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opencrm/tools/audit-notary/README.md
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duffyduckandClaude Opus 5 f3ded9afbc Gegenbuch: externe Notarisierung der Audit-Kette
Abschluss der Anker-Kette. Alle bisherigen Schutzebenen liegen in derselben
Datenbank, die sie absichern sollen - der Pentest hat das ueber mehrere Runden
Schicht fuer Schicht gezeigt, zuletzt in R174-01 am Siegel-Marker selbst.

Aufteilung nach der Analyse des Pentesters (der Schutz kommt vom Ort, nicht von
der Signatur): Das CRM liefert nur einen lesbaren Kontrollwert ohne Geheimnisse
(GET /api/audit-logs/checkpoint, audit:read). Signiert, zeitgestempelt und
angehaengt wird auf einem anderen Rechner - Schluessel und Push-Recht liegen
nicht in den Deploy-Secrets des CRM. Ohne diese Trennung waere es D1 nochmal,
nur schlimmer: sieht nach doppeltem Boden aus, tut still nichts.

Der Kontrollwert enthaelt bewusst maxId. Ein blosser Kopf-Hash erkennt
Umschreiben, aber kein Abschneiden am Ende - genau die R174-01-Klasse, eine
Ebene hoeher. atId erlaubt der Gegenstelle, einen frueher beglaubigten Kopf
erneut abzufragen und nachzurechnen.

Gegenstelle: tools/audit-notary/notary.mjs (Cron auf zweitem Rechner, privates
Git-Repo als Append-only-Ablage, signierte Commits). Prueft vor dem Anhaengen
und bricht bei Widerspruch mit Exit-Code 2 ab, ohne zu schreiben.

Verifiziert gegen eine CRM-Attrappe mit echter DB: beglaubigte Zeile veraendert
-> Alarm; am Ende abgeschnitten (maxId 5->4) -> Alarm; Gegenbuch selbst
gekuerzt (seq-Luecke) -> Alarm; in allen Faellen nichts angehaengt.

Ehrlich dokumentiert: Restfenster zwischen zwei Laeufen bleibt und ist
inhaerent; ein stiller Cron-Ausfall erzeugt im CRM keine Warnung und muss auf
dem Gegenbuch-Rechner ueberwacht werden; Force-Push muss serverseitig gesperrt
sein, sonst ist Append-only nur geliehen.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-08-21 15:20:55 +02:00

2.9 KiB
Raw Blame History

Gegenbuch (externe Notarisierung)

Alle Schutzmechanismen im CRM selbst Hash-Kette, Versionsgrenze, Löschungs-Manifest, Bestandssiegel liegen in derselben Datenbank, die sie absichern sollen. Wer dort schreiben kann, sitzt am Ende immer schon auf der Ebene, die den Beweis führt. Genau das hat der Pentest über mehrere Runden Schicht für Schicht gezeigt.

Das Gegenbuch durchbricht das: Ein zweiter Rechner holt regelmäßig einen kurzen Kontrollwert vom CRM, prüft ihn gegen seine eigene Historie und hängt ihn signiert an ein privates Repository an.

Die eine nicht verhandelbare Bedingung

Der Signaturschlüssel und das Push-Recht dürfen nicht in den Deploy-Secrets des CRM liegen. Sonst ist der zweite Schlüssel im selben Zugriffsbereich wie der erste es sieht nach doppeltem Boden aus und ist keiner. Das CRM braucht für dieses Verfahren gar nichts zu wissen: Es liefert nur einen lesbaren Kontrollwert, der keine Geheimnisse enthält.

Einrichten

Auf einem anderen Rechner als dem CRM-Server:

git clone git@host:dein/audit-gegenbuch.git
cd audit-gegenbuch

export CRM_URL=https://crm.example.de
export CRM_TOKEN=<Access-Token eines Benutzers mit audit:read>

node /pfad/zu/notary.mjs

Als Cronjob, stündlich:

0 * * * * cd /pfad/zum/gegenbuch && CRM_URL=https://crm.example.de \
  CRM_TOKEN=... node /pfad/notary.mjs >> notary.log 2>&1

Force-Push serverseitig sperren. Ohne das ist die Append-only-Eigenschaft nur geliehen wer Schreibrecht auf das Repository erlangt, schreibt die Historie sonst einfach um. Bei GitHub/GitLab: Branch-Protection auf main.

Was das Skript erkennt

Angriff Erkennung
Beglaubigter Eintrag nachträglich verändert Hash an der beglaubigten Position stimmt nicht mehr
Einträge am Ende abgeschnitten aktuelle höchste ID kleiner als die beglaubigte
Bestandssiegel verschwunden vorher beglaubigt, jetzt nicht mehr vorhanden
Gegenbuch selbst gekürzt Lücke in der fortlaufenden Nummer

Bei jedem dieser Fälle bricht das Skript mit Exit-Code 2 ab und hängt nichts an der manipulierte Zustand wird also nicht als neue Wahrheit festgeschrieben. Für Cron heißt das: Exit-Code überwachen, sonst geht der Alarm im Log unter.

Was es nicht leistet ehrlich

  • Restfenster: Einträge zwischen dem letzten Kontrollwert und jetzt sind noch nicht beglaubigt und am Ende fälsch- oder kürzbar. Häufigerer Lauf verkleinert das Fenster, beseitigt es aber nicht. Das gilt für jedes periodische Verfahren dieser Art.
  • Stiller Ausfall: Läuft der Cronjob nicht mehr, entsteht keine Warnung im CRM dort ist ja nichts konfiguriert. Der Ausfall muss auf dem Gegenbuch-Rechner überwacht werden (z. B. Alarm, wenn der jüngste Commit älter als zwei Intervalle ist).
  • NOTARY_SIGN=false existiert nur für Tests ohne hinterlegten Schlüssel. Im Betrieb niemals setzen.