ARIA b1423ffb6e Dashboard-Auth: Hermes-eigene Auth nicht mehr Pflicht, Caddy reicht
Dashboard bindet seit dem Caddy-Umbau nur noch auf 127.0.0.1 -- Hermes'
Auth-Gate engagiert sich laut eigener Fehlermeldung NUR bei einem
0.0.0.0-Bind, greift also gar nicht mehr. HERMES_DASHBOARD_PASSWORD_HASH
ist damit optional statt Pflicht (kein docker-compose-Abbruch mehr bei
leerem Wert), der dashboard: basic_auth-Block in config.yaml.example ist
standardmaessig auskommentiert. Caddy (TLS + eigene Basic-Auth) bleibt
die einzige im Normalbetrieb noetige Auth-Schicht. README/.env.example
entsprechend entschlackt -- Hash-Erzeugen + Dollarzeichen-Escaping nur
noch als Fallback dokumentiert, falls der Bind mal wieder auf 0.0.0.0
wandert.
2026-07-19 22:15:26 +00:00

Hermes Agent — Claude-Max-Proxy + Hermes selbst, alles auf einer Maschine

Repliziert den Proxy-Trick, den wir fuer ARIA nutzen: claude-max-api-proxy (npm) wrappt die Claude Code CLI — angemeldet mit deiner Claude-Max- Subscription — als OpenAI-kompatiblen /v1/chat/completions-Endpoint. Hermes Agent (Nous Research, CLI/Desktop-Agent) redet darueber mit Claude, ohne API-Kosten — laeuft ueber die Subscription, nicht ueber Anthropic-API-Billing.

Entscheidung (Stefan): Hermes Agent selbst laeuft auf DERSELBEN Maschine wie dieser Proxy-Stack — alles was zu Hermes gehoert auf eine Box, minimale Latenz, nur ein Rechner zum Pflegen. ARIA bleibt komplett unangetastet (eigenes Docker-Netz hermes-net, eigenes Claude-CLI-Login-Volume, kein gemeinsamer Container, laeuft ja ohnehin auf einer anderen Maschine als Hermes).

Architektur

hermes-agent (Nous Research, network_mode: host)
        |  HTTP, Authorization: Bearer <TOKEN>, http://localhost:8447/v1
        v
  hermes-gateway  (Port 8447, NUR auf 127.0.0.1 gebunden)
        |  prueft Bearer-Token, sonst 401
        v
  hermes-proxy    (Port 3456, NUR docker-intern im hermes-net erreichbar)
        |  claude-max-api-proxy -> Claude Code CLI (Claude-Max-Login)
        v
     Anthropic (ueber deine Claude-Max-Subscription)

hermes-agent-dashboard (0.0.0.0:9119, Hermes' eigenes Web-UI/Setup, per
                         Basic-Auth gesichert seit 19.07.2026 — Stefans
                         Entscheidung, siehe Sicherheitshinweis)

Warum das Gateway trotzdem noch da ist, obwohl alles auf einer Maschine laeuft: hermes-proxy selbst hat keine Authentifizierung (genau wie ARIAs Proxy) — jeder andere Container im selben Docker-Host koennte sonst unbemerkt Deine Claude-Max-Subscription mitbenutzen. Das Gateway (proxy-patches/gateway.js, pure Node, keine Extra-Deps) prueft den Authorization: Bearer <TOKEN>-Header gegen ein Shared Secret, bevor irgendwas an hermes-proxy weitergeleitet wird. Seit "alles auf einer Maschine" bindet das Gateway nur noch auf 127.0.0.1, nicht mehr nach aussen — kein anderer Rechner kommt mehr direkt ran.

Was uebernommen wurde (1:1 aus ARIAs Proxy-Setup)

  • Sed-Patches an der npm-CLI-Bridge (host-binding, --dangerously-skip-permissions, echter --system-prompt-Kanal, 24h-Timeout, Prompt via stdin) — generische Infra-Fixes, nicht ARIA-spezifisch.
  • Adapter-Patches (proxy-patches/openai-to-cli.js, cli-to-openai.js) — die OpenAI-tools <-> <tool_call>-Text-Bruecke. Generisch, 1:1 uebernommen.
  • NICHT uebernommen: ARIAs routes.js-Patch (Live-Tool-Stream/Not-Aus fuers Diagnostic-UI, ARIA-Bridge-spezifisch). Stattdessen gibt's hier das eigene gateway.js fuer die Auth, die ARIA in der Form nicht braucht.

Setup

  1. Hermes-Agent-Sourcecode daneben klonen (das offizielle Docker-Image liegt nicht auf Docker Hub, sondern wird per build: aus dem Repo gebaut):

    cd /pfad/zum/deploy-ziel
    git clone https://github.com/NousResearch/hermes-agent.git hermes-agent-src
    

    (dieser Clone ist in .gitignore — bleibt lokal, wandert nicht in unser Repo)

  2. .env anlegen:

    cp .env.example .env
    openssl rand -hex 32   # Ausgabe in .env bei HERMES_GATEWAY_TOKEN eintragen
    
  3. Model-Config fuer Hermes seeden (einmalig, VOR dem ersten Start — danach fasst Hermes die Datei nicht mehr an):

    mkdir -p hermes-data/agent-home
    cp hermes-agent-config/config.yaml.example hermes-data/agent-home/config.yaml
    

    Die Datei zeigt Hermes per provider: custom auf unseren hermes-gateway (http://localhost:${HERMES_GATEWAY_PORT}/v1) — ${HERMES_GATEWAY_PORT}/${HERMES_GATEWAY_TOKEN} werden von Hermes selbst beim Config-Laden aus den Container-Env-Vars expandiert, die kommen aus Deiner .env. Kein manuelles Ausfuellen noetig.

  4. Dashboard-Auth: NICHT mehr noetig, ueberspringen. (Historie: war zwischenzeitlich Pflicht, solange hermes-agent-dashboard mit --host 0.0.0.0 lief — Hermes verweigert diesen Bind hart ohne registrierten Auth-Provider: Refusing to bind dashboard to 0.0.0.0 — the auth gate engages on non-loopback binds, but no auth providers are registered. Seit Schritt 5 unten (Caddy) bindet das Dashboard aber nur noch auf 127.0.0.1 — Hermes' Auth-Gate engagiert sich laut eigener Fehlermeldung NUR bei einem 0.0.0.0-Bind, hier greift's also gar nicht. Caddy macht die eigentliche Absicherung nach aussen. HERMES_DASHBOARD_USER/ _PASSWORD_HASH in .env koennen leer bleiben, kein Hash-Erzeugen mehr noetig.)

    Nur falls Du den Dashboard-Bind mal wieder direkt auf 0.0.0.0 stellst (z.B. um ohne Caddy zu testen), brauchst Du das wieder — dann in hermes-agent-config/config.yaml.example (bzw. Deiner echten config.yaml) den auskommentierten dashboard:-Block reaktivieren und HERMES_DASHBOARD_PASSWORD_HASH in .env setzen (Anleitung dazu direkt im Kommentar über dem Block, inkl. Dollarzeichen-Escaping-Falle).

  5. TLS-Reverse-Proxy (Caddy) einrichten — macht Port 443 von aussen erreichbar, Dashboard bleibt intern auf 127.0.0.1:

    a. Selbstsigniertes Zertifikat, 100 Jahre gueltig (bewusst kein Let's Encrypt — kein Domain-/Port-80-Zwang, kein Renewal je wieder noetig). Erzeugt sich automatisch — kein manueller Schritt mehr noetig: der caddy-Container prueft beim Start, ob in hermes-data/caddy-certs/ schon ein Zertifikat liegt, und wenn nicht, installiert er sich kurz openssl (per apk) und erzeugt es selbst (siehe command:-Block im caddy-Service in docker-compose.yml). Einmalig generiert, danach persistent im Volume — ueberlebt docker compose up/Neustarts, wird nicht bei jedem Start neu gebaut.

    Falls Du's doch manuell/mit eigenem /CN (z.B. Server-IP) erzeugen willst, geht das weiterhin von Hand — dann einfach VOR dem ersten Hochziehen selbst nach hermes-data/caddy-certs/dashboard.{crt,key} legen, der Auto-Generate-Check ueberspringt die Erzeugung dann:

    mkdir -p hermes-data/caddy-certs
    openssl req -x509 -nodes -newkey rsa:4096 \
      -keyout hermes-data/caddy-certs/dashboard.key \
      -out hermes-data/caddy-certs/dashboard.crt \
      -days 36500 \
      -subj "/CN=hermes-dashboard"
    

    b. Caddy-Basic-Auth-Hash erzeugen (EIGENER Hash, nicht derselbe wie bei Schritt 4 — Caddy will bcrypt, Hermes' Hash ist pbkdf2):

    docker run --rm caddy:2-alpine caddy hash-password --plaintext 'DEIN-PASSWORT'
    

    Output in .env bei CADDY_BASIC_AUTH_HASH eintragen, danach — gleiche Dollarzeichen-Falle wie bei Schritt 4 (bcrypt-Hashes haben auch rohe $-Zeichen drin) — escapen:

    sed -i '/^CADDY_BASIC_AUTH_HASH=/ s/\$/$$/g' .env
    

    HERMES_DASHBOARD_USER aus Schritt 4 wird wiederverwendet (dasselbe Login gilt fuer beide Auth-Schichten).

  6. Stack starten:

    docker compose up -d
    

    Baut beim ersten Mal das Hermes-Image aus hermes-agent-src (dauert ein paar Minuten), startet dann hermes-proxy, hermes-gateway, hermes-agent (Gateway/Messaging-Prozess), hermes-agent-dashboard und caddy. Falls CADDY_BASIC_AUTH_HASH noch leer ist: caddy bricht beim Start ab, die anderen laufen trotzdem — Wert nachtragen (Schritt 5b), dann docker compose up -d caddy. HERMES_DASHBOARD_PASSWORD_HASH darf leer bleiben (siehe Schritt 4).

  7. Einmalig Claude-CLI-Login (oeffnet Browser-OAuth mit deiner Claude-Max-Subscription):

    docker exec -it hermes-proxy claude
    

    Danach liegen die Credentials persistent in hermes-data/claude-config/ — ueberlebt Container-Restarts.

  8. Testen, dass der Proxy laeuft:

    curl -s http://127.0.0.1:${HERMES_GATEWAY_PORT:-8447}/v1/chat/completions \
      -H "Content-Type: application/json" \
      -H "Authorization: Bearer <HERMES_GATEWAY_TOKEN aus .env>" \
      -d '{"model":"sonnet","messages":[{"role":"user","content":"Sag Hallo"}]}'
    

    Ohne oder mit falschem Bearer-Token gibt's 401 unauthorized.

  9. Mit Hermes chatten:

    docker exec -it hermes-agent hermes chat
    

    oder das Dashboard im Browser oeffnen: https://<diese-maschine> (Port 443, kein :9119 mehr — der ist jetzt nur noch intern). Browser meldet beim ersten Aufruf "Zertifikat nicht vertrauenswuerdig" (weil selbstsigniert, nicht von einer oeffentlichen CA) — einmalig als Ausnahme akzeptieren ("Trotzdem fortfahren" o.ae.), danach fragt Caddy den Basic-Auth-Login aus Schritt 5b ab. Traffic ist ab hier durchgehend TLS-verschluesselt, kein SSH-Tunnel mehr noetig.

Mobiler Client (Android)?

Zwei GRUNDVERSCHIEDENE Richtungen, nicht verwechseln:

  • Unser Proxy oben (hermes-gateway -> hermes-proxy): Claude ALS Backend FUER Hermes. Kein Client redet direkt damit ausser Hermes selbst.
  • Hermes' EIGENER OpenAI-kompatibler API-Server (API_SERVER_HOST / API_SERVER_KEY, auskommentiert im hermes-agent-Service): Hermes ALS Server FUER einen Chat-Client. Aktivieren + API_SERVER_KEY in .env setzen, dann kann ein Client wie gpt_mobile oder Maid (Open Source, Android, freier base_url+Key, kein Messenger — siehe Chat-Verlauf) sich direkt gegen Hermes verbinden. Fuer sowas wie die ARIA-App (Wake-Word, Sprachsteuerung, TTS) braeuchte man dagegen einen eigenen App-Build — kein fertiges Produkt zum Runterladen.

Sicherheitshinweis

hermes-gateway bindet nur auf 127.0.0.1 — von aussen kommt niemand mehr ran, solange Du nicht selbst was aendertst (z.B. fuer den mobilen API-Server oben, oder falls Hermes doch mal auf eine zweite Maschine zieht).

hermes-agent-dashboard bindet seit dem 19.07.2026, spaeter Abend, wieder auf 127.0.0.1 — von aussen nicht mehr direkt erreichbar. Davor steht seitdem caddy (Service in docker-compose.yml, Config in Caddyfile): terminiert TLS auf Port 443 mit einem selbstsignierten 100-Jahre-Zertifikat (Setup-Schritt 5a) und erzwingt eine EIGENE Basic-Auth-Schicht (Setup-Schritt 5b, eigener bcrypt-Hash in CADDY_BASIC_AUTH_HASH — nicht derselbe wie Hermes' pbkdf2-Hash). Zwei Gruende fuer die doppelte Auth statt nur auf Hermes' eigene zu vertrauen:

  1. Hermes' Auth-Gate "engagiert" laut eigener Fehlermeldung nur bei einem 0.0.0.0-Bind — auf 127.0.0.1 (das Caddy anspricht) ist nicht garantiert, dass dashboard.basic_auth noch durchgesetzt wird.
  2. Selbst wenn doch: zwei unabhaengige Schichten sind ohnehin robuster als eine, falls in Zukunft mal eine davon falsch konfiguriert wird.

Das war vorher (kurzzeitig, testweise) 0.0.0.0 OHNE TLS — Passwort ging als Basic-Auth im Klartext raus. Ist jetzt behoben: einziger von aussen offene Port ist 443, durchgehend verschluesselt.

Das Zertifikat ist selbstsigniert (keine oeffentliche CA dahinter) — Browser zeigen beim ersten Aufruf eine Warnung, die Du einmalig als Ausnahme akzeptierst (Details siehe Setup-Schritt 9). Wer eine "echte", warnungsfreie CA-Kette will, braucht dafuer eine oeffentliche Domain + Let's Encrypt — war hier bewusst nicht der Plan.

Generell gilt: wenn Du HERMES_GATEWAY_PORT, API_SERVER_HOST oder den Dashboard-Port (9119) doch mal direkt nach aussen exposest (statt ueber Caddy), ist der Traffic unverschluesseltes HTTP, kein TLS. Nicht direkt ins offene Internet haengen — SSH-Tunnel, WireGuard/Tailscale oder eben den Caddy-Reverse-Proxy davorschalten.

Verzeichnisse (nicht committet, siehe .gitignore)

  • hermes-agent-src/ — geklonter Hermes-Agent-Sourcecode (Docker-Build-Context)
  • hermes-data/claude-config/ — Claude-CLI-Login (Browser-OAuth-Session)
  • hermes-data/agent-home/ — Hermes' ~/.hermes-Aequivalent: Config (config.yaml, aus hermes-agent-config/config.yaml.example geseedet), Sessions, Memory, Skills, .env
  • hermes-data/caddy-certs/ — selbstsigniertes 100-Jahre-Zertifikat (dashboard.crt/dashboard.key, Setup-Schritt 5a) — Private Key, niemals committen
  • hermes-data/caddy-data/, hermes-data/caddy-config/ — Caddys eigener Runtime-State (nicht von Dir angefasst)
  • .env — Secrets (Token, ggf. API_SERVER_KEY, Basic-Auth-Hashes)

Wo deployen?

Diese Compose-Datei ist ortsunabhaengig. Stefan deployt sie selbst auf der Ziel-Maschine (nicht aria-wohnung — komplett getrennt von ARIA). Repo klonen, die drei Setup-Schritte oben (Hermes-Source klonen, .env, Config seeden), dann docker compose up -d.

S
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