mDNS ist bequem, scheitert aber in Netzen, die Multicast filtern — das ist keine Seltenheit und kein Fehler des Nutzers. Bisher musste man erst eine Wartezeit absitzen, bevor die manuelle Eingabe angeboten wurde. Jetzt steht sie gleichberechtigt daneben: einmal gefragt, für beide Schritte gemerkt, per HPOS_ADB_MANUELL=1 auch vorab setzbar. Aus der manuellen Eingabe kommt man mit 'm' jederzeit zurück zur Suche, und eine Adresse ohne Port wird abgewiesen statt in ein stilles adb-connect auf Port 5555 zu laufen. Statt nach einer bestehenden Kopplung zu raten, wird sie schlicht erfragt — das erspart bei jedem Aufruf eine vergebliche mDNS-Suche. Fehlt Termux, nennt provision.sh jetzt die Bezugsquellen für alle vier Apps und bietet an, die Seite direkt auf dem Telefon zu öffnen. Mit dem Hinweis, warum der Play Store nicht taugt und warum alle Teile aus derselben Quelle stammen müssen: sonst passen die Signaturen nicht und die Zusatz-Apps verweigern den Dienst. Dazu ein Terminal-Test am Anfang. Die Skripte lesen aus /dev/tty, damit Pipes die Antworten nicht wegfressen — ohne Terminal gab das eine Kette unverständlicher Fehler statt einer klaren Ansage. Die Umleitung 2>/dev/null muss dabei VOR dem Schreibversuch stehen, sonst landet der Fehler trotzdem auf dem Bildschirm. Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
HPOS — Linux-Smartphone auf Stock-Android, ohne Root
Arbeitstitel. Der Projektname steht noch nicht fest.
Ein beliebiges gebrauchtes Android-Smartphone wird zum Linux-Telefon: Debian 13 mit Plasma Mobile in Termux/proot, mit einem Backup- und Provisioning-System drumherum, das die eigentliche Substanz des Projekts ausmacht.
Kein Root. Kein entsperrter Bootloader. Kein Server nötig.
Was es ist
"Linux auf dem Handy" gibt es schon. Was es nicht gibt, ist der Rest:
- Backup mit echten Snapshots — Einzeldatei-Restore, Web-Manager im Browser, ZIP-Export aufs Telefon, Ziele über SFTP/SMB/FTP/WebDAV
- Provisioning in einem Rutsch — Telefon auspacken, eine APK, ~20 Minuten, fertiges System
- Klonen aufs neue Telefon per WLAN — Gerätewechsel als Normalfall, nicht als Notfall
- Bridge zum Android darunter — SMS, Telefonie, Kamera, Sensoren erscheinen im Linux über Standard-D-Bus-Schnittstellen, sodass unveränderte Plasma-Anwendungen sie nutzen
Die Android-Installation darunter ist nur noch Treiber-Layer und Prozess-Host. Alle Nutzdaten leben im Linux und damit im Backup.
Status
Phase 0 — Machbarkeits-Spike. Vier Annahmen tragen das Projekt und werden zuerst bewiesen, bevor Infrastruktur entsteht:
| Annahme | Wenn es scheitert | |
|---|---|---|
| S1 | Plasma Mobile läuft in proot (genestetes KWin) | XFCE-Profil wird Hauptweg |
| S2 | Mikrofon-Eingang erreicht die Linux-Seite | Keine Videocalls, keine Sprachaufnahme |
| S3 | Virtuelle PipeWire-Kamera ohne Kernel-Modul | Kamera nur in einer eigenen App |
| S4 | Intent-Handoff Linux → Android-App | Keine Navigation aus dem Linux-Adressbuch |
Noch nichts davon ist bewiesen. Die Skripte in spike/ führen die Beweise;
Ergebnisse landen in docs/spike-protokoll.md.
Loslegen
Getestet wird auf einem OnePlus 7 Pro (Snapdragon 855, Adreno 640) mit Stock OxygenOS 12.
# 1. Auf dem PC. Verbindet per USB oder WLAN — das Skript fragt danach.
# Ein Kabel wird nicht gebraucht: Android 11+ kann Wireless Debugging.
./provision/provision.sh
# 2. Auf dem Telefon in Termux:
bash spike/00-bootstrap-termux.sh
# 3. Beweise der Reihe nach:
bash spike/01-s1-plasma-mobile.sh
bash spike/02-s2-mikrofon.sh
bash spike/03-s3-pipewire-kamera.sh
bash spike/04-s4-intent-handoff.sh
Details und Voraussetzungen: spike/README.md.
Dokumentation
- Architektur — wie die Teile zusammenhängen
- Machbarkeit — was ohne Root geht und was nicht, mit Belegen
- Verworfene Entscheidungen — sieben Wege, die geprüft und begründet verworfen wurden. Vor jedem "warum eigentlich nicht …" lesen.
- Spike-Protokoll — Messergebnisse von Phase 0
Geräte
| Gerät | SoC / GPU | Android | Status |
|---|---|---|---|
OnePlus 7 Pro (guacamole) |
Snapdragon 855 / Adreno 640 | OxygenOS 12 | 🔬 im Test |
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Lizenz
GPLv3 — siehe LICENSE. Das Projekt verteilt Termux (GPLv3) mit; die einheitliche Lizenz erfüllt die Quellen-Angebotspflicht.
HPOS — a Linux phone on stock Android, no root
Turns any second-hand Android phone into a Linux phone: Debian 13 with Plasma Mobile inside Termux/proot, wrapped in the backup and provisioning system that is the actual point of the project.
No root. No unlocked bootloader. No server required.
Currently in Phase 0 — proving four load-bearing assumptions (S1–S4 above) before
any infrastructure gets built. See spike/ and
docs/spike-protokoll.md.
Documentation is currently German-first; English will follow once Phase 0 concludes.