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proxmox-snapshot-service/README.md
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duffyduckandClaude Opus 5 8f1bf037cd TUI: Dienst per Taste 'r' neu laden
Nach dem Speichern musste man bisher in die Konsole wechseln, um die
Konfiguration mit "systemctl reload pvesnap" scharf zu schalten. Die
Gruppenliste kann das jetzt selbst:

* 'r' laedt den Dienst neu; ungespeicherte Aenderungen werden vorher zum
  Speichern angeboten, ein gestoppter Dienst zum Starten, und wenn das
  Neuladen scheitert, wird ein Neustart angeboten.
* Nach 's' fragt der Editor direkt, ob neu geladen werden soll.
* Die Kopfzeile zeigt laufend den Zustand des Dienstes.
* Die Tastenleiste bricht auf schmalen Terminals auf zwei Zeilen um,
  statt hinten abgeschnitten zu werden.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
2026-07-31 01:47:04 +02:00

275 lines
9.8 KiB
Markdown

# pvesnap — automatische Snapshots für Proxmox VE
Ein systemd-Dienst, der nach frei definierbaren Zeitplänen Snapshots von VMs und
Containern anlegt und alte Snapshots nach einer einstellbaren Vorhaltezeit wieder
löscht. Alles wird über **eine INI-Datei** gesteuert, die sich auch bequem in einem
**ncurses-Editor** bearbeiten lässt.
* Beliebig viele **Gruppen** — z. B. „diese VMs stündlich, jene täglich, der Rest monatlich“
* **VM-Auswahl** nach VMID, Name (mit `*`-Mustern), Tag, Pool oder einfach „alle“
* **Vorhaltezeit** je Gruppe nach Anzahl *und/oder* Alter
* Jeder Snapshot bekommt eine **Beschreibung**, an der er sich wiedererkennen lässt
* Läuft cluster-weit (alle Nodes) über `pvesh`
* Nur Python-Standardbibliothek — keine zusätzlichen Pakete nötig
---
## Installation
Auf dem Proxmox-Host als root:
```bash
git clone <dieses-repo> pvesnap && cd pvesnap
./install.sh
```
Das Skript legt an:
| Pfad | Inhalt |
|---|---|
| `/usr/lib/pvesnap/` | Programmcode |
| `/usr/local/bin/pvesnap` | Startbefehl |
| `/etc/pvesnap/pvesnap.conf` | Konfiguration (wird bei Updates **nicht** überschrieben) |
| `/var/lib/pvesnap/state.json` | merkt sich die letzten Läufe |
| `/etc/systemd/system/pvesnap.service` | systemd-Unit |
In der mitgelieferten Beispielkonfiguration sind alle Gruppen auf `enabled = no`
gesetzt — es passiert also erst etwas, wenn du eine Gruppe aktivierst.
**Deinstallation:**
```bash
./uninstall.sh # Programm und Dienst entfernen, Konfiguration bleibt
./uninstall.sh --purge # zusätzlich /etc/pvesnap und /var/lib/pvesnap löschen
```
Bereits angelegte Snapshots werden dabei **nie** angerührt.
---
## Konfiguration im ncurses-Editor
```bash
pvesnap config
```
* **Gruppenliste** — `Enter` bearbeiten, `n` neu, `c` kopieren, `d` löschen,
`Leertaste` an/aus, `g` globale Einstellungen, `v` Übersicht welche VM in
welcher Gruppe landet, `s` speichern, `r` Dienst neu laden, `q` Ende
* **`r` — Dienst neu laden**, ohne den Editor zu verlassen: entspricht
`systemctl reload pvesnap`. Ungespeicherte Änderungen werden vorher zum
Speichern angeboten, ein gestoppter Dienst zum Starten, und wenn das Neuladen
scheitert, wird ein Neustart angeboten. Nach `s` fragt der Editor ohnehin
gleich, ob neu geladen werden soll. Oben in der Kopfzeile steht jederzeit, ob
der Dienst läuft. (Braucht root — also `sudo pvesnap config`.)
* **Gruppe bearbeiten** — Feld auswählen, `Enter` ändern, `Leertaste` umschalten.
Ganz unten steht live, auf wie viele Gäste die Auswahl gerade zutrifft.
* **VM-Auswahl** (`v`) — Liste aller VMs und Container mit Node, Status und Tags;
`Leertaste` auswählen, `a` alle, `n` keine, `i` umkehren, `/` filtern,
`Enter` übernehmen.
> Beim Speichern wird die INI-Datei neu geschrieben. Eigene Kommentare und ein
> `[defaults]`-Abschnitt gehen dabei verloren (die Werte bleiben inhaltlich
> erhalten, sie stehen danach in jeder Gruppe einzeln). Eine Sicherung wird als
> `pvesnap.conf.bak` abgelegt.
---
## Konfiguration von Hand
```ini
[global]
prefix = auto # Namenspräfix aller pvesnap-Snapshots
check_interval = 60s # wie oft der Dienst nach Fälligem schaut
state_file = /var/lib/pvesnap/state.json
log_level = INFO
task_timeout = 15m
run_on_start = no # beim Start sofort einen Durchlauf machen?
dry_run = no # yes = nichts wirklich tun, nur protokollieren
description = pvesnap | Gruppe: {group} | erstellt: {datetime} | Vorhaltezeit: {keep_time}
[defaults] # Vorgaben für alle Gruppen (optional)
skip_stopped = no
[group:stündlich]
interval = 1h
align = yes # an der Uhr ausrichten: 00:00, 01:00, ...
keep_count = 24 # höchstens 24 Snapshots je VM
keep_time = 2d # nichts älter als 2 Tage
tags = stuendlich # alle VMs mit diesem Tag
skip_stopped = yes
[group:täglich]
schedule = daily
at = 02:30
keep_count = 14
keep_time = 21d
names = web-*, db-*
[group:monatlich]
schedule = monthly
day_of_month = 1
at = 04:00
keep_count = 6
all = yes
exclude_tags = nosnap
```
Nach jeder Änderung:
```bash
pvesnap check # Konfiguration prüfen
systemctl reload pvesnap # Dienst übernimmt die Änderung ohne Neustart
```
### Zeitplan
Entweder ein Intervall …
```ini
interval = 30m # 30m, 1h, 6h, 2d12h, 1w ...
align = yes # yes: an der Uhr ausgerichtet (00:00, 00:30, 01:00, ...)
# no: 30 Minuten nach dem letzten Lauf
```
… oder ein fester Termin:
| `schedule` | zusätzliche Angaben | Beispiel |
|---|---|---|
| `hourly` | `minute = 15` | jede Stunde um :15 |
| `daily` | `at = 02:30` | täglich um 02:30 |
| `weekly` | `at`, `day_of_week = so` | sonntags um 03:00 |
| `monthly` | `at`, `day_of_month = 1` | am 1. jedes Monats |
| `yearly` | `at`, `day_of_month`, `month` | einmal jährlich |
`day_of_month = 31` wird in kürzeren Monaten automatisch auf den letzten Tag
gezogen. Läuft der Host zum Termin nicht, wird der Lauf beim nächsten Start
nachgeholt.
### Vorhaltezeit
```ini
keep_count = 24 # höchstens 24 Snapshots je VM und Gruppe (0 = unbegrenzt)
keep_time = 7d # nichts älter als 7 Tage (0 = unbegrenzt)
keep_min = 1 # so viele bleiben in jedem Fall stehen
```
Beides ist kombinierbar — gelöscht wird, was *eine* der beiden Grenzen reißt.
Mindestens eine der beiden Angaben muss gesetzt sein, sonst würde die Zahl der
Snapshots unbegrenzt wachsen (`pvesnap check` weist darauf hin).
### Welche VMs?
Alle Angaben wirken als **ODER**, Ausschlüsse gewinnen immer:
```ini
all = yes # alle VMs und Container
vmids = 100,101,105-110 # nach ID, auch Bereiche
names = web-*, db-0? # nach Name, mit Platzhaltern
tags = prod, wichtig # nach Proxmox-Tag
pools = Kunden # nach Proxmox-Pool
types = qemu # nur VMs (bzw. lxc = nur Container; leer = beides)
exclude_vmids = 999
exclude_names = *-test
exclude_tags = nosnap
```
### Snapshot-Optionen
```ini
vmstate = yes # RAM mitsichern (nur QEMU und nur bei laufender VM)
skip_stopped = yes # gestoppte Gäste überspringen
description = Sicherung von {name} ({vmid}) vom {date}
```
Platzhalter der Beschreibung: `{group}` `{group_slug}` `{vmid}` `{name}` `{node}`
`{type}` `{pool}` `{tags}` `{date}` `{time}` `{datetime}` `{timestamp}`
`{keep_time}` `{keep_count}` `{schedule}`
---
## Namensschema und Sicherheit
```
auto-taeglich-20260730-023000
│ │ │ └── Uhrzeit
│ │ └────────── Datum
│ └──────────────────── Kurzname der Gruppe
└─────────────────────────── prefix aus [global]
```
pvesnap löscht **ausschließlich** Snapshots, deren Name exakt auf dieses Muster
passt und deren Gruppen-Kurzname zur jeweiligen Gruppe gehört. Von Hand oder von
anderen Werkzeugen angelegte Snapshots bleiben garantiert unangetastet.
Umlaute und Sonderzeichen im Gruppennamen werden für den Kurznamen umgeschrieben
(`täglich``taeglich`). Wenn zwei Gruppen denselben Kurznamen ergäben, meldet
das `pvesnap check`.
---
## Befehle
```bash
pvesnap status # Übersicht: Gruppen, letzte und nächste Läufe
pvesnap vms # alle VMs und die Gruppen, in denen sie stecken
pvesnap list # vorhandene pvesnap-Snapshots (-a = auch fremde)
pvesnap check # Konfiguration prüfen
pvesnap config # ncurses-Editor
pvesnap run # jetzt fällige Gruppen ausführen
pvesnap run --force -g täglich # eine Gruppe sofort ausführen
pvesnap run --force --dry-run # Probelauf, ändert nichts
pvesnap prune -g stündlich # nur aufräumen, keine neuen Snapshots
systemctl status pvesnap
systemctl reload pvesnap # Konfiguration neu einlesen (SIGHUP)
journalctl -u pvesnap -f # Protokoll mitlesen
```
Ein manueller `pvesnap run` ist auch möglich, während der Dienst läuft — beide
teilen sich eine Sperre und kommen sich nicht in die Quere.
Mit `-c /pfad/zur.conf` lässt sich jederzeit eine andere Konfiguration verwenden,
z. B. zum Ausprobieren.
---
## Hinweise aus der Praxis
* **Snapshot ist kein Backup.** Snapshots liegen auf demselben Storage wie die VM.
Für echte Sicherungen zusätzlich `vzdump` / Proxmox Backup Server verwenden.
* **Speicherplatz:** Jeder Snapshot hält alte Blöcke fest. Bei schreibfreudigen
VMs lieber kurze Vorhaltezeiten wählen und den Storage im Auge behalten.
* **Nicht jedes Storage kann Snapshots** — LVM-thick und Verzeichnis-Storage mit
`raw`-Images können es nicht. Solche VMs melden einen Fehler im Protokoll; die
übrigen laufen normal weiter.
* **`vmstate = yes`** friert die VM kurz ein und braucht Platz in Höhe des
zugewiesenen RAM. Für regelmäßige Läufe meist unnötig.
* **Gruppe umbenennen:** Der neue Name bekommt einen eigenen Kurznamen. Snapshots
unter dem alten Namen werden dann nicht mehr automatisch aufgeräumt — vorher
aufräumen lassen oder die alten Snapshots von Hand entfernen.
* **Zeitumstellung:** Es wird mit lokaler Zeit gerechnet. Ein täglicher Termin um
02:30 kann in der Umstellungsnacht ausfallen oder doppelt anstehen.
---
## Aufbau
```
pvesnap/
config.py INI lesen und schreiben, Gruppen- und Globaleinstellungen
schedule.py Berechnung des nächsten Termins
naming.py Namensschema und Beschreibungs-Vorlagen
proxmox.py pvesh-Anbindung (Inventar, Snapshots anlegen/löschen)
engine.py Auswahl der Gäste, Anlegen, Aufräumen
daemon.py Hauptschleife, Signale, Sperren
state.py merkt sich die letzten Läufe
tui.py ncurses-Editor
cli.py Kommandozeile
config/pvesnap.conf.example
systemd/pvesnap.service
install.sh uninstall.sh
```