duffyduck dda5c746ce add manual/api/ssh Plesk-Backends, Minimal-PDF, --pdf-only und GUI-Verbesserungen
- PLESK_BACKEND={manual,api,ssh}: manual als Default für Shared Hosts,
  api unverändert, ssh ruft `plesk bin mail` per paramiko auf.
- POP3_PORT default 995, POP3_SSL mit Auto-Erkennung anhand Port.
- Kerio: User wird mit mayChangePassword=False angelegt.
- Zusätzliche Minimal-PDF (nur Email + Cloud) pro Konto + Sammel-Variante,
  IMAP-Port konfigurierbar.
- CLI-Flag --pdf-only und entsprechender GUI-Button "📄 Nur PDF".
- GUI: Lösch-Button "✕ löschen" sichtbarer, letzte Zeile löschbar.
- PDFs sind kunden-tauglich (kein Status-Block, kein ACHTUNG-Hinweis);
  Anlage-Status separat in _admin_report_<ts>.txt.
- README dokumentiert die Skip-Logik pro Dienst und ihre Caveats.

Co-Authored-By: Claude Opus 4.7 (1M context) <noreply@anthropic.com>
2026-05-12 12:15:39 +02:00
2026-05-12 11:04:17 +02:00
2026-05-12 11:07:54 +02:00
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deploy-email-plesk-kerio-nextcloud

Tool, um neue Mitarbeiter:innen-Konten in einem Rutsch über drei Systeme auszurollen und am Ende eine PDF mit den Zugangsdaten zu erzeugen:

  1. Plesk Mailpostfach anlegen (nur Mailserver-Login, keine Plesk-GUI).
  2. Kerio Connect Benutzer anlegen + POP3-Sammler einrichten, der die Mails alle paar Minuten vom Plesk-Server abholt (14 Tage auf dem Server belassen, SSL).
  3. Nextcloud Benutzer (Username = vorname.nachname, lowercase, Umlaute transliteriert) mit Gruppe und Speicherquota anlegen.
  4. PDF pro Benutzer eine PDF + eine Sammel-PDF mit allen Zugangsdaten.

CLI und Tkinter-GUI mit „+ Zeile"-Endlosfeldern.


Installation

python3 -m venv .venv
source .venv/bin/activate
pip install -r requirements.txt
cp .env.example .env
$EDITOR .env

Tkinter ist Teil der Python-Standardbibliothek, unter Debian/Ubuntu ggf. sudo apt install python3-tk.

Konfiguration (.env)

Plesk-Backend wählen (PLESK_BACKEND)

Dreistufige Wahl, je nachdem welchen Zugriff du auf das Plesk hast:

Backend Wann? Was passiert
manual Shared-Host beim Kunden kein API, kein SSH (Default) Tool legt nichts in Plesk an. Im Webinterface manuell anlegen, dann Tool laufen lassen (oder andersrum Kerio-POP3-Sammler funktioniert erst, wenn das Postfach existiert).
api Eigener/dedizierter Plesk mit REST-API Anlegen via /api/v2/cli/mail/call (entspricht plesk bin mail). Auth über PLESK_API_KEY (bevorzugt) oder PLESK_USER / PLESK_PASSWORD.
ssh Eigener Plesk, API blockiert, aber SSH offen paramiko öffnet SSH und ruft plesk bin mail direkt. Auth über Key (PLESK_SSH_KEY) oder Passwort (PLESK_SSH_PASSWORD). Bei Bedarf PLESK_SSH_USE_SUDO=true.

SSH-Backend braucht zusätzlich paramiko: pip install paramiko. Für manual reicht das Standard-requirements.txt.

Restliche Variablen

Variable Beschreibung
KERIO_ADMIN_USER i.d.R. Admin
KERIO_ADMIN_PASSWORD Adminpasswort
KERIO_ADMIN_PORT Standard 4040
NEXTCLOUD_ADMIN_USER Admin-User (App-Passwort empfohlen)
NEXTCLOUD_ADMIN_PASSWORD Admin- oder App-Passwort
POP3_PORT POP3-Sammler in Kerio (default 995 = POP3S)
POP3_SSL Leer → Auto: 110 ⇒ aus, sonst an. Manuell true/false.
POP3_KEEP_DAYS Tage, die Mails auf Plesk verbleiben (default 14)
SMTP_PORT Nur für die PDF-Anzeige (default 465, Mailprogramm-Konfig)
IMAP_PORT Nur für die Minimal-PDF-Anzeige (default 993 = IMAPS)
VERIFY_TLS false nur bei Test/selbst signierten Zertifikaten

Plesk-API-Key per SSH erzeugen (nur für PLESK_BACKEND=api)

Plesk lässt das Anlegen von API-Keys nicht in der Web-GUI zu. Per SSH auf dem Plesk-Host:

# Login als root oder Plesk-Admin
plesk bin secret_key --create -ip-address 0.0.0.0/0 -description "deploy-tool"
# Ausgabe-Beispiel:
#   API key was successfully generated. Key:
#   1a2b3c4d-1234-5678-9abc-deadbeef0001

Den Key in .env als PLESK_API_KEY=… eintragen. Tipp: -ip-address möglichst auf die IP einschränken, von der das Tool ausgeführt wird (z.B. -ip-address 192.0.2.10).

Vorhandene Keys listen / löschen:

plesk bin secret_key --list
plesk bin secret_key --delete <key>

CSV-Format

UTF-8, Trennzeichen ; oder , (wird automatisch erkannt). Kopfzeile case-insensitive. Beispiel: example.csv.

Spalte Pflicht Bedeutung
Vorname ja Vorname
Name ja Nachname
emailadresse ja volle Mailadresse, ist Login bei Plesk + Kerio
pleskhost ja Hostname Plesk-Mailserver (auch POP3-Server für Kerio-Sammler)
keriohost ja Hostname Kerio Connect (Admin-API auf Port 4040, Webmail auf 443)
nextcloudhost ja Nextcloud-Hostname
kerioemailkennwort ja Passwort für den Kerio-User
pleskemailkennwort ja Passwort für das Plesk-Mailpostfach
nextcloudgruppe nein Gruppe in Nextcloud (wird angelegt falls nicht vorhanden)
nextcloudspeicher nein Speicher in GB. Leer = unlimitiert
nextcloudkennwort ja Passwort für den Nextcloud-User

Der Nextcloud-Username wird aus Vor-/Nachname abgeleitet (vorname.nachname, lowercase, ä→ae, ö→oe, ü→ue, ß→ss). Die Emailadresse aus der CSV wird im Nextcloud-Profil als E-Mail eingetragen.


Aufruf

CLI

Voller Lauf (Plesk + Kerio + Nextcloud + PDFs):

python deploy.py --csv kunden.csv --output ./output

Nur PDFs aus der CSV neu erzeugen, ohne Plesk/Kerio/Nextcloud anzufassen (z.B. wenn die Konten schon angelegt sind oder eine PDF wiederholt ausgedruckt werden soll):

python deploy.py --csv kunden.csv --pdf-only

Weitere Flags:

Flag Bedeutung
--csv PATH CSV-Datei einlesen
--output D Verzeichnis für PDFs + Admin-Report (default ./output)
--pdf-only Nur PDFs schreiben, keine Account-Anlage
--gui GUI starten (auch ohne --csv aufrufbar)

Exit-Code 0 wenn alle Konten ohne Fehler verarbeitet wurden, sonst 1.

GUI

python deploy.py --gui
# oder einfach
python deploy.py

In der GUI:

  • + Zeile fügt eine neue Eingabezeile hinzu (Endlosfelder).
  • ✕ löschen entfernt eine Zeile (rote Schrift).
  • CSV laden füllt die Felder aus einer bestehenden CSV.
  • Ausgabeordner wählen.
  • Ausführen ▶ legt die Konten an + erzeugt PDFs + Admin-Report.
  • 📄 Nur PDF schreibt nur die PDFs ohne API-Aufrufe.
  • Log unten zeigt Fortschritt.

Ablauf je Konto

Plesk: Mailpostfach anlegen
       - PLESK_BACKEND=manual → übersprungen (manuell in Plesk-GUI anlegen)
       - PLESK_BACKEND=api/ssh → automatisch
   ↓
Kerio: User anlegen + POP3-Sammler eintragen, der vom Plesk-Host abholt
       (Port aus POP3_PORT=995, SSL, 14 Tage auf Server belassen).
       Kennwort-ändern ist für den User gesperrt (mayChangePassword=False).
   ↓
Nextcloud: User vorname.nachname mit Gruppe + Quota anlegen
   ↓
PDF (einzeln) schreiben

Am Ende werden pro Lauf vier Dokument-Sorten geschrieben (alle in output/):

Datei Inhalt
zugangsdaten_<email>.pdf Voll pro Benutzer: Plesk-Mailpostfach + Kerio + Nextcloud
zugangsdaten_minimal_<email>.pdf Minimal pro Benutzer: nur Email (Kerio) + Cloud (Nextcloud)
zugangsdaten_gesamt_<ts>.pdf Sammel-PDF aller voller Datensätze
zugangsdaten_gesamt_minimal_<ts>.pdf Sammel-PDF aller minimalen Datensätze
_admin_report_<ts>.txt Status pro Konto (✓/·/⚠/✗). NICHT für den Kunden Admin-Doku.

Die Minimal-PDF enthält genau das, was der Endkunde fürs Mailprogramm und die Cloud-Anmeldung braucht (Mailadresse, Kennwort, SMTP, IMAP, Cloud-URL, Cloud-Username, Cloud-Kennwort) ohne Backend-Details wie POP3-Sammler oder Plesk-Mailserver.

Idempotenz bestehende Konten werden übersprungen

Jeder Dienst wird einzeln geprüft, bevor angelegt wird:

Dienst Prüfung Wenn vorhanden
Plesk mail --info (api/ssh) bzw. ohnehin Manual-Modus übersprungen
Kerio Users.get mit loginName + domainId übersprungen, kein neuer POP3-Sammler (sonst doppelt!)
Nextcloud GET /ocs/v2.php/cloud/users/<vorname.nachname> übersprungen, keine Quota-/Gruppen-Änderung

→ Eine CSV kann gefahrlos zwei- oder dreimal durchgejagt werden, z.B. wenn beim ersten Lauf nur Plesk geklappt hat und du Kerio + Nextcloud nachziehen willst. Status pro Konto und Dienst steht im Admin-Report als ✓ angelegt / · übersprungen / ⚠ manuell / ✗ Fehler.

Caveats:

  • Kerio prüft loginName in der zur Mailadresse passenden Domain Aliase auf einer anderen Domain werden nicht erkannt.
  • Nextcloud prüft den abgeleiteten Username vorname.nachname existiert derselbe Mensch dort unter abweichendem Username, wird das nicht gefunden.

Workflow bei PLESK_BACKEND=manual (Shared Host)

  1. CSV vorbereiten / in der GUI eintippen.
  2. Tool laufen lassen → Kerio-User + POP3-Sammler + Nextcloud-User werden angelegt, PDFs geschrieben, Admin-Report aufgelistet welche Mailpostfächer manuell anzulegen sind.
  3. Im Plesk-Webinterface des Kunden für jeden Eintrag die Mailadresse mit exakt dem in der CSV vergebenen Plesk-Mail-Passwort einrichten.
  4. Sobald das Postfach existiert, holt der Kerio-Sammler automatisch eingehende Mails ab.

Hinweise / Caveats

  • Kerio API-Methoden: die JSON-RPC-Methodennamen für POP3-Sammler (Pop3Accounts.create) entsprechen Kerio Connect 9.x. Falls deine Version andere Methoden nutzt, ist die Originalmeldung von Kerio in der Fehlerausgabe (mit Methodenname) sichtbar dann in clients/kerio.py anpassen.
  • Plesk REST-CLI-Wrapper: nutzt /api/v2/cli/mail/call (entspricht plesk bin mail). Verfügbar ab Plesk Obsidian.
  • Nextcloud OCS: die Admin-Credentials brauchen das Recht „Benutzer verwalten". App-Passwort empfohlen, damit der Account nicht 2FA-geschützt bleibt.
  • TLS: VERIFY_TLS=false nur in Testumgebungen. Self-signed Zertifikate gehören in einen lokalen Trust-Store, nicht ignoriert.
  • Passwörter stehen sowohl in der CSV als auch in den PDFs im Klartext. CSV nach erfolgreichem Lauf löschen, PDFs verschlüsselt versenden.

Dateien

deploy.py             CLI-Entry + Orchestrierung
gui.py                Tkinter-GUI mit Endlosfeldern
config.py             .env-Loader
models.py             Account / Result Datentypen
pdf.py                ReportLab PDF-Erzeugung (kunden-tauglich)
clients/plesk.py      Plesk REST-CLI-Wrapper      (PLESK_BACKEND=api)
clients/plesk_ssh.py  Plesk SSH-Wrapper, paramiko (PLESK_BACKEND=ssh)
clients/kerio.py      Kerio JSON-RPC Admin-Client
clients/nextcloud.py  Nextcloud OCS-Client
example.csv           Beispiel-Eingabedatei
.env.example          Beispiel-Konfiguration
S
Description
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Readme 105 KiB
Languages
Python 100%