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proxmox-snapshot-service/README.md
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duffyduckandClaude Opus 5 91bfdea76c Explorer: aus dem Dateibrowser zurueck in die Auswahl statt beenden
Bisher endete das Programm, sobald man den Dateibrowser verliess - wollte
man einen zweiten Snapshot ansehen, musste man es neu starten und sich
wieder durch Gast und Snapshot klicken.

Jetzt gibt es drei Ebenen, aus denen q oder F10 jeweils eine zurueckfuehrt:

  Gastauswahl -> Snapshot-Auswahl -> Dateibrowser

Beim Verlassen des Browsers wird der Snapshot ausgehaengt, bevor die
Snapshot-Liste wieder erscheint - dort steht dann auch, was in der
Zwischenzeit dazugekommen ist. Aus der Snapshot-Liste geht es zurueck zur
Gastauswahl, deren Inventar dabei ebenfalls neu gelesen wird.

Das rechte Fenster behaelt sein Verzeichnis ueber mehrere Snapshots
hinweg, damit man aus verschiedenen Snapshots ins selbe Ziel sammeln kann.

Auf pvetest01 gegen echte Snapshots geprueft: beim Wechsel wird der erste
Snapshot restlos abgebaut, bevor der zweite eingebunden wird (nie mehr als
eine Einbindung gleichzeitig), und der regulaere Ausstieg hinterlaesst
weder rbd-Maps noch Mountpunkte.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
2026-07-31 10:02:26 +02:00

454 lines
17 KiB
Markdown

# pvesnap — automatische Snapshots für Proxmox VE
Ein systemd-Dienst, der nach frei definierbaren Zeitplänen Snapshots von VMs und
Containern anlegt und alte Snapshots nach einer einstellbaren Vorhaltezeit wieder
löscht. Alles wird über **eine INI-Datei** gesteuert, die sich auch bequem in einem
**ncurses-Editor** bearbeiten lässt.
* Beliebig viele **Gruppen** — z. B. „diese VMs stündlich, jene täglich, der Rest monatlich“
* **VM-Auswahl** nach VMID, Name (mit `*`-Mustern), Tag, Pool oder einfach „alle“
* **Vorhaltezeit** je Gruppe nach Anzahl *und/oder* Alter
* Jeder Snapshot bekommt eine **Beschreibung**, an der er sich wiedererkennen lässt
* Läuft cluster-weit (alle Nodes) über `pvesh`
* Nur Python-Standardbibliothek — keine zusätzlichen Pakete nötig
Dazu zwei Werkzeuge, um wieder **an die Daten im Snapshot** zu kommen:
* `pvesnap-explorer` — zwei Fenster im Terminal wie im Midnight Commander
* `pvesnap-web` — im Browser durchsehen und herunterladen, auch vom anderen Rechner
---
## Installation
Auf dem Proxmox-Host als root:
```bash
git clone <dieses-repo> pvesnap && cd pvesnap
./install.sh
```
Das Skript legt an:
| Pfad | Inhalt |
|---|---|
| `/usr/lib/pvesnap/` | Programmcode |
| `/usr/local/bin/pvesnap` | Dienst und Konfiguration |
| `/usr/local/bin/pvesnap-explorer` | Zwei-Fenster-Explorer |
| `/usr/local/bin/pvesnap-web` | Web-Oberfläche |
| `/etc/pvesnap/pvesnap.conf` | Konfiguration (wird bei Updates **nicht** überschrieben) |
| `/var/lib/pvesnap/state.json` | merkt sich die letzten Läufe |
| `/etc/systemd/system/pvesnap.service` | systemd-Unit |
In der mitgelieferten Beispielkonfiguration sind alle Gruppen auf `enabled = no`
gesetzt — es passiert also erst etwas, wenn du eine Gruppe aktivierst.
**Deinstallation:**
```bash
./uninstall.sh # Programm und Dienst entfernen, Konfiguration bleibt
./uninstall.sh --purge # zusätzlich /etc/pvesnap und /var/lib/pvesnap löschen
```
Bereits angelegte Snapshots werden dabei **nie** angerührt.
---
## Konfiguration im ncurses-Editor
```bash
pvesnap config
```
* **Gruppenliste** — `Enter` bearbeiten, `n` neu, `c` kopieren, `d` löschen,
`Leertaste` an/aus, `g` globale Einstellungen, `v` Übersicht welche VM in
welcher Gruppe landet, `s` speichern, `r` Dienst neu laden, `q` Ende
* **`r` — Dienst neu laden**, ohne den Editor zu verlassen: entspricht
`systemctl reload pvesnap`. Ungespeicherte Änderungen werden vorher zum
Speichern angeboten, ein gestoppter Dienst zum Starten, und wenn das Neuladen
scheitert, wird ein Neustart angeboten. Nach `s` fragt der Editor ohnehin
gleich, ob neu geladen werden soll. Oben in der Kopfzeile steht jederzeit, ob
der Dienst läuft. (Braucht root — also `sudo pvesnap config`.)
* **Gruppe bearbeiten** — Feld auswählen, `Enter` ändern, `Leertaste` umschalten.
Ganz unten steht live, auf wie viele Gäste die Auswahl gerade zutrifft.
* **VM-Auswahl** (`v`) — Liste aller VMs und Container mit Node, Status und Tags;
`Leertaste` auswählen, `a` alle, `n` keine, `i` umkehren, `/` filtern,
`Enter` übernehmen.
> Beim Speichern wird die INI-Datei neu geschrieben. Eigene Kommentare und ein
> `[defaults]`-Abschnitt gehen dabei verloren (die Werte bleiben inhaltlich
> erhalten, sie stehen danach in jeder Gruppe einzeln). Eine Sicherung wird als
> `pvesnap.conf.bak` abgelegt.
---
## Konfiguration von Hand
```ini
[global]
prefix = auto # Namenspräfix aller pvesnap-Snapshots
check_interval = 60s # wie oft der Dienst nach Fälligem schaut
state_file = /var/lib/pvesnap/state.json
log_level = INFO
task_timeout = 15m
retries = 2 # Wiederholungen, wenn eine Sperre belegt ist
retry_delay = 60s
pause_between = 0s # Pause zwischen zwei Gästen
run_on_start = no # beim Start sofort einen Durchlauf machen?
dry_run = no # yes = nichts wirklich tun, nur protokollieren
description = pvesnap | Gruppe: {group} | erstellt: {datetime} | Vorhaltezeit: {keep_time}
[defaults] # Vorgaben für alle Gruppen (optional)
skip_stopped = no
[group:stündlich]
interval = 1h
align = yes # an der Uhr ausrichten: 00:00, 01:00, ...
keep_count = 24 # höchstens 24 Snapshots je VM
keep_time = 2d # nichts älter als 2 Tage
tags = stuendlich # alle VMs mit diesem Tag
skip_stopped = yes
[group:täglich]
schedule = daily
at = 02:30
keep_count = 14
keep_time = 21d
names = web-*, db-*
[group:monatlich]
schedule = monthly
day_of_month = 1
at = 04:00
keep_count = 6
all = yes
exclude_tags = nosnap
```
Nach jeder Änderung:
```bash
pvesnap check # Konfiguration prüfen
systemctl reload pvesnap # Dienst übernimmt die Änderung ohne Neustart
```
### Zeitplan
Entweder ein Intervall …
```ini
interval = 30m # 30m, 1h, 6h, 2d12h, 1w ...
align = yes # yes: an der Uhr ausgerichtet (00:00, 00:30, 01:00, ...)
# no: 30 Minuten nach dem letzten Lauf
```
… oder ein fester Termin:
| `schedule` | zusätzliche Angaben | Beispiel |
|---|---|---|
| `hourly` | `minute = 15` | jede Stunde um :15 |
| `daily` | `at = 02:30` | täglich um 02:30 |
| `weekly` | `at`, `day_of_week = so` | sonntags um 03:00 |
| `monthly` | `at`, `day_of_month = 1` | am 1. jedes Monats |
| `yearly` | `at`, `day_of_month`, `month` | einmal jährlich |
`day_of_month = 31` wird in kürzeren Monaten automatisch auf den letzten Tag
gezogen. Läuft der Host zum Termin nicht, wird der Lauf beim nächsten Start
nachgeholt.
### Vorhaltezeit
```ini
keep_count = 24 # höchstens 24 Snapshots je VM und Gruppe (0 = unbegrenzt)
keep_time = 7d # nichts älter als 7 Tage (0 = unbegrenzt)
keep_min = 1 # so viele bleiben in jedem Fall stehen
```
Beides ist kombinierbar — gelöscht wird, was *eine* der beiden Grenzen reißt.
Mindestens eine der beiden Angaben muss gesetzt sein, sonst würde die Zahl der
Snapshots unbegrenzt wachsen (`pvesnap check` weist darauf hin).
### Welche VMs?
Alle Angaben wirken als **ODER**, Ausschlüsse gewinnen immer:
```ini
all = yes # alle VMs und Container
vmids = 100,101,105-110 # nach ID, auch Bereiche
names = web-*, db-0? # nach Name, mit Platzhaltern
tags = prod, wichtig # nach Proxmox-Tag
pools = Kunden # nach Proxmox-Pool
types = qemu # nur VMs (bzw. lxc = nur Container; leer = beides)
exclude_vmids = 999
exclude_names = *-test
exclude_tags = nosnap
```
### Snapshot-Optionen
```ini
vmstate = yes # RAM mitsichern (nur QEMU und nur bei laufender VM)
skip_stopped = yes # gestoppte Gäste überspringen
description = Sicherung von {name} ({vmid}) vom {date}
```
Platzhalter der Beschreibung: `{group}` `{group_slug}` `{vmid}` `{name}` `{node}`
`{type}` `{pool}` `{tags}` `{date}` `{time}` `{datetime}` `{timestamp}`
`{keep_time}` `{keep_count}` `{schedule}`
---
## Namensschema und Sicherheit
```
auto-taeglich-20260730-023000
│ │ │ └── Uhrzeit
│ │ └────────── Datum
│ └──────────────────── Kurzname der Gruppe
└─────────────────────────── prefix aus [global]
```
pvesnap löscht **ausschließlich** Snapshots, deren Name exakt auf dieses Muster
passt und deren Gruppen-Kurzname zur jeweiligen Gruppe gehört. Von Hand oder von
anderen Werkzeugen angelegte Snapshots bleiben garantiert unangetastet.
Umlaute und Sonderzeichen im Gruppennamen werden für den Kurznamen umgeschrieben
(`täglich``taeglich`). Wenn zwei Gruppen denselben Kurznamen ergäben, meldet
das `pvesnap check`.
---
## Befehle
```bash
pvesnap status # Übersicht: Gruppen, letzte und nächste Läufe
pvesnap vms # alle VMs und die Gruppen, in denen sie stecken
pvesnap list # vorhandene pvesnap-Snapshots (-a = auch fremde)
pvesnap check # Konfiguration prüfen
pvesnap config # ncurses-Editor
pvesnap run # jetzt fällige Gruppen ausführen
pvesnap run --force -g täglich # eine Gruppe sofort ausführen
pvesnap run --force --dry-run # Probelauf, ändert nichts
pvesnap prune -g stündlich # nur aufräumen, keine neuen Snapshots
systemctl status pvesnap
systemctl reload pvesnap # Konfiguration neu einlesen (SIGHUP)
journalctl -u pvesnap -f # Protokoll mitlesen
```
Ein manueller `pvesnap run` ist auch möglich, während der Dienst läuft — beide
teilen sich eine Sperre und kommen sich nicht in die Quere.
Mit `-c /pfad/zur.conf` lässt sich jederzeit eine andere Konfiguration verwenden,
z. B. zum Ausprobieren.
---
## Hinweise aus der Praxis
* **Snapshot ist kein Backup.** Snapshots liegen auf demselben Storage wie die VM.
Für echte Sicherungen zusätzlich `vzdump` / Proxmox Backup Server verwenden.
* **Speicherplatz:** Jeder Snapshot hält alte Blöcke fest. Bei schreibfreudigen
VMs lieber kurze Vorhaltezeiten wählen und den Storage im Auge behalten.
* **Nicht jedes Storage kann Snapshots** — LVM-thick und Verzeichnis-Storage mit
`raw`-Images können es nicht. Solche VMs melden einen Fehler im Protokoll; die
übrigen laufen normal weiter.
* **`vmstate = yes`** friert die VM kurz ein und braucht Platz in Höhe des
zugewiesenen RAM. Für regelmäßige Läufe meist unnötig.
* **Gruppe umbenennen:** Der neue Name bekommt einen eigenen Kurznamen. Snapshots
unter dem alten Namen werden dann nicht mehr automatisch aufgeräumt — vorher
aufräumen lassen oder die alten Snapshots von Hand entfernen.
* **Zeitumstellung:** Es wird mit lokaler Zeit gerechnet. Ein täglicher Termin um
02:30 kann in der Umstellungsnacht ausfallen oder doppelt anstehen.
---
## Wenn Snapshots am Storage-Lock scheitern
```
trying to acquire cfs lock 'storage-data' ...
TASK ERROR: cfs-lock 'storage-data' error: got lock request timeout
```
`storage-data` ist dabei kein falsch gelesener Name — in pmxcfs heißen
Storage-Sperren immer `storage-<name>`, gemeint ist also das Storage `data`.
Proxmox nimmt diese Sperre beim Anlegen eines Snapshots und gibt nach 60 s auf,
wenn sie jemand anderes hält.
pvesnap geht damit so um:
* Der Aufruf wartet, bis der Snapshot-Task in Proxmox **wirklich fertig** ist,
bevor die nächste VM drankommt — sonst würden sich die Läufe gegenseitig
aussperren.
* Sperr-Fehler gelten als vorübergehend und werden `retries`-mal mit
`retry_delay` Abstand wiederholt. Echte Fehler (etwa „storage does not support
snapshots") werden **nicht** wiederholt.
* Mit `pause_between = 10s` lässt sich zusätzlich Druck vom Storage nehmen, wenn
viele VMs auf demselben Storage liegen.
### Der Dienst scheitert, von Hand geht es
Scheitert **jeder** Lauf des Dienstes am Storage-Lock, während derselbe Befehl
in der Shell funktioniert, liegt es an der Umgebung des Dienstes — nicht am
Storage. `pvesh` führt die Proxmox-API im eigenen Prozess aus, der Snapshot-Task
ist also ein *Kindprozess von pvesnap* und erbt alles, was in der systemd-Unit
eingeschränkt wurde.
Der Klassiker ist `ProtectSystem=` in der Unit: das hängt `/etc` schreibgeschützt
ein, und pmxcfs legt seine Sperren als Verzeichnisse unter `/etc/pve/priv/lock/`
an. Das `mkdir` scheitert, Proxmox wiederholt es erfolglos — und meldet am Ende
einen Lock-Timeout statt eines Rechtefehlers. Prüfen:
```bash
systemctl show pvesnap -p ProtectSystem -p ProtectHome -p PrivateTmp -p ReadOnlyPaths
pvesnap check # meldet so etwas von sich aus
```
Alle drei müssen leer bzw. `no` sein. Die mitgelieferte Unit enthält deshalb
bewusst **keine** Sandbox-Optionen.
### Wenn die Sperre wirklich belegt ist
Diese Kommandos helfen beim Eingrenzen:
```bash
pvesm status # ist das Storage online und erreichbar?
grep -A6 "^[a-z]*: data" /etc/pve/storage.cfg
pvesh get /cluster/tasks --output-format json | head # hängt noch ein Task?
systemctl status pvestatd pve-cluster
journalctl -u pvestatd -n 50
```
Häufigste Ursachen: ein hängender Backup- oder Replikationsjob auf demselben
Storage, ein nicht erreichbares NFS/CIFS-Storage (dann blockiert `pvestatd`),
oder ein abgebrochener Task, der die Sperre nicht freigegeben hat.
---
## Dateien aus einem Snapshot holen
Ein Snapshot ist kein Verzeichnis. Damit man hineinschauen kann, wird er
**schreibgeschützt** als Blockgerät eingebunden und gemountet — je nach Storage
unterschiedlich:
| Storage | Weg hinein |
|---|---|
| `rbd` (Ceph) | `rbd map pool/image@snap`, bei nicht unterstützten Image-Features `rbd-nbd` |
| `zfspool` | Container direkt über `.zfs/snapshot/…`, VMs über einen temporären Klon |
| `lvmthin`, `lvm` | die Snapshot-LV `snap_<volume>_<snapname>` aktivieren |
| `dir`, `nfs`, `cifs` | `qemu-nbd --load-snapshot` (nur qcow2) |
Danach werden Partitionen erkannt und mit `ro,noload` bzw. `ro,norecovery,nouuid`
gemountet — Snapshots laufender Gäste haben fast immer ein unsauberes Journal,
ohne diese Optionen würde der Kernel hineinschreiben wollen.
Aufgeräumt wird beim Beenden automatisch. Bleibt nach einem Absturz etwas
hängen:
```bash
pvesnap-explorer --cleanup
```
### `pvesnap-explorer` — zwei Fenster im Terminal
```bash
pvesnap-explorer # Gast und Snapshot auswählen
pvesnap-explorer 802 # Snapshot von VM 802 auswählen
pvesnap-explorer 802 <snapname> # direkt öffnen
pvesnap-explorer --path /mnt/x # beliebiges Verzeichnis (zum Ausprobieren)
```
Links der Snapshot, rechts der lokale Rechner:
| Taste | |
|---|---|
| `Tab` | Fenster wechseln |
| `Pfeiltasten`, `Enter` | bewegen, Verzeichnis öffnen oder Datei ansehen |
| `Backspace` | ein Verzeichnis hoch |
| `Leertaste` | markieren; `*` umkehren, `a` alle, `u` keine |
| `F5` / `c` | Markiertes ins andere Fenster kopieren |
| `F3` / `v` | Datei ansehen (Text oder Hex) |
| `F7` / `n` | neues Verzeichnis (nur lokal) |
| `F6` / `g` | Verzeichnis direkt eingeben |
| `F2` / `m` | anderes Dateisystem des Snapshots wählen |
| `F10` / `q` | eine Ebene zurück (Snapshot wird ausgehängt) |
Der Explorer hat drei Ebenen: **Gastauswahl → Snapshot-Auswahl → Dateien**. Mit
`q` geht es jeweils eine Ebene zurück; beim Verlassen des Dateibrowsers wird der
Snapshot wieder ausgehängt, sodass man gleich den nächsten öffnen kann. Das
rechte Fenster behält dabei sein Verzeichnis — praktisch, wenn man aus mehreren
Snapshots ins selbe Zielverzeichnis sammelt.
Kopiert wird immer vom aktiven ins andere Fenster — in den Snapshot hinein geht
nichts, er ist schreibgeschützt. Beim Kopieren gibt es einen Fortschrittsbalken,
`ESC` bricht ab; vorhandene Dateien werden abgefragt (`ja` / `nein` / `alle` /
`keine`). Gerätedateien und Sockets werden übersprungen, symbolische Verweise
bleiben Verweise.
### `pvesnap-web` — im Browser herunterladen
```bash
pvesnap-web # Gast und Snapshot im Browser wählen
pvesnap-web 802 <snapname> # diesen Snapshot gleich öffnen
pvesnap-web --port 8080 --bind 10.0.0.5
```
Beim Start wird eine Adresse mit Zugangsschlüssel ausgegeben:
```
http://192.168.1.50:8823/?token=zGo-1RW7eYyf_YCPvTIOLtOp
```
Diese Adresse an einem anderen Rechner im Browser öffnen. Dort lässt sich der
Snapshot durchklicken; **einzelne Dateien** werden direkt heruntergeladen,
**Verzeichnisse und Mehrfachauswahl** als ZIP (im Strom erzeugt, es wird nichts
zwischengespeichert).
Zur Sicherheit:
* Ohne den Zugangsschlüssel gibt es nichts zu sehen (er wandert nach dem ersten
Aufruf in ein Cookie). `--no-token` schaltet das ab — nur in einem Netz
benutzen, dem du vertraust.
* Es wird ausschließlich **gelesen**. Die Oberfläche kann nichts ändern oder
löschen.
* Pfade außerhalb des eingebundenen Snapshots werden abgewiesen — über die
Adresszeile kommt man nicht an den Rest des Hosts.
* Die Verbindung ist unverschlüsseltes HTTP. Über unsichere Netze besser einen
SSH-Tunnel legen:
`ssh -L 8823:localhost:8823 root@pve` und dann `pvesnap-web --bind 127.0.0.1`.
Beendet wird mit `Strg-C`; der Snapshot wird dabei wieder ausgehängt.
---
## Aufbau
```
pvesnap/
config.py INI lesen und schreiben, Gruppen- und Globaleinstellungen
schedule.py Berechnung des nächsten Termins
naming.py Namensschema und Beschreibungs-Vorlagen
proxmox.py pvesh-Anbindung (Inventar, Snapshots anlegen/löschen)
engine.py Auswahl der Gäste, Anlegen, Aufräumen
daemon.py Hauptschleife, Signale, Sperren
state.py merkt sich die letzten Läufe
preflight.py prüft die Umgebung (root, /etc/pve beschreibbar, /root)
cli.py Kommandozeile
curses_util.py gemeinsame curses-Bausteine
tui.py ncurses-Konfigurationseditor
snapfs.py Snapshots einbinden und mounten (rbd/zfs/lvm/qcow2)
explorer.py Zwei-Fenster-Explorer im Terminal
web/ Web-Oberfläche zum Herunterladen
server.py HTTP-Server, ZIP im Strom, Zugangsschlüssel
assets.py Stylesheet und HTML-Gerüst
config/pvesnap.conf.example
systemd/pvesnap.service
install.sh uninstall.sh
```
Der Dienst (`pvesnap`) und die beiden Explorer teilen sich `proxmox.py`;
`snapfs.py` liefert beiden Oberflächen einen ganz gewöhnlichen Pfad, sodass
Explorer und Web-Oberfläche nichts über Ceph, ZFS oder LVM wissen müssen.