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proxmox-snapshot-service/handbuch/docs/nachschlagen/befehle.md
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duffyduckandClaude Opus 5.5 74be5aee59 Platz vor jedem Snapshot pruefen, bei Mangel alte loeschen, per Mail warnen
Volle Ceph-Pools legen alle VMs darauf lahm. Vor jedem Snapshot gilt jetzt
je Storage des Gastes: frei >= sofortiger Verbrauch + space_min_free
(Vorgabe 20 %). Die Reserve bleibt also auch nach dem Snapshot frei.

Reicht es nicht, wird der aelteste pvesnap-Snapshot des Gastes geloescht und
neu geprueft, bis es reicht. Sind nur noch die neuesten space_keep (Vorgabe
7) uebrig, entfaellt der Snapshot und der naechste Gast kommt dran.

Gezaehlt wird je Gast ueber alle Gruppen, anders als bei der Vorhaltezeit.
Auf dem Testhost haette eine Grenze je Gruppe nie gegriffen: keep_count = 5
liegt unter 7, und 13 GiB steckten in einer Gruppe, die es nicht mehr gibt.

Sofortiger Verbrauch: Dicke ZFS-Zvols muessen ihre Reservierung auch nach
dem Snapshot garantieren, das kostet alles seit dem letzten Snapshot
Geschriebene. Exakt ist das refreservation - usedbyrefreservation; die Werte
kommen per zfs get, bei anderen Nodes per ssh ueber die IP aus dem
Clusterstatus, weil Node-Namen nicht ueberall aufloesen. Dazu kommt der RAM
bei vmstate. --dry-run zeigt die Rechnung je Storage.

Ceph und ZFS geben Platz erst im Hintergrund frei. Deshalb wird nach jedem
Loeschen gewartet, solange der Platz waechst, und erst nach space_settle
(Vorgabe 30s) ohne Zuwachs weitergemacht. Ohne das wurde auf Ceph ein Snapshot
zu viel geloescht. Laesst sich der Platz nicht feststellen, wird nichts
geloescht und der Snapshot trotzdem versucht.

Neu ist [mail]: eine Alarm-Mail je Gruppe und Lauf, wenn ein Snapshot wegen
Platzmangels ausfaellt. STARTTLS oder SSL/TLS mit Zertifikatspruefung, ohne
Rueckfall auf Klartext. Einzurichten im Editor (Taste m) oder von Hand, Test
mit pvesnap mail-test. Liegt ein Passwort in der Datei, setzt der Editor die
Rechte auf 600, auch fuer die .bak.

Das Handbuch beschreibt, wie man Ceph (Ratios) und ZFS (Notreserve) frueher
"voll" sagen laesst und was im Notfall zu tun ist. Ausserdem war
"pvesnap run --dry-run" ueberall falsch: Die Option ist global und muss vor
dem Unterbefehl stehen.

Co-Authored-By: Claude Opus 5.5 <noreply@anthropic.com>
2026-11-01 10:27:21 +01:00

7.9 KiB

Alle Befehle

pvesnap

Der Snapshot-Dienst und seine Verwaltung.

pvesnap [globale Optionen] <befehl> [optionen]

Globale Optionen

Option Vorgabe
-c, --config <pfad> /etc/pvesnap/pvesnap.conf andere Konfiguration verwenden (auch über PVESNAP_CONFIG)
-n, --dry-run — nichts wirklich anlegen oder löschen, nur anzeigen
-v, --verbose — ausführliche Ausgabe
-V, --version — Version anzeigen

Unterbefehle

Befehl
status Übersicht über Gruppen, letzte und nächste Läufe — auch die Vorgabe ohne Befehl
vms alle VMs und Container mit den Gruppen, in denen sie stecken
list vorhandene pvesnap-Snapshots
check Konfiguration prüfen
mail-test Test-Mail mit den Einstellungen aus [mail] senden
config (oder edit) ncurses-Editor
run fällige Gruppen jetzt ausführen
prune nur aufräumen, nichts anlegen
daemon Dienst im Vordergrund starten (für systemd)

run

Option
-g, --group <name> nur diese Gruppe (mehrfach möglich)
-f, --force unabhängig vom Zeitplan ausführen
--no-prune nicht aufräumen
pvesnap run                              # was fällig ist
pvesnap run --force -g taeglich          # diese Gruppe sofort
pvesnap --dry-run run --force            # Probelauf
pvesnap run -g taeglich -g monatlich     # zwei Gruppen

prune

Option
-g, --group <name> nur diese Gruppe

list

Option
-g, --group <name> nur diese Gruppe
-a, --all auch fremde und von Hand angelegte Snapshots anzeigen

pvesnap-explorer

pvesnap-explorer [vmid] [snapshot] [optionen]
Parameter Vorgabe
vmid — Gast direkt vorwählen
snapshot — Snapshot direkt vorwählen
-l, --local <pfad> aktuelles Verzeichnis Startverzeichnis im rechten Fenster
-p, --path <pfad> — beliebiges Verzeichnis öffnen, ohne Proxmox zu fragen
--cleanup — hängengebliebene Einbindungen lösen und beenden
-v, --verbose — ausführliches Protokoll
-V, --version — Version anzeigen
pvesnap-explorer                                       # alles auswählen
pvesnap-explorer 101                                   # Snapshot von VM 101 wählen
pvesnap-explorer 101 auto-taeglich-20260809-023000     # direkt öffnen
pvesnap-explorer --local /srv/restore                  # rechtes Fenster startet dort
pvesnap-explorer --path /mnt/x                         # ohne Proxmox
pvesnap-explorer --cleanup                             # aufräumen

Braucht root, außer bei --path.


pvesnap-web

pvesnap-web [vmid] [snapshot] [optionen]
Parameter Vorgabe
-P, --port <nummer> 8823 Port, auf dem gelauscht wird
-b, --bind <adresse> 0.0.0.0 Netzwerkadresse; 127.0.0.1 = nur lokal
-a, --auth pve|token|none pve Anmeldeart
--require-privilege <recht> VM.Snapshot nötiges Recht auf dem Gast
--allow-user <user@realm> — dieser Benutzer darf alles (mehrfach möglich)
-t, --token <schlüssel> zufällig Zugangsschlüssel selbst vorgeben
--no-token — Kurzform für --auth none
-p, --path <verzeichnis> — beliebiges Verzeichnis statt eines Snapshots
--cleanup — hängengebliebene Einbindungen lösen und beenden
-v, --verbose — ausführliches Protokoll
-V, --version — Version anzeigen

Als Dienst stehen dieselben Parameter in /etc/pvesnap/web.conf:

PVESNAP_WEB_ARGS=--bind 0.0.0.0 --port 8823 --auth pve

pvesnap-recovery

pvesnap-recovery                       # ncurses-Oberfläche
pvesnap-recovery <befehl> [optionen]

Unterbefehle

Befehl
live <VMID> [snapshot] abgeschottet starten (ohne Snapshot: der neueste)
recover <VMID> [snapshot] mit Netzwerk und gleicher Identität starten
list vorhandene Wiederherstellungen anzeigen
start <VMID> starten
stop <VMID> herunterfahren
console <VMID> noVNC-Adresse ausgeben
spice <VMID> Verbindungsdatei für remote-viewer
flatten <VMID> vom Quell-Snapshot lösen
cleanup aufräumen: Klone ohne Gast und geschützte Snapshots ohne Klon
destroy <VMID> restlos verwerfen

Optionen von live und recover

Parameter
--newid <ID> VMID der neuen Maschine (Vorgabe: nächste freie)
--node <name> auf welchem Node sie laufen soll
--net none|down|on keine Karte / Karte ohne Leitung / voll am Netz
--resume / --no-resume Arbeitsspeicher laden bzw. bewusst kalt starten
--transfer <name> Austauschlaufwerk anhängen (mehrfach möglich)
--spice SPICE-Anzeige (vga: qxl), zusätzlich zu noVNC
--usb <n> so viele USB-Weiterleitungen über SPICE (schaltet --spice mit ein)
--iso <volid> Abbild als CD einlegen, z. B. local:iso/virtio-win.iso
--memory <MB> abweichender Arbeitsspeicher (nicht mit --resume)
--cores <n> abweichende Kernzahl (nicht mit --resume)
--name <name> Name der neuen Maschine
--keep-binds durchgereichte Host-Verzeichnisse des Originals übernehmen
--no-start nur einrichten, nicht starten
-y, --yes Routinefragen überspringen
--force auch anlegen, wenn das Original noch läuft

!!! danger "-y deckt --force nicht ab"

`recover` mit `-y` bei laufendem Original wird **abgewiesen** (Rückgabewert
2). Siehe [Mit Netzwerk](../wiederherstellen/netzwerk.md).

Optionen der übrigen Befehle

Befehl Option
spice -o <datei> in eine Datei schreiben statt auf die Standardausgabe
flatten --force auch bei knappem Speicherplatz
cleanup --all auch Datenträger ohne Elternteil
cleanup, destroy, flatten -y, --yes ohne Rückfrage

Beispiele

# Kurz hineinschauen, mit Werkzeugen
pvesnap-recovery live 101 --transfer werkzeuge

# Ein bestimmter Snapshot, kalt gestartet, mit Dongle
pvesnap-recovery live 105 auto-taeglich-20260809-023000 --usb 2 --no-resume

# Ernstfall: Original steht, Wiederherstellung übernimmt
qm stop 101
pvesnap-recovery recover 101 --newid 9101
pvesnap-recovery flatten 9101

# Verbindungsdatei für den Arbeitsplatz
ssh root@pve2 pvesnap-recovery spice 9104 > vm.vv && remote-viewer vm.vv

# Aufräumen
pvesnap-recovery destroy 9101
pvesnap-recovery cleanup

systemd

systemctl status pvesnap
systemctl reload pvesnap            # Konfiguration neu einlesen (SIGHUP)
systemctl restart pvesnap
journalctl -u pvesnap -f

systemctl status pvesnap-web
systemctl restart pvesnap-web       # nach Änderungen in web.conf
systemctl stop pvesnap-web
journalctl -u pvesnap-web -f

Installation

./install.sh [optionen]
./uninstall.sh [--purge]
Option
--with-webexplorer Web-Oberfläche als Dienst einrichten (erfordert --port)
--port <nummer> Port der Web-Oberfläche
--bind <adresse> Adresse, auf der sie lauscht (Vorgabe 0.0.0.0)
--no-start installieren, aber Dienste nicht starten
--no-install-deps parted und exfatprogs nicht nachinstallieren
--force auch ohne erkanntes Proxmox VE installieren
--help Übersicht

Hilfswerkzeug

tools/get-guest-tools.sh <iso-storage>

Holt die virtio-win-Treiber auf einen ISO-Storage — für Windows-Gäste, die Treiber brauchen, oder für Zwischenablage und Mauszeiger unter SPICE.