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macos-usb-stick-creator/native-macos/README.md
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ARIA 3956484246 feat(native-macos): Multiboot-Stick-Modus fuer createinstallmedia/asr
Ein Stick, mehrere macOS-Versionen, frei mischbar aus Apple-Server- und
Bibliotheks-Quelle. Partitioniert den Stick per diskutil partitionDisk
in eine eigene HFS+-Partition je Version (eindeutige Labels), schreibt
danach pro Partition gezielt per createinstallmedia --volume bzw.
asr restore --target -- analog zur bereits vorhandenen Multiboot-Technik
im Docker/Linux-Tool. Inkl. Groessen-Check mit Sicherheitspuffer vor
jeder Aenderung am Stick, robustem Fehlerpfad je Partition (Weiter/Abbruch
statt Stillschweigen) und End-to-End-Test der kompletten Ablauflogik
unter Linux mit gestubbten macOS-Bordmitteln (Einzel-Modus + Multiboot,
reine Apple-Quelle + gemischte Apple/Bibliotheks-Quelle).
2026-07-18 12:12:36 +02:00

151 lines
7.6 KiB
Markdown

# Nativer macOS-Weg (createinstallmedia / asr)
Alternative zum Docker/Linux-Tool im Projekt-Root — **nur nutzbar, wenn
gerade ein echter Mac zur Verfuegung steht**. Zwei Modi (Einzel-Stick /
Multiboot-Stick) und zwei Quellen fuer den Installer-Payload stehen zur
Auswahl, direkt im Script:
1. **Von Apple herunterladen** (macOS 10.15 Catalina oder neuer als Host
noetig) — der offiziell von Apple unterstuetzte Weg ueber
`softwareupdate --fetch-full-installer`.
2. **Aus der lokalen Downloads-Bibliothek des Docker-Tools** — wenn das
ganze Projekt inkl. `downloads/`-Ordner z.B. auf eine externe Platte
kopiert wurde, braucht dieser Weg **kein Internet und keinen erneuten
Download**.
## Warum ein eigenes Script, warum nicht einfach dd wie das Docker-Tool?
Kurz: **`createinstallmedia` (der offiziell unterstuetzte macOS-Weg)
braucht die vollstaendige, fertig gepackte "Install macOS X.app"** —
nicht die rohen Katalog-Dateien, die das Docker-Tool per `dd` schreibt.
Deshalb dieser separate, macOS-native Pfad.
## Wie die Bibliotheks-Wiederverwendung funktioniert
Die `downloads/library/`-Bibliothek des Docker-Tools enthaelt pro
macOS-Version genau eine von zwei Rohdateien (siehe `meta.json` im
jeweiligen Unterordner, Feld `mode`):
- **`InstallAssistant.pkg`** (Big Sur und neuer, `mode: "recovery"`):
Apples eigenes `installer -pkg ... -target /` entpackt daraus die
komplette Install-App (inkl. `createinstallmedia`-Binary) nach
`/Applications` — bestaetigt per Apple-Community-Thread, dass ein
`.pkg`-Installer aus dem Software-Update-Katalog 1:1 dasselbe Paket
ist wie der App-Store-Download. Danach laeuft der normale
`createinstallmedia`-Weg wie bei der Apple-Quelle.
- **`BaseSystem.dmg`/`InstallESD.dmg`** (bis Catalina, `mode:
"legacy_dmg"`): das ist bereits ein fertiges, bootfaehiges Volume.
`createinstallmedia` braucht es gar nicht erst — Apples eigenes
Bordmittel `asr restore --source ... --target ... --erase --noprompt`
schreibt es direkt und sauber auf den Stick (etablierte Technik, siehe
Quellen unten). Kein App-Download, kein `createinstallmedia` noetig.
In beiden Faellen: **kein zweiter Download**, die Datei aus der Bibliothek
wird 1:1 weiterverwendet.
## Zukunftssicherheit
Bei der Apple-Quelle fragt `softwareupdate --list-full-installers`
Apples eigene Server live ab — genau wie der Katalog-Check im Docker-Tool,
nur eben Apples eigenes Tool statt eigenem Parser. Neue macOS-Versionen
tauchen automatisch in der Liste auf.
Bei der Bibliotheks-Quelle haengt die Auswahl logischerweise davon ab, was
das Docker-Tool zuletzt heruntergeladen hat — dafuer aber komplett ohne
Internetzugriff nutzbar.
## Nutzung
```bash
cd native-macos
chmod +x create-stick.sh # falls das Ausfuehr-Bit beim Kopieren verloren ging
./create-stick.sh
```
Fragt zuerst den **Modus** ab (Einzel-Stick oder Multiboot-Stick), dann
fuehrt es durch die passenden Schritte (reines Terminal-Menue, keine
externen Abhaengigkeiten — nur `softwareupdate`, `diskutil`,
`PlistBuddy`, `installer`, `asr`, `createinstallmedia`, alles Bordmittel).
### Modus 1: Einzelner Stick (4 Schritte)
1. **Quelle + Version waehlen** — Apple-Server oder lokale Bibliothek
(Pfad wird abgefragt, Default rät `../downloads/library` relativ zum
Script — passt, wenn das komplette Projekt kopiert wurde).
2. **Installer-Payload besorgen** — je nach Quelle/Modus: Download via
`softwareupdate`, Entpacken via `installer -pkg`, oder (legacy_dmg
aus der Bibliothek) gar nichts, das Image liegt schon bereit.
3. **USB-Stick auswaehlen** — Liste nur externer, physischer Laufwerke
(`diskutil list -plist external physical`), danach Sicherheitsabfrage:
exakter Geraetepfad muss nochmal eingetippt werden, bevor irgendwas
geloescht wird.
4. **Schreiben** — je nach Modus entweder `createinstallmedia
--nointeraction` (Apple-Quelle und Bibliothek/Big-Sur+) oder
`diskutil eraseDisk` + `asr restore --erase` (Bibliothek,
bis Catalina). Beides mit `sudo`, live-Ausgabe im Terminal.
### Modus 2: Multiboot-Stick (5 Schritte)
Ein Stick, **mehrere** macOS-Versionen gleichzeitig — frei mischbar aus
Apple-Server und lokaler Bibliothek (z.B. eine Version per Download, zwei
weitere aus der Offline-Bibliothek, in einem Lauf).
1. **Versionen auswaehlen** — kombinierte Liste aus Apple-Server +
Bibliothek, Mehrfachauswahl per Komma (`1,3,4`), 2 bis 8 Versionen.
2. **Payloads besorgen** — pro gewaehlter Version wie in Modus 1, Schritt
2 (Download/Entpacken/direktes Image), nacheinander.
3. **USB-Stick auswaehlen** — wie Modus 1, plus **Groessen-Check**: die
Summe aus geschaetztem Platzbedarf je Version (inkl. Sicherheitspuffer:
+33% bei `createinstallmedia`-Versionen, +5% bei reinen Image-Restores,
jeweils mit Mindestgroesse) wird gegen die Stick-Kapazitaet geprueft.
Reicht der Platz nicht, bricht das Script **vor** jeder Aenderung am
Stick mit klarer Meldung ab.
4. **Partitionieren** — `diskutil partitionDisk` legt fuer jede gewaehlte
Version eine eigene HFS+-Partition mit eindeutigem Label an (GPT-Schema
mit automatischer EFI-Partition). Die letzte Partition bekommt den
restlichen Platz (`R`), um Rundungsverluste zu vermeiden.
5. **Partitionen beschreiben** — pro Partition laeuft `createinstallmedia
--volume ...` bzw. `asr restore --target ...` genau wie im Einzel-Modus,
nur gezielt gegen die jeweils eigene Partition statt gegen die ganze
Platte. Beide Tools reformatieren dabei ausschliesslich ihr eigenes
Zielvolume — die anderen Partitionen bleiben unberuehrt. Schlaegt eine
Version fehl, fragt das Script ob mit den restlichen weitergemacht
werden soll, statt den ganzen Lauf stillschweigend abzubrechen.
Am Ziel-Mac zeigt der Boot-Picker (Option/Alt beim Start) danach jede
erfolgreich geschriebene Version als eigenen Eintrag — das ist dieselbe,
in der Community etablierte Partitionierungstechnik, die auch das
Docker/Linux-Tool dieses Projekts fuer seinen `dd`-basierten Multiboot-Weg
nutzt.
## Grenzen
- Nur macOS 10.15+ (Catalina oder neuer) als **Host**, auf dem das Script
laeuft — das Zielsystem, auf das installiert wird, kann trotzdem
jede von Apple unterstuetzte Version sein. Diese Einschraenkung gilt nur
fuer die Apple-Download-Quelle (`softwareupdate --fetch-full-installer`);
`installer`/`asr` funktionieren grundsaetzlich auch auf aelteren Hosts.
- Multiboot-Groessenschaetzung ist ein **Puffer, keine Garantie** — bei
sehr knapp bemessenen Sticks im Zweifel weniger Versionen waehlen oder
einen groesseren Stick nehmen.
- **Ungetestet auf echtem Mac.** Die komplette Ablauflogik (Modus- und
Quellenwahl, Mehrfachauswahl-Parsing, Groessen-/Puffer-Berechnung,
Label-Vergabe, Partitionierung, sequentielles Schreiben inkl.
Fehlerpfade) wurde unter Linux mit gestubbten `softwareupdate` /
`diskutil` / `PlistBuddy` / `installer` / `asr` /
`createinstallmedia`-Bordmitteln end-to-end durchgespielt — Einzel-Modus
(Apple- und Bibliotheks-Quelle), Multiboot mit reinen Apple-Downloads
und Multiboot mit gemischten Apple+Bibliotheks-Quellen liefen dabei
jeweils fehlerfrei bis zum Abschluss durch, inklusive Sicherheitsabbruch
bei falscher Bestaetigung. Der eigentliche `installer`/`asr`/
`createinstallmedia`-Lauf selbst ist nur gegen offizielle Apple-Doku/
Community-Quellen verifiziert, nicht live auf einem Mac getestet.
## Quellen (fuer den asr-Weg, live nachgeschlagen)
- Apple Developer/Community — `asr restore` ist das Bordmittel fuer
Block-Level-Restores von Disk Images, seit jeher Teil von macOS.
- Cody Krieger — "Creating bootable macOS Sierra installation media on
macOS Catalina": beschreibt exakt den `diskutil eraseDisk` +
`asr restore --erase`-Ablauf fuer aeltere macOS-Installer.