Termux und seine Plugins teilen sich eine Android-UID (sharedUserId=com.termux). Android verlangt für Apps mit gemeinsamer UID denselben Signaturschlüssel — und F-Droid und GitHub signieren verschieden. Wer die Quellen mischt, scheitert an INSTALL_FAILED_SHARED_USER_INCOMPATIBLE, ohne dass die Meldung erklärt warum. Das Skript lädt alle vier Apps von GitHub und installiert sie über die bestehende adb-Verbindung, per WLAN wie per Kabel. Vorhandene Termux-Apps aus fremder Quelle werden erkannt und auf Nachfrage entfernt — mit deutlicher Warnung, dass dabei auch das Termux-Dateisystem verschwindet. GitHub statt F-Droid, weil es dort Termux:X11 in einer sharedUid-Variante gibt. Die läuft in Termux' Prozessgruppe und erbt dessen Akku-Ausnahmen; die normale Variante ist eine eigenständige Hintergrund-App, die Android drosselt. Bei ROMs wie ColorOS ist das der Unterschied zwischen 'läuft über Nacht' und 'war morgens weg'. Die Asset-Auswahl arbeitet mit einer Rangfolge statt eines festen Namens: stabile Veröffentlichungen vor Vorabversionen, und bei termux-app die Variante apt-android-7 vor dem Altbau apt-android-5, der sonst auf einem aktuellen Gerät gewählt würde. Korrektur zur bisherigen Dokumentation: Termux:X11 ist NICHT generell von der Signaturbindung ausgenommen. Nur die normale Variante ist es, die sharedUid- Fassung setzt GitHub-Termux voraus. Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
HPOS — Linux-Smartphone auf Stock-Android, ohne Root
Arbeitstitel. Der Projektname steht noch nicht fest.
Ein beliebiges gebrauchtes Android-Smartphone wird zum Linux-Telefon: Debian 13 mit Plasma Mobile in Termux/proot, mit einem Backup- und Provisioning-System drumherum, das die eigentliche Substanz des Projekts ausmacht.
Kein Root. Kein entsperrter Bootloader. Kein Server nötig.
Was es ist
"Linux auf dem Handy" gibt es schon. Was es nicht gibt, ist der Rest:
- Backup mit echten Snapshots — Einzeldatei-Restore, Web-Manager im Browser, ZIP-Export aufs Telefon, Ziele über SFTP/SMB/FTP/WebDAV
- Provisioning in einem Rutsch — Telefon auspacken, eine APK, ~20 Minuten, fertiges System
- Klonen aufs neue Telefon per WLAN — Gerätewechsel als Normalfall, nicht als Notfall
- Bridge zum Android darunter — SMS, Telefonie, Kamera, Sensoren erscheinen im Linux über Standard-D-Bus-Schnittstellen, sodass unveränderte Plasma-Anwendungen sie nutzen
Die Android-Installation darunter ist nur noch Treiber-Layer und Prozess-Host. Alle Nutzdaten leben im Linux und damit im Backup.
Status
Phase 0 — Machbarkeits-Spike. Vier Annahmen tragen das Projekt und werden zuerst bewiesen, bevor Infrastruktur entsteht:
| Annahme | Wenn es scheitert | |
|---|---|---|
| S1 | Plasma Mobile läuft in proot (genestetes KWin) | XFCE-Profil wird Hauptweg |
| S2 | Mikrofon-Eingang erreicht die Linux-Seite | Keine Videocalls, keine Sprachaufnahme |
| S3 | Virtuelle PipeWire-Kamera ohne Kernel-Modul | Kamera nur in einer eigenen App |
| S4 | Intent-Handoff Linux → Android-App | Keine Navigation aus dem Linux-Adressbuch |
Noch nichts davon ist bewiesen. Die Skripte in spike/ führen die Beweise;
Ergebnisse landen in docs/spike-protokoll.md.
Loslegen
Getestet wird auf einem OnePlus 7 Pro (Snapdragon 855, Adreno 640) mit Stock OxygenOS 12.
# 1. Auf dem PC. Verbindet per USB oder WLAN — das Skript fragt danach.
# Ein Kabel wird nicht gebraucht: Android 11+ kann Wireless Debugging.
# Fehlt Termux, bietet es an, alle vier Apps herunterzuladen und
# fernzuinstallieren (oder direkt: ./provision/install-termux.sh).
./provision/provision.sh
# 2. Auf dem Telefon in Termux:
bash spike/00-bootstrap-termux.sh
# 3. Beweise der Reihe nach:
bash spike/01-s1-plasma-mobile.sh
bash spike/02-s2-mikrofon.sh
bash spike/03-s3-pipewire-kamera.sh
bash spike/04-s4-intent-handoff.sh
Details und Voraussetzungen: spike/README.md.
Dokumentation
- Architektur — wie die Teile zusammenhängen
- Machbarkeit — was ohne Root geht und was nicht, mit Belegen
- Verworfene Entscheidungen — sieben Wege, die geprüft und begründet verworfen wurden. Vor jedem "warum eigentlich nicht …" lesen.
- Spike-Protokoll — Messergebnisse von Phase 0
Geräte
| Gerät | SoC / GPU | Android | Status |
|---|---|---|---|
OnePlus 7 Pro (guacamole) |
Snapdragon 855 / Adreno 640 | OxygenOS 12 | 🔬 im Test |
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Lizenz
GPLv3 — siehe LICENSE. Das Projekt verteilt Termux (GPLv3) mit; die einheitliche Lizenz erfüllt die Quellen-Angebotspflicht.
HPOS — a Linux phone on stock Android, no root
Turns any second-hand Android phone into a Linux phone: Debian 13 with Plasma Mobile inside Termux/proot, wrapped in the backup and provisioning system that is the actual point of the project.
No root. No unlocked bootloader. No server required.
Currently in Phase 0 — proving four load-bearing assumptions (S1–S4 above) before
any infrastructure gets built. See spike/ and
docs/spike-protokoll.md.
Documentation is currently German-first; English will follow once Phase 0 concludes.