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kerio-connect-rename-user/README.md
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duffyduckandClaude Opus 5 485a681a0a Benutzer-Umbenennung fuer Kerio Connect
Benennt einen Benutzer vollstaendig um: Login-Name und voller Name ueber
die Administration API, dazu das Mailbox-Verzeichnis im Store auf der
Platte. Kerio zieht das Verzeichnis beim Aendern des Login-Namens nicht
mit, sodass der Benutzer sonst eine leere Mailbox vorfindet.

Ablauf: Vorpruefungen (Benutzer vorhanden, neuer Name frei, kein
LDAP-Benutzer, Verzeichnis vorhanden und Ziel frei, gleiches Dateisystem,
Dienst steuerbar), dann Users.set, Dienst stoppen, Verzeichnisse
verschieben, Dienst starten. Verschoben werden mail/ und archive/.

Scheitert das Verschieben, werden bereits verschobene Verzeichnisse
zurueckgenommen und der Login-Name zurueckgesetzt, damit Konfiguration
und Platte konsistent bleiben.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
2026-08-07 12:54:12 +02:00

118 lines
4.6 KiB
Markdown

# kerio-connect-rename-user
Benennt einen Benutzer in Kerio Connect vollständig um — Login-Name in der
Serverkonfiguration **und** das zugehörige Mailbox-Verzeichnis im Store.
## Warum
Kerio Connect legt die Mailbox eines Benutzers unter
```
<store>/mail/<domain>/<loginname>/
```
ab. Ändert man den Login-Namen über die Administration API oder die
Admin-Konsole, zieht dieses Verzeichnis nicht mit — der Benutzer findet danach
eine leere Mailbox vor, während die alten Daten unter dem alten Verzeichnisnamen
liegenbleiben. Typischer Anlass: Heirat oder ein anderer Namenswechsel.
Dieses Script erledigt beide Hälften in der richtigen Reihenfolge.
## Voraussetzungen
- Python 3.9 oder neuer, nur Standardbibliothek — keine Pakete zu installieren
- Läuft **lokal auf dem Kerio-Server als root** (Dateisystemzugriff + Dienstkontrolle)
- Administration API erreichbar (Standard: `https://localhost:4040/admin/api/jsonrpc/`)
## Ablauf
1. **Vorprüfungen**, bevor irgendetwas geschrieben wird:
- Domain und Benutzer über die API auflösen
- Benutzer aus einem Verzeichnisdienst (LDAP/AD)? → Abbruch, denn der Name
gehört dann dem Verzeichnisdienst
- neuer Login-Name noch frei?
- Mailbox-Verzeichnis vorhanden, Zielname noch nicht belegt,
Quelle und Ziel auf demselben Dateisystem?
- ist der Dienst überhaupt steuerbar?
2. Plan ausgeben. `--dry-run` endet hier, sonst Rückfrage (`--yes` überspringt).
3. `Users.set` setzt `loginName` und optional `fullName`.
4. Kerio-Dienst stoppen und warten, bis er wirklich unten ist.
5. Verzeichnisse per `os.rename` verschieben (`mail/`, und `archive/` falls vorhanden).
6. Dienst wieder starten.
Schlägt Schritt 5 fehl, werden bereits verschobene Verzeichnisse zurückgenommen
und der Login-Name in Kerio auf den alten Wert zurückgesetzt — Konfiguration und
Platte bleiben konsistent.
## Benutzung
```bash
# Erst ansehen, was passieren würde (braucht kein root):
./kerio_rename_user.py \
--admin admin \
--domain firma.de \
--old-login anna.mueller \
--new-login anna.schmidt \
--full-name "Anna Schmidt" \
--dry-run
# Dann wirklich:
sudo -E ./kerio_rename_user.py \
--admin admin \
--domain firma.de \
--old-login anna.mueller \
--new-login anna.schmidt \
--full-name "Anna Schmidt"
```
Das Passwort kommt aus der Umgebungsvariablen `KERIO_ADMIN_PASSWORD` oder wird
interaktiv abgefragt — nicht über die Kommandozeile, sonst landet es in der
Shell-History. (`sudo -E` reicht die Variable durch.)
Nur den angezeigten Namen ändern, ohne Login und Verzeichnis anzufassen:
```bash
./kerio_rename_user.py --admin admin --domain firma.de \
--old-login anna.mueller --full-name "Anna Schmidt"
```
## Optionen
| Option | Bedeutung |
| --- | --- |
| `--server`, `--port` | Admin-API, Standard `localhost:4040` |
| `--admin`, `--password` | Admin-Zugang; besser `KERIO_ADMIN_PASSWORD` |
| `--domain` | Mail-Domain, z. B. `firma.de` |
| `--old-login`, `--new-login` | Login-Namen ohne `@domain` |
| `--full-name` | Neuer angezeigter Name |
| `--store-dir` | Store-Pfad, Standard `/opt/kerio/mailserver/store` |
| `--service-name` | Dienstname, Standard `kerio-connect` |
| `--service-manager` | `auto`, `systemd`, `initd` oder `none` |
| `--service-wait` | Sekunden Wartezeit aufs Stoppen, Standard 90 |
| `--dry-run` | Nur anzeigen |
| `--yes` | Rückfrage überspringen |
| `--force` | Auch bei LDAP-/AD-Benutzern versuchen |
| `--insecure` | TLS-Zertifikat nicht prüfen (selbstsigniert) |
`--service-manager none` fasst den Dienst nicht an — dafür muss Kerio dann
selbst gestoppt sein, bevor das Script läuft.
## Hinweise
- **Vorher ein Backup des Stores anlegen.** Das Script verschiebt Verzeichnisse.
- Erst an einem Testbenutzer ausprobieren.
- Der Benutzer sollte während des Laufs nicht angemeldet sein.
- Nach der Umbenennung müssen sich alle Mail-Clients des Benutzers mit dem neuen
Login neu anmelden.
- Die alte Adresse wird bewusst **nicht** als Alias angelegt. Wer möchte, dass
Mail an die alte Adresse weiterhin ankommt, legt den Alias anschließend in der
Admin-Konsole an.
- Weitere Adressen am Benutzer (`emailAddresses`) bleiben unverändert und werden
im Plan zur Kontrolle mit angezeigt.
## API-Referenz
- [Administration API for Kerio Connect — Users](https://manuals.gfi.com/en/kerio/api/connect/admin/reference/interfacekerio_1_1jsonapi_1_1admin_1_1_users.html)
- [Sample communication (Session.login, X-Token)](https://manuals.gfi.com/en/kerio/api/connect/admin/reference/sample_communication.html)
- [User struct](https://manuals.gfi.com/en/kerio/api/connect/admin/reference/structkerio_1_1jsonapi_1_1admin_1_1_user.html)