Doku: Audit-Siegel (AUDIT_HMAC_KEY) verstaendlich erklaert
README und .env.example erklaeren jetzt zuerst in Alltagssprache, was das Audit-Log ist, wogegen der Schluessel schuetzt und was passiert, wenn man ihn weglaesst oder verliert - inklusive Bild vom Notarstempel. Die technische Ebene bleibt vollstaendig erhalten, in der README als aufklappbarer Block (Hash-Versionen 1/2/3, Version-Floor, Loeschungs-Manifest, Rueckgabefelder von /verify, bekannte Grenze) und in .env.example als eigener Abschnitt. Ausserdem dokumentiert: Schluesselwechsel ueber AUDIT_HMAC_KEY_OLD ohne Rehash, pro Umgebung ein eigener Schluessel, und die Warnung zu den beiden Endpunkten mit Nebenwirkung (rehash/cleanup). AUDIT_HMAC_KEY zusaetzlich in die Production-Checkliste aufgenommen. Korrigiert: Die Integritaetspruefung ist NICHT ueber die Oberflaeche erreichbar (verifyIntegrity wird von keiner Komponente genutzt) - die Doku zeigt jetzt den API-Aufruf. Rechte, Endpunkte und Rueckgabefelder gegen den Code geprueft. Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
This commit is contained in:
@@ -281,6 +281,10 @@ LISTEN_ADDR=127.0.0.1
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# Bei separatem Frontend-Host: erlaubte Origins
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CORS_ORIGINS=https://crm.deine-domain.de
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# Siegel fuer das Audit-Log – schuetzt die Beweisspur vor nachtraeglicher
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# Faelschung. Siehe Abschnitt "Audit-Siegel" weiter unten.
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AUDIT_HMAC_KEY=$(openssl rand -hex 32)
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```
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### Deployment-Modus: On-Prem vs. Cloud
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@@ -298,6 +302,148 @@ SSRF-Schalter:
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SSRF_BLOCK_PRIVATE_IPS=true
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```
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### Audit-Siegel (`AUDIT_HMAC_KEY`)
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**Worum geht es?**
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OpenCRM führt ein Audit-Log: eine lückenlose Aufzeichnung, wer wann welche
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Daten gesehen oder geändert hat. Das ist die Beweisspur, wenn es Streit gibt,
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etwas verschwindet oder der Datenschutz nachfragt.
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Damit diese Aufzeichnung etwas wert ist, muss man ihr ansehen können, ob
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jemand nachträglich daran herumgeschrieben hat. Dafür trägt jeder Eintrag
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einen Fingerabdruck, der auch den Fingerabdruck des vorherigen Eintrags
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enthält – wie eine Kette. Ändert jemand einen alten Eintrag, passen die
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Fingerabdrücke nicht mehr und es fällt auf.
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**Und wozu dann noch ein Schlüssel?**
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Weil jemand mit Zugriff auf die Datenbank die ganze Kette neu berechnen
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könnte. Er ändert also einen Eintrag – zum Beispiel einen fehlgeschlagenen
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Login-Versuch in einen erfolgreichen – und zieht anschließend alle
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Fingerabdrücke glatt. Danach sieht die Fälschung echt aus.
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Mit `AUDIT_HMAC_KEY` bekommt jeder Eintrag zusätzlich ein **Siegel**, das sich
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nur mit diesem Schlüssel erzeugen lässt. Der Schlüssel liegt in der
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`.env`-Datei, also **außerhalb der Datenbank**. Wer nur die Datenbank in die
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Hände bekommt, kann damit nichts fälschen, ohne dass es auffliegt.
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> Bildlich: Die Fingerabdruck-Kette ist die fortlaufende Nummerierung der
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> Aktenseiten. Der Schlüssel ist der Stempel des Notars. Die Akte steht zwar
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> im Schrank – aber den Stempel hat nur der Notar.
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**Einrichten**
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```bash
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# Einmalig pro Umgebung einen Schlüssel erzeugen
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openssl rand -hex 32
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```
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Den Wert in die `.env` der jeweiligen Umgebung eintragen. Wichtig: **pro
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Umgebung ein eigener Schlüssel** (Entwicklung, Test, Produktion) – und
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niemals ins Git-Repository.
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**Häufige Fragen**
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| Frage | Antwort |
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|---|---|
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| Was, wenn ich den Schlüssel gar nicht setze? | Nichts fällt aus. Das Audit-Log läuft normal weiter, nur ohne dieses zusätzliche Siegel. |
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| Was, wenn ich ihn verliere? | Die damit gesiegelten Einträge lassen sich nicht mehr prüfen. Sie gelten dann als **„nicht prüfbar"** – ausdrücklich nicht als gefälscht. Kein Fehlalarm, aber der Nachweis für diesen Zeitraum ist weg. Deshalb: sichern wie ein Passwort. |
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| Muss ich ihn irgendwo eintragen außer in der `.env`? | Nein. Einmal setzen, Backup anlegen, fertig. |
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| Verlangsamt das etwas? | Nein, spürbar nicht. |
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**Schlüssel wechseln (`AUDIT_HMAC_KEY_OLD`)**
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Möchtest du den Schlüssel austauschen – etwa weil du vermutest, dass er in
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falsche Hände geraten ist – geht das ohne Datenverlust:
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```env
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AUDIT_HMAC_KEY=<neuer Schlüssel>
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AUDIT_HMAC_KEY_OLD=<bisheriger Schlüssel>
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```
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Neue Einträge werden ab sofort mit dem neuen Schlüssel gesiegelt, die
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bisherigen bleiben über den alten Schlüssel weiterhin prüfbar. Nach einer
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Übergangszeit kann `AUDIT_HMAC_KEY_OLD` geleert werden – danach sind die alten
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Einträge allerdings nicht mehr prüfbar.
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**Prüfen, ob alles in Ordnung ist**
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Die Prüfung läuft derzeit nur über die API (eine Schaltfläche in der Oberfläche
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gibt es dafür noch nicht) – als angemeldeter Benutzer mit dem Recht
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`audit:read`:
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```bash
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curl -X POST https://crm.deine-domain.de/api/audit-logs/verify \
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-H "Authorization: Bearer <Access-Token>"
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```
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Die Antwort enthält einen Klartext-Satz im Feld `message` und unterscheidet
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zwei Dinge:
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- **„Manipulierte Einträge"** – jemand hat einen bestehenden Eintrag
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nachträglich verändert. Das ist ernst.
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- **„Strukturelle Lücken"** – die Kette hat eine Unterbrechung, die Inhalte
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sind aber unverändert. Meist harmlos (z. B. gelöschte alte Einträge).
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Notiere dir die Zahl nach dem ersten Deploy: Bleibt sie konstant, ist alles
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in Ordnung. Steigt sie, lohnt ein Blick.
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<details>
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<summary><b>Technische Details</b> (für Entwickler/Admins)</summary>
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**Verfahren.** Jeder Audit-Eintrag trägt einen Hash über seine Inhaltsspalten
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plus den Hash des Vorgängers (`previousHash`) – daraus entsteht die Kette. Es
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gibt drei Hash-Versionen, die Spalte `hashVersion` hält fest, welche verwendet
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wurde:
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| Version | Verfahren | Abdeckung |
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|---|---|---|
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| 1 | SHA-256 | 7 Felder – Altbestand vor der Härtung |
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| 2 | SHA-256 | alle 24 Inhaltsspalten, unsigniert |
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| 3 | **HMAC-SHA256** mit `AUDIT_HMAC_KEY` | alle 24 Inhaltsspalten, signiert |
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Bestandsdaten werden **nicht** nachträglich neu berechnet – ein Rehash würde die
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Beweiskraft der Vergangenheit überschreiben. Alte Einträge bleiben mit ihrer
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Version gültig.
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**Version-Floor.** Die zu erwartende Version wird aus der Kette abgeleitet
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(erste je mit Version *n* geschriebene Zeile), **nicht** aus der Selbstauskunft
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der Zeile. Sonst ließe sich per Downgrade (`hashVersion` 3 → 1) die schwächere
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Prüfung erzwingen und anschließend ein gültiger Hash über die wenigen
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abgedeckten Felder nachziehen. Zusätzlich gilt: Eine unerklärte Lücke direkt vor
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einer signierten Zeile ist ein Befund, kein struktureller Zufall – deren
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`previousHash` lässt sich ohne Schlüssel nicht fälschen.
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**Löschungen.** `POST /api/audit-logs/cleanup` schreibt ein Manifest
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(ID-Bereich, Anzahl, Policy, Cutoff) als eigenen verketteten Eintrag. Die
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Prüfung liest es aus und meldet nur Lücken **ohne** dokumentierte Löschung als
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erklärungsbedürftig (`unexplainedGaps`) – sonst könnte sich eine böswillige
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Löschung als harmlose Lücke tarnen.
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**Rückgabe von `POST /api/audit-logs/verify`:**
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| Feld | Bedeutung |
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|---|---|
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| `tamperedEntries` | Inhalt nachträglich verändert, Versions-Downgrade oder gebrochener Anker – **ernst** |
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| `chainGaps` | Verkettung unterbrochen (alle) |
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| `unexplainedGaps` | Teilmenge davon ohne dokumentierte Löschung |
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| `unverifiableEntries` | signiert, aber kein Schlüssel konfiguriert – **kein** Manipulationsverdacht |
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**Fail-safe.** Ohne `AUDIT_HMAC_KEY` schreibt der Dienst weiter Version 2; das
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Logging fällt nie wegen fehlender Konfiguration aus.
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**Bekannte Grenze.** Der Anker schützt gegen reinen Datenbank-Schreibzugriff.
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Wer Schlüssel *und* Datenbank kontrolliert, kann die Kette konsistent neu
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rechnen. Eine Off-Site-Notarisierung (regelmäßiger Export/Versiegelung des
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Kettenkopfes außerhalb des Systems) wäre die nächste Stufe.
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**Achtung – zwei Endpunkte mit Nebenwirkung:**
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`POST /api/audit-logs/rehash` berechnet alle Hashes neu; danach meldet die
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Prüfung überall „gültig", aber eine bestehende Fälschung würde mitbesiegelt.
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`POST /api/audit-logs/cleanup` löscht nach Aufbewahrungsregeln, jede gelöschte
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Zeile erzeugt eine Lücke. Beide laufen nur manuell und schreiben einen Marker
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ins Log.
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</details>
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Cloud-Metadata-Endpoints (`169.254.169.254`, `metadata.google.internal` etc.)
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sind UNABHÄNGIG vom Flag **immer** geblockt – das ist Mindestschutz gegen
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AWS/GCP/Azure-IMDS-Diebstahl.
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+57
-13
@@ -20,20 +20,64 @@ ENCRYPTION_KEY="32-byte-hex-key-for-aes-256-gcm"
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PORT=3001
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NODE_ENV=development
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# ==================== AUDIT-ANKER ====================
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# Signiert Audit-Log-Eintraege per HMAC-SHA256 mit einem Schluessel, der NICHT
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# in der Datenbank liegt. Damit reicht ein reiner DB-Schreibzugriff nicht mehr
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# aus, um die Hash-Kette glaubwuerdig umzuschreiben (Pentest R166/R167).
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# ==================== AUDIT-SIEGEL ====================
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# Was ist das Audit-Log?
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# OpenCRM protokolliert luekenlos, wer wann welche Daten gesehen oder
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# geaendert hat. Das ist die Beweisspur, wenn es Streit gibt oder der
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# Datenschutz nachfragt.
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#
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# Erzeugen: openssl rand -hex 32
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# Fail-safe: Ohne Schluessel schreibt das Audit-Log weiter die unsignierte
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# Version 2 - es faellt nichts aus, der Anker fehlt nur.
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# ACHTUNG: Schluessel sichern. Geht er verloren, sind alle damit signierten
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# Eintraege nicht mehr pruefbar (sie gelten dann als "nicht pruefbar",
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# NICHT als manipuliert).
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# Wogegen schuetzt dieser Schluessel?
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# Ohne ihn koennte jemand mit Zugriff auf die Datenbank einen Eintrag
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# nachtraeglich umschreiben - zum Beispiel einen fehlgeschlagenen
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# Login-Versuch in einen erfolgreichen verwandeln - und die Faelschung so
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# glattziehen, dass die Pruefung sie fuer echt haelt.
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# Mit dem Schluessel bekommt jeder Eintrag ein Siegel, das sich nur mit
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# diesem Schluessel erzeugen laesst. Wer ihn nicht hat, kann nichts
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# faelschen, ohne dass es auffliegt. Bildlich: Der Schluessel ist der
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# Stempel des Notars - die Akte liegt zwar im Schrank, aber den Stempel
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# hat nur der Notar.
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#
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# Wie einrichten?
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# Einmalig einen Schluessel erzeugen und hier eintragen:
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# openssl rand -hex 32
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# Pro Umgebung ein EIGENER Schluessel (Entwicklung, Test, Produktion).
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#
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# Was passiert, wenn ich ihn weglasse?
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# Nichts faellt aus. Das Audit-Log laeuft normal weiter, nur eben ohne
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# dieses zusaetzliche Siegel.
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#
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# Was passiert, wenn ich ihn verliere?
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# Die damit gesiegelten Eintraege lassen sich nicht mehr pruefen. Sie
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# gelten dann als "nicht pruefbar" - NICHT als gefaelscht. Es gibt also
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# keinen Fehlalarm, aber der Nachweis fuer diesen Zeitraum ist weg.
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# Deshalb: Schluessel sichern, so wie ein Passwort.
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AUDIT_HMAC_KEY=
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# Nur waehrend eines Schluesselwechsels setzen: der vorherige Schluessel wird
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# bei der Pruefung zusaetzlich akzeptiert, damit Altbestand ohne Rehash gueltig
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# bleibt. Nach dem Wechsel wieder leeren.
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# Nur voruebergehend beim Schluesselwechsel setzen.
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# Moechtest du den Schluessel oben austauschen (z. B. weil du vermutest,
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# dass er in falsche Haende geraten ist), trage den ALTEN Schluessel hier
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# ein und den NEUEN oben. Dann bleiben die bisherigen Eintraege pruefbar,
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# waehrend neue schon mit dem neuen Schluessel gesiegelt werden.
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# Nach ein paar Wochen kann dieses Feld wieder geleert werden - danach
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# sind die alten Eintraege allerdings nicht mehr pruefbar.
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AUDIT_HMAC_KEY_OLD=
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# --- Technisch (fuer Entwickler/Admins) ---------------------------------
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# Verfahren : HMAC-SHA256 ueber alle Inhaltsspalten eines Audit-Eintrags,
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# inkl. previousHash (Verkettung). Entspricht Hash-Version 3.
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# Abdeckung : Version 1 = 7 Felder (Altbestand), Version 2 = alle 24
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# Inhaltsspalten (SHA-256, unsigniert), Version 3 = wie 2, aber
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# HMAC-signiert. Die erwartete Version wird aus der Kette
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# abgeleitet (Version-Floor), nicht aus der Selbstauskunft der
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# Zeile - sonst liesse sich per Downgrade die schwaechere
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# Pruefung erzwingen.
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# Fail-safe : Ohne Schluessel schreibt der Dienst weiter Version 2. Bereits
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# signierte Zeilen landen dann in `unverifiableEntries`,
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# ausdruecklich NICHT in `tamperedEntries`.
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# Rotation : AUDIT_HMAC_KEY_OLD wird bei der Pruefung zusaetzlich
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# akzeptiert - Wechsel ohne Rehash. Ein Rehash waere ohnehin zu
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# vermeiden, er wuerde die Beweiskraft der Vergangenheit
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# ueberschreiben.
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# Grenze : Schuetzt gegen DB-Schreibzugriff ohne Schluessel. Wer Schluessel
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# UND Datenbank hat, kann die Kette konsistent neu rechnen.
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# Erzeugung : openssl rand -hex 32 (256 Bit)
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Reference in New Issue
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