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linux-on-android-without-root/spike/02-s2-mikrofon.sh
T
StefanandClaude Opus 5 ad2c98443b Phase 0: Repo-Gerüst, Dokumentation und Machbarkeits-Spike
Vier Beweise, die das Projekt tragen, als eigenständig lauffähige Skripte:

  S1  Plasma Mobile in proot über genestetes kwin_wayland im X11-Backend.
      Fällt selbsttätig auf startplasmamobile und dann auf XFCE zurück, damit
      ein Fehlschlag eindeutig Plasma zuzuordnen ist und nicht der Umgebung.
  S2  Mikrofon über PulseAudio mit OpenSL-Quelle. Misst den Pegel statt nur die
      Dateigröße — der typische Fehlschlag ist eine formal korrekte WAV-Datei
      voller Stille.
  S3  Virtuelle PipeWire-Kamera per GStreamer-pipewiresink, ohne Kernel-Modul.
      Setzt die Firefox-Einstellung vorab, damit der Test nicht an einem
      vergessenen Häkchen scheitert.
  S4  Intent-Handoff mit lauffähiger Mini-Bridge: xdg-open-Handler für geo:,
      tel: und sms:, Token-Authentifizierung, feste Liste erlaubter Schemata.

provision/provision.sh setzt die Hintergrundbeschränkungen per ADB und benennt,
was ADB nicht kann und von Hand erledigt werden muss.

Dokumentiert sind auch die sieben verworfenen Wege — Waydroid, AVF, QEMU, SIP,
APK-Daten-Redirect, Fenster-Durchreichung und der Android-Server — mit Belegen,
damit sie nicht erneut durchdacht werden müssen.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
2026-08-09 17:25:36 +02:00

155 lines
6.6 KiB
Bash
Executable File

#!/usr/bin/env bash
# Phase 0 · Beweis S2 — Erreicht das Mikrofon die Linux-Seite?
#
# Der stillste K.-o.-Punkt des Projekts. Ohne Mikrofon im Linux gibt es keine
# Videocalls in Element oder im Browser, keine Sprachaufnahme, keine Spracheingabe.
# Die Wette: Termux' PulseAudio kann über OpenSL ES eine Aufnahmequelle anbieten,
# die per TCP in den proot durchgereicht wird.
#
# Ausführen IN TERMUX: bash spike/02-s2-mikrofon.sh
set -uo pipefail
source "$(dirname "$0")/lib.sh"
require_termux
DISTRO=debian
DAUER="${HPOS_DAUER:-6}"
WAV="$OUT_DIR/s2-aufnahme.wav"
log "HPOS Phase 0 · S2 — Mikrofon im Linux"
log "Protokoll: $LOG"
# ── Berechtigung ─────────────────────────────────────────────────────────────
# Ohne erteilte Mikrofonberechtigung liefert die OpenSL-Quelle Stille statt eines
# Fehlers — der verwirrendste denkbare Fehlschlag. Deshalb vorher erzwingen.
section "Mikrofonberechtigung"
if have termux-microphone-record; then
log " Kurzer Test über Termux:API, um den Berechtigungsdialog auszulösen …"
try termux-microphone-record -d -l 2 -f "$OUT_DIR/s2-vortest.m4a"
sleep 3
try termux-microphone-record -q
if [ -s "$OUT_DIR/s2-vortest.m4a" ]; then
ok "Termux:API kann aufnehmen — Berechtigung liegt vor"
else
fail "Termux:API konnte nicht aufnehmen"
hint "Einstellungen → Apps → Termux:API → Berechtigungen → Mikrofon erlauben."
hint "Ohne das ist S2 nicht aussagekräftig."
fi
else
warn "termux-microphone-record fehlt (Paket termux-api). Weiter ohne Vortest."
fi
# ── PulseAudio mit Aufnahmequelle ────────────────────────────────────────────
section "PulseAudio mit OpenSL-Quelle"
pulseaudio --kill 2>/dev/null || true
sleep 1
# module-sles-source ist der Teil, der wackelt: er existiert nicht in jedem
# Termux-Build. Deshalb erst mit, dann ohne — und der Unterschied wird protokolliert.
MIT_QUELLE=0
if pulseaudio --start --exit-idle-time=-1 \
--load="module-sles-source" \
--load="module-native-protocol-tcp auth-ip-acl=127.0.0.1 auth-anonymous=1" \
>>"$LOG" 2>&1; then
MIT_QUELLE=1
ok "PulseAudio mit module-sles-source gestartet"
else
warn "module-sles-source ließ sich nicht laden — starte ohne"
try pulseaudio --start --exit-idle-time=-1 \
--load="module-native-protocol-tcp auth-ip-acl=127.0.0.1 auth-anonymous=1"
fi
sleep 2
section "Verfügbare Quellen"
if have pactl; then
pactl list sources short 2>&1 | tee -a "$LOG" | sed 's/^/ /'
QUELLEN=$(pactl list sources short 2>/dev/null | wc -l)
if [ "$QUELLEN" -gt 0 ]; then
ok "$QUELLEN Aufnahmequelle(n) gemeldet"
else
fail "Keine einzige Aufnahmequelle — S2 wird so nicht gelingen"
hint "Falls module-sles-source fehlt, ist dieser Termux-Build ohne OpenSL-Aufnahme gebaut."
fi
else
warn "pactl fehlt, kann Quellen nicht auflisten"
fi
# ── Aufnahme im Debian ───────────────────────────────────────────────────────
section "Aufnahme aus dem Debian heraus"
log " ${DAUER} Sekunden werden aufgenommen — bitte jetzt laut und deutlich sprechen."
log ""
sleep 1
proot-distro login "$DISTRO" --shared-tmp --bind "$REPO_ROOT:/hpos" -- bash -lc "
set -uo pipefail
export PULSE_SERVER=127.0.0.1
echo ' Quellen aus Sicht des Debian:'
pactl list sources short 2>&1 | sed 's/^/ /' || echo ' (pactl lieferte nichts)'
echo ' Nehme auf …'
timeout $((DAUER + 4)) parecord --channels=1 --rate=16000 --file-format=wav \
/hpos/spike/out/$(basename "$WAV") &
REC=\$!
sleep $DAUER
kill \$REC 2>/dev/null
wait \$REC 2>/dev/null
echo ' Aufnahme beendet.'
" 2>&1 | tee -a "$LOG"
# ── Auswertung ───────────────────────────────────────────────────────────────
# Eine Datei zu erzeugen beweist nichts: die häufigste Fehlerform ist eine
# formal korrekte WAV-Datei voller Stille. Deshalb Größe UND Inhalt prüfen.
section "Auswertung"
if [ ! -s "$WAV" ]; then
fail "Keine Aufnahmedatei entstanden → S2 gescheitert"
else
GROESSE=$(stat -c%s "$WAV" 2>/dev/null || echo 0)
ok "Datei vorhanden: $WAV ($GROESSE Bytes)"
ERWARTET=$((DAUER * 16000 * 2 * 8 / 10))
if [ "$GROESSE" -lt "$ERWARTET" ]; then
warn "Deutlich kleiner als erwartet (~$ERWARTET Bytes) — vermutlich abgebrochen"
fi
# Stilletest. Der typische Fehlschlag ist eine formal korrekte WAV-Datei voller
# Nullen — sie sieht in jeder Dateiliste richtig aus und enthält doch nichts.
# Deshalb wird der Pegel gemessen, nicht nur die Größe.
if have python; then
python - "$WAV" <<'PY' 2>&1 | tee -a "$LOG"
import array, math, sys, wave
# Bewusst ohne audioop: das Modul ist in Python 3.13 entfernt worden, und Termux
# liegt regelmäßig auf der aktuellen Version.
try:
with wave.open(sys.argv[1]) as w:
breite = w.getsampwidth()
roh = w.readframes(w.getnframes())
if breite == 1:
werte = array.array("b", bytes(b - 128 for b in roh))
elif breite == 2:
werte = array.array("h", roh[: len(roh) // 2 * 2])
else:
raise ValueError(f"{breite} Byte je Abtastwert werden hier nicht ausgewertet")
if not werte:
raise ValueError("keine Abtastwerte enthalten")
pegel = int(math.sqrt(sum(v * v for v in werte) / len(werte)))
spitze = max(abs(v) for v in werte)
print(f" Effektivpegel: {pegel} Spitze: {spitze}")
if spitze < 40:
print(" ✗ Praktisch Stille — die Quelle liefert keine echten Daten.")
print(" Das ist der typische Fehlschlag: Datei ja, Ton nein.")
print(" Prüfen: Mikrofonberechtigung für Termux:API, und ob")
print(" module-sles-source in diesem Termux-Build überhaupt existiert.")
else:
print(" ✓ Echtes Signal aufgenommen.")
except Exception as e:
print(f" ! Datei nicht auswertbar: {e}")
PY
fi
log ""
log " Zum Gegenhören: pactl upload-sample nicht nötig — einfach abspielen:"
log " proot-distro login $DISTRO -- env PULSE_SERVER=127.0.0.1 paplay /hpos/spike/out/$(basename "$WAV")"
fi
log ""
log " module-sles-source geladen: $([ "$MIT_QUELLE" = 1 ] && echo ja || echo NEIN)"
verdict "S2" "Ist auf der Aufnahme deine Stimme hörbar?
Abspielen mit dem Befehl oben. Eine Datei ohne Ton zählt als gescheitert."