERER als der Kopplungsport. Er steht auf der -# Hauptseite von "Drahtloses Debugging" unter "IP-Adresse und Port". kopf "Verbinden" hinweis "Das Kopplungsfenster kann jetzt geschlossen werden." @@ -149,33 +232,22 @@ if ist_verbunden; then exit 0 fi -if verbinden_versuchen 20; then +if ! ZIEL=$(adresse_holen _adb-tls-connect._tcp "$WO_VERBINDUNG" 20); then + fehl "Ohne Adresse geht es nicht." + hinweis "Die Kopplung ist aber erfolgt — beim nächsten Aufruf 'j' antworten." + exit 1 +fi + +adb connect "$ZIEL" +sleep 2 +if ist_verbunden; then ok "Verbunden" weiter_mit_provision exit 0 fi -warn "Nichts per mDNS gefunden." -hinweis "Manche Netze blockieren Multicast. Die Adresse steht auf der Hauptseite" -hinweis "von 'Drahtloses Debugging' unter 'IP-Adresse und Port'." -hinweis "Achtung: das ist ein ANDERER Port als der aus dem Kopplungsfenster." -printf ' Adresse eintippen (IP:PORT) > ' -read -r CONNECT_ZIEL /dev/null | tr -d '\r' | grep -q "^package:$TERM ok "$TERMUX ist installiert" else fehl "$TERMUX ist nicht installiert." - hinweis "Termux von F-Droid oder GitHub installieren, dann dieses Skript erneut laufen lassen." - hinweis "Nicht aus dem Play Store — die dortige Fassung ist veraltet und unbrauchbar." + cat <<'TEXT' + + Termux muss zuerst aufs Telefon. WICHTIG: nicht aus dem Play Store — die + Fassung dort ist seit Jahren nicht mehr gepflegt und für dieses Projekt + unbrauchbar. Alle Bestandteile müssen aus derselben Quelle stammen, sonst + passen die Signaturen nicht zusammen und die Zusatz-Apps verweigern den Dienst. + + Empfohlen — F-Droid: + Termux https://f-droid.org/packages/com.termux/ + Termux:API https://f-droid.org/packages/com.termux.api/ + Termux:Boot https://f-droid.org/packages/com.termux.boot/ + + Oder direkt von GitHub: + Termux https://github.com/termux/termux-app/releases/latest + Termux:API https://github.com/termux/termux-api/releases/latest + Termux:Boot https://github.com/termux/termux-boot/releases/latest + + Termux:X11 gibt es nur bei GitHub (Nightly, app-universal-debug.apk): + https://github.com/termux/termux-x11/releases + + Auf dem Telefon einfach im Browser öffnen und die APK installieren. + "Installation aus unbekannten Quellen" muss für den Browser erlaubt sein. +TEXT + if [ "$TROCKEN" != 1 ]; then + printf '\n Soll ich die Termux-Seite auf dem Telefon öffnen? [J/n] > ' + read -r OEFFNEN /dev/null 2>&1 \ + && ok "Seite auf dem Telefon geöffnet" \ + || warn "Konnte den Browser nicht starten — bitte von Hand aufrufen." + ;; + esac + fi + printf '\n' + hinweis "Danach dieses Skript erneut aufrufen." exit 1 fi diff --git a/spike/README.md b/spike/README.md index bdd4d0f..84fb3bd 100644 --- a/spike/README.md +++ b/spike/README.md @@ -19,12 +19,31 @@ Scheitert er, ist das ein früher Warnschuss fürs Gesamtkonzept, kein Detail. ## Voraussetzungen - Android-Telefon, Adreno 6xx/7xx bevorzugt (Turnip-Pfad) -- **Termux von F-Droid oder GitHub** — nicht aus dem Play Store, die Fassung dort ist - veraltet und unbrauchbar +- Termux samt Zusatz-Apps — siehe unten - Einmalig `provision/provision.sh` vom PC, plus die dort genannten Handgriffe von Hand - Etwa 6 GB freier Speicher (Debian-Rootfs, Plasma Mobile, Firefox) - Geduld beim ersten Lauf: rund 1 GB Pakete +### Termux installieren + +**Nicht aus dem Play Store** — die Fassung dort wird seit Jahren nicht mehr gepflegt und +ist für dieses Projekt unbrauchbar. Alle Bestandteile müssen aus **derselben Quelle** +stammen, sonst passen die Signaturen nicht zusammen und die Zusatz-Apps verweigern den Dienst. + +| App | F-Droid | GitHub | +|---|---|---| +| Termux | [f-droid.org](https://f-droid.org/packages/com.termux/) | [Releases](https://github.com/termux/termux-app/releases/latest) | +| Termux:API | [f-droid.org](https://f-droid.org/packages/com.termux.api/) | [Releases](https://github.com/termux/termux-api/releases/latest) | +| Termux:Boot | [f-droid.org](https://f-droid.org/packages/com.termux.boot/) | [Releases](https://github.com/termux/termux-boot/releases/latest) | +| Termux:X11 | — | [Releases](https://github.com/termux/termux-x11/releases) (Nightly, `app-universal-debug.apk`) | + +Termux:X11 gibt es nur bei GitHub. Wer die anderen drei von F-Droid nimmt, muss +Termux:X11 trotzdem von dort holen — das ist in Ordnung, weil Termux:X11 eine +eigenständige App ohne Signaturbindung an Termux ist. + +Fehlt Termux, bietet `provision.sh` an, die Download-Seite direkt auf dem Telefon +zu öffnen. + **Ein USB-Kabel wird nicht gebraucht.** Ab Android 11 geht die Ersteinrichtung über WLAN — `provision.sh` fragt beim Start, ob per Kabel oder per Netz verbunden werden soll, und übernimmt die Kopplung. Es kann die Skripte anschließend auch gleich aufs