Semi-Auto-Controller verworfen (Host wechselt selten). Pin via Compose-Profiles pro Host (.env COMPOSE_PROFILES), Verschiebe-Regel up-neu + rm-alt gegen Reboot-Wiederauferstehung, GPU-Dashboard aus Heartbeats (read-only). Skaliert auf Gamebox3/4x3060 ohne Orchestrator. Co-Authored-By: Claude Opus 4.8 <noreply@anthropic.com>
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Plan B — Lokaler LLM-Router (Gamebox) neben Claude
Ziel: „Gemini-Feeling" für den Alltag, ohne die Claude-Max-Subscription aufzugeben. Ein schnelles lokales LLM beantwortet die einfachen ~80 % der Turns in <1 s; nur die schweren 20 % (Tiefe, Code, Tools, Pentest, langer Kontext) gehen an Claude. Claude bleibt das Tiefen-Hirn.
Warum das der einzige realistische Weg zu „live" ist
Gemessen (10.07.2026): CLI-Round-trip über den Claude-Max-Proxy hat einen harten Boden von ~3,5 s (Subprozess-Start pro Turn). Streaming-API würde das brechen, kostet aber API-Geld → verliert die Max-Subscription. Ein lokales LLM für die einfachen Turns umgeht den 3,5-s-Boden komplett und ist gratis (läuft auf vorhandener Gamebox-GPU). Echtes Speech-to-Speech-Duplex (Gemini Live nativ) ist mit einem Text-Modell als Hirn prinzipiell nicht drin.
Modell & Serving (entschieden)
- Modell: Qwen3 8B, GGUF Q4_K_M (~6 GB). Bestes Tool-Calling der 7/8B- Klasse, solides Deutsch, Apache-2.0. Alt.: Mistral Small 3 7B (schneller, weniger Tool-Calling).
- Serving: llama.cpp
llama-serverim Docker-Container auf der Gamebox (kein Ollama nötig — nativer OpenAI-kompatibler/v1/chat/completions). - VRAM-Budget: 12-GB-Karte, Whisper-small (~1–2 GB) + F5-TTS (~1–2 GB) → ~8–9 GB frei → passt. (FLUX ist auf 12 GB eh raus.)
Anbindung: über den RVS, wie TTS/STT (kein IP-Pflegen)
Die Gamebox ist ein anderer Host als das Brain. Statt direktem HTTP (IP/Port/ Firewall) läuft das LLM über den RVS-Token-Room, exakt wie Whisper/F5-TTS:
- llama.cpp hört nur auf localhost der Gamebox.
- Ein dünner RVS-Adapter daneben (Vorbild: whisper-/xtts-Bridge) verbindet
sich mit dem RVS-Token, lauscht auf
llm_request, ruft lokal llama-server, schicktllm_response(korreliert per requestId) zurück. rvs/server.jsALLOWED_TYPESumllm_request,llm_responseund (Phase 2)llm_partialerweitern.- Das Brain bekommt einen zweiten „Proxy" — nur über RVS statt direktem HTTP.
Router-Logik im Brain
Reihenfolge pro Turn (früh raus = schnell):
- Tier 0 — Fast-Path (existiert): reine Steuerbefehle (Spotify, Licht) → Skill direkt, kein LLM. <1 s.
- Tier 1 — Lokal (Qwen3): einfache Konversation, kurze Fakten, Smalltalk, Bestätigungen. Ziel <1 s.
- Tier 2 — Claude: tief/technisch, Code, Tool-Use nötig, Pentest-Projekt, langer/komplexer Kontext.
Routing-Signal (heuristisch zuerst, deterministisch & schnell): Nachrichtenlänge, Schlüsselwörter, ob ein Tool nötig scheint, Projekt-Kontext (Pentest-Projekt → immer Claude), Konversationstiefe.
Escalation statt perfekter Vorab-Klassifikation: Das lokale Modell bekommt
die Anweisung, bei Unsicherheit oder Tool-Bedarf NICHT zu raten, sondern zu
eskalieren (z.B. Antwort <<ESCALATE>>). Das Brain routet den Turn dann an
Claude. So sind Fehlklassifikationen billig — lieber einmal lokal→Claude als
eine falsche lokale Antwort.
Modus „Nur lokales LLM" (Diagnostic-Checkbox, Eval-Schalter): Ein Flag
localLlmOnly (in Diagnostic setzbar, vom Brain beim Routen gelesen). Ist es an:
JEDER Turn geht ans lokale LLM, <<ESCALATE>> / „zu schwer" werden ignoriert
(kein Claude-Fallback) — damit Stefan die echte Staerke/Schwaeche des lokalen
Modells sieht, ohne dass Claude die schweren Turns rettet. Haken aus = normale
Heuristik + Escalation. Ehrlicher Hinweis: im Nur-lokal-Modus funktionieren
werkzeug-abhaengige Turns (Wetter, Timer, Memory, Bild) nicht — das lokale Tier
hat keine Tools; das ist ein Gespraechs-Eval-Modus, kein Voll-ARIA. Fast-Path
(Spotify etc.) laeuft davon unberuehrt weiter.
Persona auf BEIDEN Modellen
Das lokale Modell braucht ARIAs Identität, sonst bricht es aus der Rolle
(gelernt aus dem --system-prompt-Debakel). Aber schlanker:
- IDENTITY_SEED + Kern-Persona: ja.
- Volles Memory / ALLE Skill-Schemas: nein — nur eine kuratierte, kleine Tool-Auswahl (siehe unten). Haelt den lokalen Prompt klein → schnell.
- Persona kommt lokal auch als echter System-Prompt (llama.cpp
system-Rolle).
Tool-Calling lokal (kuratierte Auswahl)
Das lokale LLM DARF Werkzeuge nutzen (Qwen3 = natives OpenAI-Tool-Calling, von
llama.cpp --jinja unterstuetzt). Ablauf wie bei Claude: Brain schickt
messages + tools → Qwen antwortet mit tool_calls → Brain fuehrt via
_dispatch_tool aus → Ergebnis zurueck → finale Antwort. Tool-Loop im Brain,
Ziel = lokales LLM statt Claude-Proxy.
Awareness ≠ Authority. Das lokale Modell soll WISSEN, was ARIA alles kann (damit es gezielt eskaliert statt zu halluzinieren), aber nicht alles ausfuehren.
Harte Grenze = Kontext/VRAM, nicht Misstrauen. Das volle Tool-Schema sind
~15-20 K Tokens. Qwens Kontext steht auf 8 K (LLM_CTX=8192) — es passt nicht
rein. Hochdrehen auf 32 K kostet mehrere GB KV-Cache extra → OOM auf der
geteilten 12-GB-3060 (Whisper + F5-TTS liegen mit drauf). Claude im RZ hat
200 K-1 M Kontext und ist zuverlaessig → kann sich das ganze Arsenal leisten;
das lokale 8B auf Heim-Hardware nicht. Andere Hardware-Klasse, anderes Budget.
Design (gibt „im Bilde" ohne VRAM zu sprengen):
- Ausfuehrbar lokal: kleiner, risikoarmer Start-Satz — Wetter, Uhrzeit,
memory_search(lesen),trigger_timer, Spotify-Steuerung, Licht/Smart-Home. - Awareness-Liste (billig, ~paar hundert Tokens im System-Prompt): kurze
Aufzaehlung des Rests — „ARIA kann ausserdem: Skills bauen, OAuth, Projekte,
Bilder, ins Gedaechtnis schreiben — dafuer
<<ESCALATE>>." Kein volles Schema. - Bleibt bei Claude (Authority):
skill_create/update/delete,oauth_*,project_*,flux_generate,memory_save.
Escalation-Netz bleibt: braucht ein Turn ein Tool, das lokal nicht ausfuehrbar
ist → <<ESCALATE>> → Claude mit vollem Arsenal. Der „Nur lokales LLM"-Haken
dient dazu, spaeter datengetrieben zu messen, ob der ausfuehrbare Satz erweitert
werden kann.
Implementierung (B1): Adapter reicht tools an llama.cpp + gibt tool_calls
zurueck; Bridge schleust beides durch (llm_request/llm_response); Brain-Tool-Loop
mit Ziel lokal.
Phasen
- B0 — Infra: llama.cpp-Container + RVS-Adapter auf der Gamebox,
ALLOWED_TYPES,local_llm_chat()im Brain. Isoliert testen („sag hallo"). - B1 — Router + lokale Tools: Heuristik Tier-1/2 + Escalation, schlanke Persona lokal, kuratierte Tool-Auswahl lokal (Adapter/Bridge/Brain-Tool- Loop, siehe oben) + „Nur lokales LLM"-Checkbox. Einfache Turns → lokal. Messen: Trefferquote, Tool-Zuverlaessigkeit & Latenz.
- B2 — Streaming/Voice:
llm_partial→ TTS beginnt beim ersten Satz → der „live"-Sprung. Hier den Gong-/Ohr-Re-Arm-Bug mit-fixen (Barge-In, sauberes Re-Listen). - B3 (optional): lokalen Tool-Satz erweitern, sobald Qwen sich als
zuverlaessig erweist (z.B.
memory_save).
Offene Entscheidungen (für Stefan)
- Modell: Qwen3 8B (Tool-Calling) — oder doch Mistral Small 3 7B (Speed)?
- Routing v1: rein heuristisch + Escalation (entschieden).
- Tools lokal: kuratierte kleine Auswahl (entschieden — Start-Satz oben; Stefan bestaetigt/justiert die konkrete Liste vor dem B1-Bau).
Folge-Baustein: Modell-Auswahl in ARIA Diagnostic (B0.5)
Ziel: In Diagnostic ein Modell auswählen; ist es nicht da, lädt der Container
es on-demand und aktiviert es. Spiegelt zwei bestehende Muster: den
whisperModel-Hotswap (RVS-Config-Broadcast → Bridge hot-swapped) und die
kuratierte Claude-Tier-Liste aus models.json.
Kernproblem: llama.cpp-Server serviert ein Modell pro Prozess —
„anderes aktivieren" = neu laden/swappen.
Lösung: llama-swap (Proxy vor llama.cpp): kennt eine Liste von Modellen,
lädt bei Anfrage das gewünschte on-demand (Download via -hf beim ersten Mal),
swappt bei VRAM-Knappheit das alte raus. OpenAI-kompatibel — der llm-adapter
zeigt statt auf llama:8081 auf llama-swap.
Bausteine:
llama-swap-Service inxtts/docker-compose.yml(ersetzt/ergänztllama), Config mit den verfügbaren Modellen (Name →-hf-Command).- Kuratierte Liste
local_models.json(analogmodels.json) — Diagnostic-UI liest sie, zeigt Dropdown „Lokales Modell". - Diagnostic → RVS-Config-Broadcast
localLlmModel→ llm-adapter setzt dasmodel-Feld seiner llama-swap-Requests → swap/Download passiert automatisch. - Status zurück an Diagnostic (lädt / bereit / VRAM-OOM), analog whisper-Status.
Konkret gewünschte UI (Stefan):
- Modell-Status sichtbar: lädt (mit Fortschrittsbalken) → heruntergeladen → aktiviert. Ist ein Modell schon im Cache: nicht neu laden, nur aktivieren (llama.cpp/llama-swap macht das nativ ueber den Cache).
- Testchat-Zeile in Diagnostic: kurze Nachricht direkt ans lokale LLM
schicken, Antwort + Latenz anzeigen. Nutzt denselben RVS-Pfad
(
llm_request/llm_response) wie der Self-Test — kein neuer Kanal noetig.
Bis dahin: ein Modell via -hf Auto-Download (B0, erledigt). Erst end-to-end
grün, dann dieser Komfort-Layer.
Skalierung: VRAM, Multi-GPU, „Cluster"
Wichtige Klarstellung: Roher VRAM/GPU ist NICHT ueber RVS teilbar. RVS ist ein Nachrichten-Relay; GPUs werden lokal per CUDA/PCIe angesprochen. Ueber RVS teilt man Inferenz-Faehigkeit (transkribiere/vervollstaendige), nicht VRAM. Es gibt daher keinen „GPU-Broker-Container", der Karten uebers Netz verleiht.
Skalierungspfade (echt):
- Mehr Karten in EINER Box → VRAM-Pool. llama.cpp/vLLM splitten ein Modell
ueber mehrere GPUs (
--tensor-split). 2×3060 = 24 GB → groesseres Modell ODER Qwen8B mit grossem Kontext → volles Tool-Schema passt rein. Das ist der Weg zum „vollen Arsenal lokal". - Ein Modell ueber mehrere HOSTS splitten (llama.cpp
--rpc): moeglich, aber langsam (Layer-Grenzen ueber's Netz) — nur schnelles LAN, fuer „schnell" ungeeignet. Nicht empfohlen. - Mehrere eigenstaendige Modell-Server, je einer pro GPU/Host, Router waehlt: einfach, = unser RVS-Muster. Zweiter GPU-Host = noch ein llm-adapter, meldet sich am RVS an, Router load-balanced. Das ist der sinnvolle „Cluster".
- Innerhalb eines Hosts: ein geteilter Inferenz-Server (
llama-swap/vLLM) statt VRAM-Duplikat pro Container — kommt mit B0.5.
Diagnostic ⓘ (Feature): Checkbox „volleres Arsenal" + Info-Icon mit VRAM-Bedarf: 12 GB (1×3060) = kuratierte Tools; 24 GB (2×3060, eine Box) = Qwen mit grossem Kontext/volles Schema oder groesseres Modell; Cluster = weitere GPU-Hosts als Modell-Server ueber RVS. (B0.5/B1-UI.)
„Waechter" / Orchestrator (Ausbaustufe, gestaffelt)
Idee: ein Dienst, der auf den am RVS angemeldeten Hosts Container startet/stoppt. Zerfaellt in zwei Teile:
- Billig & bald nuetzlich — Registrierung + Heartbeat: jeder GPU-Host meldet dem RVS „lebe, GPUs, VRAM frei, laufende Dienste" (kleine Erweiterung der Adapter; whisper broadcastet schon Status). Nutzen: Diagnostic zeigt die Flotte (Live-Daten fuers ⓘ), Router weiss ob lokal erreichbar (sonst Claude).
- Teuer & aufschiebbar — Steuerung (Container start/stop): Agent pro Host (Docker-Socket) + Controller mit Placement-Policy + Reconciliation + Broadcast-Kollisions-Vermeidung (nicht 2× dieselbe Faehigkeit). = Mini-Nomad.
Empfehlung: Fuer 2 Gameboxen NICHT bauen — statische Platzierung reicht
(Gamebox1=LLM, Gamebox2=Voice). Dynamisches Laden/Entladen zum VRAM-Freimachen
deckt llama-swap innerhalb eines Hosts (B0.5). Waechst die Flotte: erst den
billigen Heartbeat-Teil; fuer echte Orchestrierung Docker Swarm / Nomad nehmen
statt selbst einen Scheduler zu bauen.
ENTSCHIEDEN: manuelle Platzierung + read-only GPU-Dashboard (kein Auto)
Statt Auto-Controller (Semi-Auto verworfen — Host wechselt selten, Komplexitaet lohnt nicht):
- Pin = Docker Compose Profiles. Services kriegen
profiles: [...], jeder Host setztCOMPOSE_PROFILES=<seins>in der.env;docker compose upstartet nur die eigenen. „In Config gepinnt", nativ, kein Code. - Verschiebe-Regel:
upauf neuem Host +docker compose rm -sf <svc>auf altem (sonst holtrestart: unless-stoppedden Dienst beim Reboot zurueck → Broadcast-Kollision; Profile gelten nur beimup, nicht beim Daemon-Restart). - GPU-Dashboard in Diagnostic (read-only): jeder GPU-Host sendet periodisch einen Heartbeat via RVS (Host, GPU-Util, VRAM frei/belegt, laufende GPU-Container). Diagnostic zeigt pro Host VRAM-Balken + Dienste + „Host X hat N GB frei". Kein Start/Stop, nur Sicht + Hinweis wohin verschiebbar.
- Zukunft (Gamebox3, 4×3060 = 48 GB): neuer Host, eigenes Profil,
up→ erscheint im Dashboard; grosses lokales LLM oder FLUX-Vollausbau dorthin. Ohne Orchestrator.
Nicht-Ziele
- Kein echter Gemini-Live-Duplex-Klon (Text-Modell als Hirn).
- FLUX bleibt optional/später (dickere GPU). Bild-Generierung separat als pluggbarer Provider (ChatGPT/DALL·E-Alternative) — eigenes Feature, nicht Teil B.