In Debian liefert ausgerechnet 'plasma-mobile' keine Shell mit — nur QML-Module und KWin-Skripte. Die Shell steckt in 'plasma-nano' und heißt org.kde.plasma.nano. Der aus den KDE-Quellen bekannte Name org.kde.plasma.mobileshell existiert in Debian nicht. Auf dem Gerät kam weiterhin 'starting invalid corona org.kde.plasma.desktop' — das ist plasmashells Standardwert, wenn kein -p übergeben wird. Die Suche fand also nichts: das Verzeichnis /usr/share/plasma/shells ist leer oder fehlt. Das Skript gibt sich damit nicht mehr zufrieden, sondern installiert plasma-nano nach und sucht erneut. Bleibt es dabei, wird der Prüfbefehl genannt und klar gesagt, dass Versuch A ohne Shell zum Scheitern verurteilt ist — dann zeigt erst die XFCE-Gegenprobe, ob X-Server und GPU tragen. Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
HPOS — Linux-Smartphone auf Stock-Android, ohne Root
Arbeitstitel. Der Projektname steht noch nicht fest.
Ein beliebiges gebrauchtes Android-Smartphone wird zum Linux-Telefon: Debian 13 mit Plasma Mobile in Termux/proot, mit einem Backup- und Provisioning-System drumherum, das die eigentliche Substanz des Projekts ausmacht.
Kein Root. Kein entsperrter Bootloader. Kein Server nötig.
Was es ist
"Linux auf dem Handy" gibt es schon. Was es nicht gibt, ist der Rest:
- Backup mit echten Snapshots — Einzeldatei-Restore, Web-Manager im Browser, ZIP-Export aufs Telefon, Ziele über SFTP/SMB/FTP/WebDAV
- Provisioning in einem Rutsch — Telefon auspacken, eine APK, ~20 Minuten, fertiges System
- Klonen aufs neue Telefon per WLAN — Gerätewechsel als Normalfall, nicht als Notfall
- Bridge zum Android darunter — SMS, Telefonie, Kamera, Sensoren erscheinen im Linux über Standard-D-Bus-Schnittstellen, sodass unveränderte Plasma-Anwendungen sie nutzen
Die Android-Installation darunter ist nur noch Treiber-Layer und Prozess-Host. Alle Nutzdaten leben im Linux und damit im Backup.
Status
Phase 0 — Machbarkeits-Spike. Vier Annahmen tragen das Projekt und werden zuerst bewiesen, bevor Infrastruktur entsteht:
| Annahme | Wenn es scheitert | |
|---|---|---|
| S1 | Plasma Mobile läuft in proot (genestetes KWin) | XFCE-Profil wird Hauptweg |
| S2 | Mikrofon-Eingang erreicht die Linux-Seite | Keine Videocalls, keine Sprachaufnahme |
| S3 | Virtuelle PipeWire-Kamera ohne Kernel-Modul | Kamera nur in einer eigenen App |
| S4 | Intent-Handoff Linux → Android-App | Keine Navigation aus dem Linux-Adressbuch |
Noch nichts davon ist bewiesen. Die Skripte in spike/ führen die Beweise;
Ergebnisse landen in docs/spike-protokoll.md.
Loslegen
Getestet wird auf einem OnePlus 7 Pro (Snapdragon 855, Adreno 640) mit Stock OxygenOS 12.
Voraussetzung ist nur, dass die Entwickleroptionen aktiv sind. Ein USB-Kabel wird nicht gebraucht — ab Android 11 läuft die Ersteinrichtung über WLAN.
Auf dem PC
./provision/adb-wireless.sh # Verbindung per WLAN (oder Kabel anstecken)
./provision/install-termux.sh # lädt Termux + 3 Zusatz-Apps, installiert sie,
# erteilt die nötigen Berechtigungen
./provision/provision.sh # Akku- und Hintergrundeinstellungen,
# legt das Startskript aufs Telefon
provision.sh allein genügt auch — es ruft die anderen bei Bedarf selbst auf.
Auf dem Telefon, in Termux
bash /sdcard/hpos-init.sh # installiert git, klont das Repo nach ~/hpos
cd ~/hpos
bash spike/00-bootstrap-termux.sh
bash spike/01-s1-plasma-mobile.sh # S1 zuerst — der wackligste Beweis
bash spike/02-s2-mikrofon.sh
bash spike/03-s3-pipewire-kamera.sh
bash spike/04-s4-intent-handoff.sh
Aktualisieren
Per adb kommt bewusst nur das Startskript aufs Telefon, nicht das Repo selbst. Dadurch liegt dort eine echte Arbeitskopie — spätere Änderungen brauchen keinen PC:
cd ~/hpos && git pull
Wenn git pull scheitert:
rm -rf ~/hpos && bash /sdcard/hpos-init.sh
Das Startskript versucht zuerst wieder einen Klon und weicht, falls der Server keine
Pakete ausliefert, auf den Archiv-Endpunkt aus (/archive/main.tar.gz). Der geht
nicht über git upload-pack und funktioniert deshalb auch dann noch.
Das Ergebnis ist dann allerdings ein Abzug, keine Arbeitskopie — git pull geht
damit nicht mehr, jede Aktualisierung braucht denselben Befehl erneut. Sobald der
Server wieder Pakete liefert, stellt genau dieser Befehl auch die Arbeitskopie
wieder her.
Typische Meldung, wenn es so weit ist:
fatal: early EOF
fatal: fetch-pack: invalid index-pack output
Das ist ein serverseitiges Problem — upload-pack stirbt beim Schnüren des Pakets,
während die Objekte selbst heil sind. Erkennbar daran, dass sich ein Archiv weiterhin
erzeugen lässt.
Details, Stellschrauben und was bei Fehlschlägen zu tun ist:
spike/README.md.
Warum Termux nicht aus dem Play Store
Termux und seine Plugins teilen sich eine Android-UID. Android verlangt für Apps mit
gemeinsamer UID denselben Signaturschlüssel — mischt man F-Droid und GitHub,
scheitert die Installation mit INSTALL_FAILED_SHARED_USER_INCOMPATIBLE, ohne dass
die Meldung den Grund nennt. install-termux.sh nimmt deshalb durchgängig GitHub und
räumt vorhandene Installationen aus fremder Quelle auf Nachfrage weg.
Nebeneffekt der Entscheidung: Termux:X11 gibt es dort in einer sharedUid-Variante, die in Termux' Prozessgruppe läuft und dessen Akku-Ausnahmen erbt. Bei ROMs, die Hintergrund-Apps aggressiv beenden, ist das der Unterschied zwischen „läuft über Nacht" und „war morgens weg".
Dokumentation
- Architektur — wie die Teile zusammenhängen
- Machbarkeit — was ohne Root geht und was nicht, mit Belegen
- Verworfene Entscheidungen — sieben Wege, die geprüft und begründet verworfen wurden. Vor jedem "warum eigentlich nicht …" lesen.
- Spike-Protokoll — Messergebnisse von Phase 0
- Am Projekt arbeiten — SSH nach Termux, scrcpy, sshfs. Nicht auf der Bildschirmtastatur entwickeln.
Geräte
| Gerät | SoC / GPU | Android | Status |
|---|---|---|---|
OnePlus 7 Pro (guacamole) |
Snapdragon 855 / Adreno 640 | OxygenOS 12 | 🔬 im Test |
Läuft es bei dir? Geräte-Meldung eröffnen.
Lizenz
GPLv3 — siehe LICENSE.
Termux wird nicht mitverteilt: install-termux.sh lädt die APKs zur Laufzeit von
den offiziellen GitHub-Releases. Eine Quellen-Angebotspflicht entsteht dadurch nicht.
Sollte die Installer-APK in Phase 2 Termux als Asset mitbringen, ändert sich das —
die einheitliche GPLv3 deckt es dann ab.
HPOS — a Linux phone on stock Android, no root
Turns any second-hand Android phone into a Linux phone: Debian 13 with Plasma Mobile inside Termux/proot, wrapped in the backup and provisioning system that is the actual point of the project.
No root. No unlocked bootloader. No server required.
Currently in Phase 0 — proving four load-bearing assumptions (S1–S4 above) before
any infrastructure gets built. See spike/ and
docs/spike-protokoll.md.
Quick start
No USB cable needed — Android 11+ pairs over WLAN.
# On the PC
./provision/adb-wireless.sh # pair and connect over WLAN
./provision/install-termux.sh # download and remote-install Termux + addons
./provision/provision.sh # battery/background settings, push init script
# On the phone, in Termux
bash /sdcard/hpos-init.sh # installs git, clones this repo to ~/hpos
cd ~/hpos && bash spike/00-bootstrap-termux.sh
Updating later needs no PC: cd ~/hpos && git pull.
Documentation is currently German-first; English will follow once Phase 0 concludes. Device reports are welcome in either language — a well-documented failure is as valuable as a success.