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proxmox-snapshot-service/handbuch/docs/nachschlagen/fehlersuche.md
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duffyduckandClaude Opus 5 59e7224297 Handbuch auf MkDocs-Basis, mit Bildschirmfotos aus dem Programm
26 Kapitel in vier Teilen, in der Reihenfolge, in der man sie braucht:
erst sichern, dann Dateien holen, dann ganze Maschinen wiederherstellen,
dahinter der Nachschlagteil.

Gebaut wird mit MkDocs + Material. Bewusst ohne Netzabhaengigkeiten:
keine Schriften vom CDN (font: false), Volltextsuche mit deutschem
Stemming liegt neben den Seiten. Im Notfall steht vielleicht das halbe
Netz - dann nuetzt eine Doku im Internet nichts.

  handbuch/bauen.sh              baut handbuch/site/
  handbuch/bauen.sh ansehen      Vorschau auf 127.0.0.1:8000

install.sh nimmt das gebaute Handbuch mit nach
/usr/share/doc/pvesnap/handbuch/ - falls es vorliegt. Auf dem Host selbst
wird nichts gebaut, mkdocs gehoert nicht auf einen Hypervisor.

Die 28 Bildschirmfotos sind nicht abfotografiert, sondern erzeugt: Der
echte Programmcode laeuft in einem Pseudo-Terminal gegen einen erfundenen
Proxmox-Host (Attrappen fuer pvesh, perl und rbd), pyte baut den Bildschirm
nach, heraus faellt ein SVG. Damit stimmen sie garantiert mit dem Programm
ueberein, sind reproduzierbar und enthalten keine echten Daten. Die
Werkstatt dafuer liegt unter handbuch/werkstatt/ samt LIESMICH.md.

Nebenbei: die Schlussmeldung von install.sh warb noch mit --exchange,
das mit dem eingebauten Austauschlaufwerk weggefallen ist.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
2026-08-09 12:39:30 +02:00

9.5 KiB

Fehlersuche

Es passiert gar nichts

Der Dienst läuft, das Protokoll ist ruhig, und trotzdem entstehen keine Snapshots.

pvesnap status        # hat eine Gruppe einen nächsten Termin?
pvesnap vms           # steht überhaupt eine VM in einer Gruppe?
pvesnap check
Ursache
Alle Gruppen auf enabled = no So wird ausgeliefert. Der häufigste Fall.
Auswahl trifft auf nichts zu Tag falsch geschrieben? pvesnap vms zeigt es.
dry_run = yes in [global] Es wird nur protokolliert.
Konfiguration nach der Änderung nicht neu geladen systemctl reload pvesnap

Storage-Lock

trying to acquire cfs lock 'storage-data' ...
TASK ERROR: cfs-lock 'storage-data' error: got lock request timeout

!!! note "storage-data ist kein falsch gelesener Name"

In pmxcfs heißen Storage-Sperren immer `storage-<name>`. Gemeint ist also
das Storage `data`.

Proxmox nimmt diese Sperre beim Anlegen eines Snapshots und gibt nach 60 Sekunden auf, wenn sie jemand anderes hält.

pvesnap geht damit so um:

  • Der Aufruf wartet, bis der Proxmox-Task wirklich fertig ist, bevor die nächste VM drankommt — sonst würden sich die eigenen Läufe aussperren
  • Sperr-Fehler gelten als vorübergehend und werden retries-mal mit retry_delay Abstand wiederholt
  • Echte Fehler (etwa „storage does not support snapshots") werden nicht wiederholt
  • pause_between = 10s nimmt zusätzlich Druck vom Storage

Der Dienst scheitert, von Hand geht es

Das ist der Fall, an dem man am längsten sucht — und er hat mit dem Storage nichts zu tun.

!!! danger "Sandbox-Optionen in der systemd-Unit"

`pvesh` führt die Proxmox-API im eigenen Prozess aus. Der Snapshot-Task ist
also ein **Kindprozess von pvesnap** und erbt alles, was in der Unit
eingeschränkt wurde.

`ProtectSystem=` hängt `/etc` schreibgeschützt ein — und pmxcfs legt seine
Sperren als **Verzeichnisse** unter `/etc/pve/priv/lock/` an. Das `mkdir`
scheitert, Proxmox wiederholt es erfolglos und meldet am Ende einen
Lock-Timeout statt eines Rechtefehlers.

Prüfen:

systemctl show pvesnap -p ProtectSystem -p ProtectHome -p PrivateTmp -p ReadOnlyPaths
pvesnap check          # meldet so etwas von sich aus

Alle müssen leer bzw. no sein. Die mitgelieferte Unit enthält deshalb bewusst keine Sandbox-Optionen.

ProtectHome=yes hat denselben Effekt an anderer Stelle: Es ersetzt /root durch ein leeres Verzeichnis — und Proxmox erreicht andere Cluster-Nodes über die SSH-Schlüssel in /root/.ssh.

Wenn die Sperre wirklich belegt ist

pvesm status                      # ist das Storage online und erreichbar?
grep -A6 "^[a-z]*: data" /etc/pve/storage.cfg
pvesh get /cluster/tasks --output-format json | head    # hängt noch ein Task?
systemctl status pvestatd pve-cluster
journalctl -u pvestatd -n 50

Häufigste Ursachen: ein hängender Backup- oder Replikationsjob auf demselben Storage, ein nicht erreichbares NFS/CIFS-Storage (dann blockiert pvestatd), oder ein abgebrochener Task, der die Sperre nicht freigegeben hat.


snapshot is protected

TASK ERROR: rbd snapshot 'auto-taeglich-20260809-023000' is protected from removal

Am Snapshot hängt ein Klon — also eine Wiederherstellung. Das ist zunächst richtig so: Ceph verlangt den Schutz, solange ein Klon existiert.

Lage
Die Wiederherstellung wird noch gebraucht Nichts tun. Der Snapshot bleibt eben liegen.
Sie wird nicht mehr gebraucht pvesnap-recovery destroy <VMID>
Sie soll bleiben pvesnap-recovery flatten <VMID>
Sie wurde in der Weboberfläche gelöscht pvesnap-recovery cleanup

Der letzte Fall ist der, den man sonst nicht findet: Der Klon ist weg, der Schutz steht noch, und die Vorhaltezeit scheitert für immer.

Nachsehen:

rbd -p <pool> snap ls vm-101-disk-0      # Spalte PROTECTED
rbd -p <pool> ls -l | grep vm-101        # gibt es noch Klone?

storage does not support snapshots

Die VM liegt auf LVM-thick oder auf einem raw-Image in einem Verzeichnis-Storage. Dort kann Proxmox keine Snapshots — pvesnap überspringt sie und macht mit den übrigen weiter.

Der Ausweg ist ein Umzug:

qm move-disk 101 scsi0 <thin-oder-ceph-storage>

Siehe Speicherarten.


Der Snapshot lässt sich nicht einbinden

pvesnap-explorer --cleanup      # erst einmal aufräumen
pvesnap-explorer -v 101         # dann mit ausführlichem Protokoll
Meldung
rbd: image uses unsupported features Der Kernel kann das Image nicht direkt; pvesnap weicht auf rbd-nbd aus. Fehlt das Paket rbd-nbd, nachinstallieren.
unknown filesystem type Das Dateisystem im Gast kennt der Host nicht (z. B. Btrfs ohne Modul, oder ReFS).
wrong fs type … or superblock corrupt Meist eine verschlüsselte Partition (LUKS, BitLocker). Dort führt nur der Weg über eine laufende Maschine.
Es wird gar kein Dateisystem angeboten Reine Datenplatte ohne Partitionstabelle, oder LVM im Gast, das nicht aktiviert werden konnte.

Reste nach einem Absturz aufspüren:

findmnt | grep pvesnap
rbd showmapped
losetup -a
ls /run/pvesnap/

Die Maschine startet, aber der RAM-Zustand fehlt

Symptom: Die Wiederherstellung bootet, statt weiterzulaufen. Die Uhr im Gast zeigt die aktuelle Zeit statt der Snapshot-Zeit.

!!! warning "Proxmox meldet das als TASK OK"

Schlägt das Laden fehl, quittiert Proxmox den Start trotzdem mit Erfolg und
lässt die Maschine in `prelaunch` stehen. `pvesnap-recovery` liest das
Task-Protokoll mit, setzt sie fort und sagt es deutlich.
Meldung im Task-Protokoll
Size mismatch: vga.vram SPICE (vga: qxl) und geladener Arbeitsspeicher schließen sich aus. Siehe Dongle und USB.
Unknown savevm section or instance 'vmgenid' Die Geräteausstattung passt nicht zum gespeicherten Zustand. Tritt bei von Hand veränderten Konfigurationen auf.
unable to open vmstate Der Arbeitsspeicher-Datenträger ist nicht mehr da — Proxmox gibt ihn nach dem ersten Start frei. Ein zweiter Start bootet immer kalt.

Der letzte Punkt ist kein Fehler, sondern das erwartete Verhalten. Wer den warmen Zustand braucht, arbeitet damit beim ersten Start.


Das Austauschlaufwerk lässt sich nicht auswerfen

'dumps' liess sich nicht abziehen: ...
Meist haelt der Gast es noch - dort erst aushaengen
(Linux: umount, Windows: Auswerfen im Explorer).

Genau das ist es meistens. Im Gast aushängen, dann noch einmal ++e++.

Weitere Fälle:

Meldung
ist gerade in Benutzung von 9101 Das Laufwerk steckt in einer anderen Maschine. Dort auswerfen.
ist gerade am Host eingehängt Mit ++u++ in der Laufwerksübersicht aushängen.
Bei Containern gibt es nichts auszuwerfen Dort ist es ein durchgereichtes Verzeichnis — Host und Gast sehen dieselben Dateien ohnehin gleichzeitig.

SPICE oder USB gehen nicht

Symptom
Maschine startet nicht, no spice port vga: qxl fehlt. Detailansicht ++p++ → SPICE ein.
Kein Eintrag unter „USB-Geräteauswahl" Der remote-viewer läuft nicht auf dem Rechner, an dem der Dongle steckt.
.vv-Datei wird abgewiesen Sie ist zu alt — das Kennwort darin gilt nur wenige Sekunden. Neu erzeugen.
remote-viewer nicht gefunden Paket virt-viewer installieren.

Mehr unter Dongle und USB.


Die Web-Oberfläche zeigt keine Gäste

Ein angemeldeter Benutzer sieht nur Gäste, auf denen er das Recht VM.Snapshot hat. Ist die Liste leer, fehlt genau das.

pveum user permissions <benutzer>@<realm>

Anpassen mit --require-privilege VM.Backup oder --allow-user <benutzer>@<realm> in /etc/pvesnap/web.conf, danach systemctl restart pvesnap-web.

Fehlgeschlagene Anmeldungen stehen mit Absender-IP im Journal:

journalctl -u pvesnap-web -n 50

Der Port ist belegt

Beim Installieren:

Auf Port 8823 laeuft bereits ein anderer Prozess (PID 12345)

Das ist eine Warnung, kein Abbruch — es könnte etwas ganz anderes sein. Nachsehen:

ss -lntp | grep 8823

Eine bereits laufende pvesnap-web wird dagegen von selbst sauber angehalten und danach wieder gestartet.


Zeitpläne stimmen nicht

Beobachtung
Der Termin liegt eine Stunde daneben Zeitumstellung. Es wird mit lokaler Zeit gerechnet.
Nach einem Neustart kam sofort ein Lauf Ein verpasster Termin wird nachgeholt — einmal, nicht für jeden ausgefallenen.
Im Februar fiel der Monatslauf aus Sollte nicht passieren: day_of_month = 31 wird auf den Monatsletzten gezogen. Prüfen mit der Vorschauzeile in der Gruppenmaske.
Die Snapshots liegen auf krummen Zeiten align = no. Mit align = yes richten sie sich an der Uhr aus.

Wenn gar nichts mehr hilft

pvesnap -v check                        # ausführlich
pvesnap -v run --force --dry-run        # zeigt jeden pvesh-Aufruf
journalctl -u pvesnap -n 200 --no-pager

Mit log_level = DEBUG in [global] protokolliert der Dienst jeden pvesh-Aufruf mit allen Argumenten. Damit lässt sich der fehlschlagende Aufruf von Hand nachstellen — und dann sieht man die echte Meldung von Proxmox statt der aufbereiteten.