ARIA 9ea72886dd feat(fast-paths): Universeller Fast-Path-Layer -- Steuerbefehle ohne LLM-Roundtrip
Motivation: selbst mit allen bisherigen Proxy-Fixes braucht jede Nachricht
mindestens einen vollen LLM-Turn (mehrere Sekunden). Fuer "pause" oder
"naechstes Lied" unnoetig langsam -- Alexa & Co. loesen sowas ohne
generatives Modell per Intent-Klassifikation in Millisekunden.

Neues Hermes-Plugin fast-paths/, haengt am pre_gateway_dispatch-Hook
(feuert bei JEDER eingehenden Nachricht auf JEDER Plattform, noch VOR
Auth/Pairing und Agent-Dispatch -- gefunden im echten Hermes-Sourcecode,
hermes_cli/plugins.py + gateway/run.py). Matcht der normalisierte Text
gegen eine Regex, wird der Handler direkt ausgefuehrt und das LLM komplett
uebersprungen. Ein File pro Skill unter patterns/ (analog zu ARIAs eigenen
fast_patterns), erster Skill: patterns/spotify.py (pause/next/previous/
volume/current, plus "spiel Playlist X auf Geraet Y ab" per Fuzzy-Match
ohne LLM fuer den Freitext-Namen).

Sicherheit: pre_gateway_dispatch feuert VOR Hermes' eigener Autorisierung
-- der Loader prueft deshalb explizit gateway._is_user_authorized() vor
jedem Pattern-Treffer, sonst koennte ein nicht autorisierter Absender per
Fast-Path an Hermes vorbei Aktionen ausloesen. Handler koennen sich zudem
bewusst per Rueckgabe None zurueckziehen (z.B. mehrdeutiger Playlist-Name)
und faellen dann normal ans LLM zurueck statt zu raten.

Lokal verifiziert (Testharness auf aria-wohnung, Hermes' eigenen
_load_directory_module-Lademechanismus nachgebaut, gemockter SpotifyClient):
Matching, Sicherheits-Check bei nicht autorisiertem Sender, Fuzzy-Match
fuer Playlist+Geraet, und mehrere Regression-Faelle gegen False-Positives
bei laengeren/anderen Saetzen -- alle Faelle bestehen.

docker-compose.yml: neuer verschachtelter Read-Only-Mount
./fast-paths -> /opt/data/plugins/fast-paths (User-Plugin-Pfad unter
$HERMES_HOME). Muss zusaetzlich einmalig in config.yaml unter
plugins.enabled aktiviert werden (Hermes-Plugins sind Opt-in) -- siehe
README.md und fast-paths/README.md.
2026-07-20 16:17:29 +00:00

Hermes Agent — Claude-Max-Proxy + Hermes selbst, alles auf einer Maschine

Repliziert den Proxy-Trick, den wir fuer ARIA nutzen: claude-max-api-proxy (npm) wrappt die Claude Code CLI — angemeldet mit deiner Claude-Max- Subscription — als OpenAI-kompatiblen /v1/chat/completions-Endpoint. Hermes Agent (Nous Research, CLI/Desktop-Agent) redet darueber mit Claude, ohne API-Kosten — laeuft ueber die Subscription, nicht ueber Anthropic-API-Billing.

Entscheidung (Stefan): Hermes Agent selbst laeuft auf DERSELBEN Maschine wie dieser Proxy-Stack — alles was zu Hermes gehoert auf eine Box, minimale Latenz, nur ein Rechner zum Pflegen. ARIA bleibt komplett unangetastet (eigenes Docker-Netz hermes-net, eigenes Claude-CLI-Login-Volume, kein gemeinsamer Container, laeuft ja ohnehin auf einer anderen Maschine als Hermes).

Architektur

hermes-agent (Nous Research, network_mode: host)
        |  HTTP, Authorization: Bearer <TOKEN>, http://localhost:8447/v1
        v
  hermes-gateway  (Port 8447, NUR auf 127.0.0.1 gebunden)
        |  prueft Bearer-Token, sonst 401
        v
  hermes-proxy    (Port 3456, NUR docker-intern im hermes-net erreichbar)
        |  claude-max-api-proxy -> Claude Code CLI (Claude-Max-Login)
        v
     Anthropic (ueber deine Claude-Max-Subscription)

hermes-agent (EIN Container, s6 supervisiert Gateway + Dashboard als
              Geschwister-Prozesse via HERMES_DASHBOARD=1):
  - Gateway-Prozess: Messaging-Bruecke, redet mit Claude wie oben
  - Dashboard-Prozess: 127.0.0.1:9119, Hermes' eigenes Web-UI, nur intern
                        erreichbar
        ^
        |  reverse_proxy (Dashboard-Port)
        v
     caddy (0.0.0.0:443, TLS + Basic-Auth — einzige Auth-/TLS-Schicht,
            siehe Sicherheitshinweis)

Wichtig, Kurskorrektur 20.07.2026: Gateway und Dashboard liefen anfangs in ZWEI getrennten Containern (hermes-agent + hermes-agent-dashboard, jeweils dasselbe Image mit anderem command:). Das verursachte zwei reale Bugs: Dashboard zeigte den Gateway-Status immer als "Stopped" (die Status- Pruefung ist eine LOKALE Prozess-Inspektion im eigenen Container, nicht per Netzwerk-Call — im getrennten Container sah sie den Gateway-Prozess nie), und der "Restart Gateway"-Button im Dashboard scheiterte mit no such gateway 'default' (der Button loest s6-Services im EIGENEN Container auf, im Dashboard-Container gab's aber keinen). Der Startup-Log hatte den Hinweis die ganze Zeit schon dabei: "dashboard supervised alongside if HERMES_DASHBOARD is set. This is the recommended setup for the s6 container image." Jetzt EIN hermes-agent-Container mit HERMES_DASHBOARD=1 + HERMES_DASHBOARD_HOST=127.0.0.1 — kein separater Dashboard-Service mehr.

Warum das Gateway trotzdem noch da ist, obwohl alles auf einer Maschine laeuft: hermes-proxy selbst hat keine Authentifizierung (genau wie ARIAs Proxy) — jeder andere Container im selben Docker-Host koennte sonst unbemerkt Deine Claude-Max-Subscription mitbenutzen. Das Gateway (proxy-patches/gateway.js, pure Node, keine Extra-Deps) prueft den Authorization: Bearer <TOKEN>-Header gegen ein Shared Secret, bevor irgendwas an hermes-proxy weitergeleitet wird. Seit "alles auf einer Maschine" bindet das Gateway nur noch auf 127.0.0.1, nicht mehr nach aussen — kein anderer Rechner kommt mehr direkt ran.

Was uebernommen wurde (1:1 aus ARIAs Proxy-Setup)

  • Sed-Patches an der npm-CLI-Bridge (host-binding, --dangerously-skip-permissions, echter --system-prompt-Kanal, 24h-Timeout, Prompt via stdin) — generische Infra-Fixes, nicht ARIA-spezifisch.
  • Adapter-Patches (proxy-patches/openai-to-cli.js, cli-to-openai.js) — die OpenAI-tools <-> <tool_call>-Text-Bruecke. Generisch, 1:1 uebernommen.
  • NICHT uebernommen: ARIAs routes.js-Patch (Live-Tool-Stream/Not-Aus fuers Diagnostic-UI, ARIA-Bridge-spezifisch). Stattdessen gibt's hier das eigene gateway.js fuer die Auth, die ARIA in der Form nicht braucht.

Setup

  1. Hermes-Agent-Sourcecode daneben klonen (das offizielle Docker-Image liegt nicht auf Docker Hub, sondern wird per build: aus dem Repo gebaut):

    cd /pfad/zum/deploy-ziel
    git clone https://github.com/NousResearch/hermes-agent.git hermes-agent-src
    

    (dieser Clone ist in .gitignore — bleibt lokal, wandert nicht in unser Repo)

  2. .env anlegen:

    cp .env.example .env
    openssl rand -hex 32   # Ausgabe in .env bei HERMES_GATEWAY_TOKEN eintragen
    
  3. Model-Config fuer Hermes seeden (einmalig, VOR dem ersten Start — danach fasst Hermes die Datei nicht mehr an):

    mkdir -p hermes-data/agent-home
    cp hermes-agent-config/config.yaml.example hermes-data/agent-home/config.yaml
    

    Die Datei zeigt Hermes per provider: custom auf unseren hermes-gateway (http://localhost:${HERMES_GATEWAY_PORT}/v1) — ${HERMES_GATEWAY_PORT}/${HERMES_GATEWAY_TOKEN} werden von Hermes selbst beim Config-Laden aus den Container-Env-Vars expandiert, die kommen aus Deiner .env. Kein manuelles Ausfuellen noetig.

  4. TLS-Reverse-Proxy (Caddy) einrichten — macht Port 443 von aussen erreichbar, Dashboard bleibt intern auf 127.0.0.1:

    Hermes' eigenes Dashboard-Auth-Gate (dashboard.basic_auth in config.yaml + HERMES_DASHBOARD_PASSWORD_HASH) ist bewusst NICHT mehr Teil des Setups (aufgeraeumt am 19.07.2026, spaeter Abend/20.07.2026) — das Gate engagiert sich laut eigener Fehlermeldung ohnehin nur bei einem 0.0.0.0-Bind, und das Dashboard bindet fest auf 127.0.0.1 (HERMES_DASHBOARD_HOST im hermes-agent-Service, siehe docker-compose.yml). Die komplette Absicherung nach aussen laeuft ausschliesslich ueber Caddy unten — ein Auth-Layer statt zwei, weniger Setup-Schritte, weniger Verwirrung.

    a. Selbstsigniertes Zertifikat, 100 Jahre gueltig (bewusst kein Let's Encrypt — kein Domain-/Port-80-Zwang, kein Renewal je wieder noetig). Erzeugt sich automatisch — kein manueller Schritt mehr noetig: der caddy-Container prueft beim Start, ob in hermes-data/caddy-certs/ schon ein Zertifikat liegt, und wenn nicht, installiert er sich kurz openssl (per apk) und erzeugt es selbst (siehe command:-Block im caddy-Service in docker-compose.yml). Einmalig generiert, danach persistent im Volume — ueberlebt docker compose up/Neustarts, wird nicht bei jedem Start neu gebaut.

    Falls Du's doch manuell/mit eigenem /CN (z.B. Server-IP) erzeugen willst, geht das weiterhin von Hand — dann einfach VOR dem ersten Hochziehen selbst nach hermes-data/caddy-certs/dashboard.{crt,key} legen, der Auto-Generate-Check ueberspringt die Erzeugung dann:

    mkdir -p hermes-data/caddy-certs
    openssl req -x509 -nodes -newkey rsa:4096 \
      -keyout hermes-data/caddy-certs/dashboard.key \
      -out hermes-data/caddy-certs/dashboard.crt \
      -days 36500 \
      -subj "/CN=hermes-dashboard"
    

    b. Caddy-Basic-Auth-Hash erzeugen (bcrypt, das einzige Auth-Secret das es jetzt noch braucht):

    docker run --rm caddy:2-alpine caddy hash-password --plaintext 'DEIN-PASSWORT'
    

    Output in .env bei CADDY_BASIC_AUTH_HASH eintragen, danach — Dollarzeichen-Falle (bcrypt-Hashes haben rohe $-Zeichen drin, Docker Compose interpretiert $xyz in .env-Werten sonst als eigene Variablen-Referenz und ersetzt still durch Leerstring) — escapen:

    sed -i '/^CADDY_BASIC_AUTH_HASH=/ s/\$/$$/g' .env
    

    HERMES_DASHBOARD_USER aus Schritt 2 (.env) wird als Login-Name wiederverwendet.

  5. Stack starten:

    docker compose up -d
    

    Baut beim ersten Mal das Hermes-Image aus hermes-agent-src (dauert ein paar Minuten), startet dann hermes-proxy, hermes-gateway, hermes-agent (EIN Container, s6 supervisiert darin Gateway UND Dashboard zusammen, siehe Architektur oben) und caddy. Falls CADDY_BASIC_AUTH_HASH noch leer ist: caddy bricht beim Start ab, die anderen laufen trotzdem — Wert nachtragen (Schritt 4b), dann docker compose up -d caddy.

  6. Einmalig Claude-CLI-Login (oeffnet Browser-OAuth mit deiner Claude-Max-Subscription):

    docker exec -it hermes-proxy claude
    

    Danach liegen die Credentials persistent in hermes-data/claude-config/ — ueberlebt Container-Restarts.

  7. Testen, dass der Proxy laeuft:

    curl -s http://127.0.0.1:${HERMES_GATEWAY_PORT:-8447}/v1/chat/completions \
      -H "Content-Type: application/json" \
      -H "Authorization: Bearer <HERMES_GATEWAY_TOKEN aus .env>" \
      -d '{"model":"sonnet","messages":[{"role":"user","content":"Sag Hallo"}]}'
    

    Ohne oder mit falschem Bearer-Token gibt's 401 unauthorized.

  8. Mit Hermes chatten:

    docker exec -it hermes-agent hermes chat
    

    oder das Dashboard im Browser oeffnen: https://<diese-maschine> (Port 443, kein :9119 mehr — der ist jetzt nur noch intern). Browser meldet beim ersten Aufruf "Zertifikat nicht vertrauenswuerdig" (weil selbstsigniert, nicht von einer oeffentlichen CA) — einmalig als Ausnahme akzeptieren ("Trotzdem fortfahren" o.ae.), danach fragt Caddy den Basic-Auth-Login aus Schritt 4b ab. Traffic ist ab hier durchgehend TLS-verschluesselt, kein SSH-Tunnel mehr noetig.

Toolsets aktivieren (Spotify & Co.)

Neu, sonst fragt Hermes nie nach Zugangsdaten und antwortet stattdessen mit "ich hab keinen Zugriff auf Spotify/dein Handy/etc." — kein Bug, nur unkonfiguriert: Hermes' Toolsets (Spotify, Kalender, Browser, …) sind bei einer frischen Installation ALLE deaktiviert, komplett Opt-in pro Plugin. Solange nichts eingeschaltet ist, schickt Hermes gar kein tools-Feld an unseren Proxy — Claude sieht ehrlich keine Tools und antwortet entsprechend ehrlich "kann ich nicht", obwohl der Proxy selbst (openai-to-cli.js) technisch laengst faehig ist, <tool_call>-Tools zu injizieren (genau derselbe Mechanismus wie bei ARIA).

Toolset einschalten (interaktives TUI im Container):

docker exec -it hermes-agent hermes tools

Zum gewuenschten Plugin runterscrollen (z.B. 🎵 Spotify), mit Leertaste an, mit s speichern.

Login/OAuth fuers Toolset:

docker exec -it hermes-agent hermes auth spotify

Bei Spotify z.B. keine geteilte Drittanbieter-App — Hermes fuehrt Dich durch das Anlegen einer eigenen minimalen Spotify-Dev-App (nur Client-ID, kein Secret, PKCE-Flow) auf developer.spotify.com/dashboard inkl. der einzutragenden Redirect-URI (http://127.0.0.1:43827/spotify/callback).

Der Login-Callback-Server laeuft dabei IM Container/auf der Remote-Maschine — fuer den Abschluss im lokalen Browser einmalig ein SSH-Port-Forward aufmachen:

ssh -N -L 43827:127.0.0.1:43827 <user>@<hermes-maschine>

Kein SSH-Port-Forward moeglich? Hermes validiert redirect_uri hart auf 127.0.0.1/localhost (kein oeffentlicher Callback moeglich), aber der lokale Listener laesst sich umgehen: scripts/spotify_manual_auth.py baut dieselbe PKCE-Autorisierungs-URL, wartet aber nicht auf den Callback, sondern fragt Dich nach dem code-Parameter, den Du von Hand aus der (fehlschlagenden) Redirect-URL in der Adressleiste kopierst. Das Ergebnis landet 1:1 im selben Format in ~/.hermes/auth.json wie beim normalen Login.

docker cp scripts/spotify_manual_auth.py hermes-agent:/tmp/spotify_manual_auth.py
docker exec -it hermes-agent python3 /tmp/spotify_manual_auth.py

Details/Ablauf stehen im Docstring des Skripts. Du kannst dabei dieselbe Spotify-Dev-App wie fuer ARIA wiederverwenden — dafuer im Spotify-Dashboard bei der bestehenden App unter Settings → Redirect URIs zusaetzlich http://127.0.0.1:43827/spotify/callback eintragen (kein neues Client-Secret noetig, PKCE braucht nur die Client-ID).

Hinweis: Free-Spotify-Account reicht fuer Suche/Playlists/Library, fuer echte Playback-Steuerung (play/pause/skip auf einem Geraet) braucht's Spotify Premium.

Gilt analog fuer jedes andere Toolset (Kalender, Browser, etc.) — immer zuerst hermes tools (einschalten), dann hermes auth <name> falls das Plugin OAuth/Login braucht.

Toolset aktiviert, Claude sagt trotzdem "kenn ich nicht" / nennt eigene Skills/MCP-Server

Root Cause (20.07.2026, im echten Code + per Live-Test verifiziert, nicht geraten): hermes-proxy laeuft mit einer echten Claude-Code-CLI-Session (npm-Paket claude-max-api-proxy wrappt @anthropic-ai/claude-code tatsaechlich als Subprocess). Diese Session hat ein eigenes Volume (./hermes-data/claude-config), kann aber auf demselben Anthropic-Account eingeloggt sein wie ARIA. Ein Account hat aber account-weite claude.ai- Connectors (z.B. Gmail/Calendar/Drive) und Claude Codes eigenes natives Skill-System — die werden in JEDER CLI-Session auf diesem Account automatisch mitgeladen, auch hier. Wenn man Claude dann explizit nach einem "Skill" fragt (z.B. "nutze Skill spotify_albums"), checkt Claude zuerst sein EIGENES, natives Skill-/MCP-System (findet dort nichts zu Spotify, dafuer Gmail/ Calendar/Drive) und ignoriert dabei die per Prompt injizierten <tool_call>-Tools (Hermes' eigentliche Plugins wie Spotify) komplett — es sind zwei parallele, konkurrierende Tool-Konzepte in derselben Session.

Fix: docker-compose.yml startet die CLI seit 367ff64+ (Sed-Patch auf manager.js) zusaetzlich mit --safe-mode — das deaktiviert fuer diese Session ALLE Customizations (Skills, Plugins, MCP-Server, CLAUDE.md, ...), eingebaute Tools (Bash/Read/...) bleiben zwar technisch an, werden aber nicht gebraucht. Danach sieht Claude in der Hermes-Proxy-Session ausschliesslich die per System-Prompt injizierten externen Tools und sollte sie auch fuer "Skill"-artige Anfragen (Spotify etc.) nutzen.

git pull
docker-compose up -d --build hermes-proxy

Test: nach dem Neustart erneut nach einem aktivierten Toolset fragen (z.B. "spiel meine Playlist Fliegen auf dem Handy ab") — Claude sollte jetzt einen <tool_call>-Block ausgeben statt "kenn ich nicht" bzw. eigene Connectors zu nennen. Falls es weiter hakt: docker logs hermes-proxy --tail 100 -f waehrend der Reproduktion pruefen ob --safe-mode tatsaechlich im gestarteten Prozess ankam (docker exec -it hermes-proxy ps aux | grep claude).

Verbindungstest ohne Chat/Claude (spotify_test_connection.py)

Wenn Claude im Dashboard-Chat was sagt wie "Spotify-Tools sind zwar gelistet, aber nicht verbunden/aktiv" ist unklar OB das stimmt oder ob Claude nur raet — eine LLM-Textantwort ist kein verlaesslicher Diagnosewert. scripts/spotify_test_connection.py prueft stattdessen direkt in Hermes' eigenem Code (denselben Funktionen, die der echte Tool-Dispatch benutzt), read-only, ohne irgendwas zu veraendern:

  1. Ist das Toolset spotify ueber hermes tools fuer irgendeine Plattform aktiviert? (~/.hermes/config.yaml -> platform_toolsets)
  2. Ist Spotify eingeloggt? (~/.hermes/auth.json -> providers.spotify)
  3. Funktioniert ein ECHTER API-Call mit dem gespeicherten Token (GET /me/player/devices, inkl. Auto-Refresh falls abgelaufen)?
docker cp scripts/spotify_test_connection.py hermes-agent:/tmp/spotify_test_connection.py
docker exec -it hermes-agent python3 /tmp/spotify_test_connection.py

Sind alle drei Punkte gruen und der Chat sagt trotzdem "kenn ich nicht" / "nicht verbunden", liegt's am Proxy bzw. am System-Prompt (siehe Abschnitt oben), nicht an Spotify selbst — dann docker logs hermes-proxy waehrend der Reproduktion pruefen. Gleiches Nutzungsmuster wie scripts/spotify_manual_auth.py (Login-Skript weiter oben).

Fast-Paths (Steuerbefehle ohne LLM-Roundtrip)

Selbst mit allen Fixes oben braucht jede Nachricht mindestens einen vollen LLM-Turn (mehrere Sekunden) — fuer "pause" oder "naechstes Lied" unnoetig langsam. fast-paths/ ist ein eigenes, universelles Plugin (ein File pro Skill, siehe fast-paths/README.md), das einfache Steuerbefehle per Regex VOR dem LLM-Aufruf abfaengt und direkt ausfuehrt — analog zu ARIAs eigenen fast_patterns. Aktuell drin: patterns/spotify.py (pause/weiter/next/previous/lauter/leiser/Lautstaerke/aktueller Titel, plus "spiel Playlist X auf Geraet Y ab" per Fuzzy-Match ohne LLM).

Einmalig aktivieren (Plugins sind bei Hermes Opt-in) — in hermes-data/agent-home/config.yaml:

plugins:
  enabled:
    - fast-paths

Dann:

git pull
docker-compose up -d --build hermes-agent

Volle Details, Sicherheitsmodell (Autorisierungspruefung VOR jedem Fast-Path-Treffer!) und Anleitung fuer neue Skills: fast-paths/README.md.

Mobiler Client (Android)?

Zwei GRUNDVERSCHIEDENE Richtungen, nicht verwechseln:

  • Unser Proxy oben (hermes-gateway -> hermes-proxy): Claude ALS Backend FUER Hermes. Kein Client redet direkt damit ausser Hermes selbst.
  • Hermes' EIGENER OpenAI-kompatibler API-Server (API_SERVER_HOST / API_SERVER_KEY, auskommentiert im hermes-agent-Service): Hermes ALS Server FUER einen Chat-Client. Aktivieren + API_SERVER_KEY in .env setzen, dann kann ein Client wie gpt_mobile oder Maid (Open Source, Android, freier base_url+Key, kein Messenger — siehe Chat-Verlauf) sich direkt gegen Hermes verbinden. Fuer sowas wie die ARIA-App (Wake-Word, Sprachsteuerung, TTS) braeuchte man dagegen einen eigenen App-Build — kein fertiges Produkt zum Runterladen.

Sicherheitshinweis

hermes-gateway bindet nur auf 127.0.0.1 — von aussen kommt niemand mehr ran, solange Du nicht selbst was aendertst (z.B. fuer den mobilen API-Server oben, oder falls Hermes doch mal auf eine zweite Maschine zieht).

Das Dashboard (s6-supervisierter Geschwister-Prozess im hermes-agent- Container, HERMES_DASHBOARD_HOST=127.0.0.1) bindet fest auf 127.0.0.1 — von aussen nicht mehr direkt erreichbar. Davor steht caddy (Service in docker-compose.yml, Config in Caddyfile): terminiert TLS auf Port 443 mit einem selbstsignierten 100-Jahre-Zertifikat (Setup-Schritt 4a) und erzwingt eine Basic-Auth-Schicht (Setup-Schritt 4b, bcrypt-Hash in CADDY_BASIC_AUTH_HASH). Caddy ist die EINZIGE Auth-/TLS-Schicht — Hermes' eigenes Dashboard-Auth-Gate (dashboard.basic_auth/ HERMES_DASHBOARD_PASSWORD_HASH) wurde bewusst komplett rausgenommen (aufgeraeumt 20.07.2026): es engagiert sich laut eigener Fehlermeldung ohnehin nur bei einem 0.0.0.0-Bind, das Dashboard bindet aber fest auf 127.0.0.1 — ein zweiter, nie greifender Auth-Layer haette nur Setup-Schritte und Verwirrung gekostet, ohne echten Sicherheitsgewinn.

Das war vorher (kurzzeitig, testweise) 0.0.0.0 OHNE TLS — Passwort ging als Basic-Auth im Klartext raus. Ist jetzt behoben: einziger von aussen offene Port ist 443, durchgehend verschluesselt.

Das Zertifikat ist selbstsigniert (keine oeffentliche CA dahinter) — Browser zeigen beim ersten Aufruf eine Warnung, die Du einmalig als Ausnahme akzeptierst (Details siehe Setup-Schritt 8). Wer eine "echte", warnungsfreie CA-Kette will, braucht dafuer eine oeffentliche Domain + Let's Encrypt — war hier bewusst nicht der Plan.

Generell gilt: wenn Du HERMES_GATEWAY_PORT, API_SERVER_HOST oder den Dashboard-Port (9119) doch mal direkt nach aussen exposest (statt ueber Caddy), ist der Traffic unverschluesseltes HTTP, kein TLS. Nicht direkt ins offene Internet haengen — SSH-Tunnel, WireGuard/Tailscale oder eben den Caddy-Reverse-Proxy davorschalten.

Troubleshooting

{"detail":"Invalid Host header. Dashboard requests must use the hostname the server was bound to."} beim Aufruf ueber Caddy: Hermes' Dashboard- Backend prueft den eingehenden Host-Header gegen den Host, an den es gebunden ist (127.0.0.1:9119) — Schutz gegen DNS-Rebinding. Caddy reicht per Default den ORIGINALEN Host-Header vom Browser durch (Deine Server-IP/Domain), den lehnt Hermes dann ab. Fix ist im Caddyfile bereits drin: der reverse_proxy-Block ueberschreibt den Host-Header explizit (header_up Host 127.0.0.1:9119), bevor die Anfrage ans Dashboard geht. Falls der Fehler trotzdem auftritt: pruefen ob Dein Caddyfile den header_up-Block im reverse_proxy 127.0.0.1:9119 { ... } wirklich enthaelt (git pull + docker-compose up -d --build caddy, kein Neubuild noetig, Caddy liest die Config beim Start neu ein).

"Restart Gateway"-Button im Dashboard zeigt ✗ no such gateway 'default': register it with 'hermes profile create default' first, or pass an existing profile name via '-p <name>', und/oder das Dashboard zeigt "Gateway Status: Stopped" obwohl der Gateway laeuft: Root Cause war eine Architektur-Inkompatibilitaet: Gateway und Dashboard liefen anfangs in ZWEI GETRENNTEN Containern (hermes-agent mit command: ["gateway", "run"] + ein separater hermes-agent-dashboard mit command: ["dashboard", ...], beide aus demselben Image). Zwei Symptome, eine Ursache:

  • Der Gateway-Status im Dashboard kommt aus einer lokalen Prozess- Inspektion (PID-Check) im eigenen Container, NICHT aus einem Netzwerk- Call — im getrennten Dashboard-Container sah dieser Check den Gateway-Prozess nie, daher immer "Stopped".
  • Der Restart-Button ruft hermes gateway restart auf, das s6-Services im eigenen Container aufloest. Im Dashboard-Container gab's dafuer keinen registrierten Service — daher no such gateway 'default'. Der echte Gateway-Prozess lief davon unbeeindruckt weiter.

Fix (seit 20.07.2026, docker-compose.yml): Gateway und Dashboard laufen jetzt als s6-supervisierte Geschwister-Prozesse in EINEM hermes-agent- Container (HERMES_DASHBOARD=1 + HERMES_DASHBOARD_HOST=127.0.0.1 im environment:-Block) — genau der vom Image selbst empfohlene Weg, siehe Startup-Log: "dashboard supervised alongside if HERMES_DASHBOARD is set. This is the recommended setup for the s6 container image." Kein separater hermes-agent-dashboard-Service mehr, kein hermes profile create default noetig. Nach git pull + docker-compose up -d --build sollten Gateway- Status UND Restart-Button im Dashboard den echten Zustand zeigen — bitte nach dem Redeploy einmal ausprobieren.

Sollte der Restart-Button trotzdem noch spinnen: als Fallback von aussen neu starten (bei s6-Auto-Restart selten noetig):

docker-compose restart hermes-agent

Chat im Dashboard bricht dauerhaft mit "Chat connection interrupted (code 1006). Reconnecting..." + "events feed disconnected — tool calls may not appear" ab, obwohl die Seite selbst (Login, Session-History) normal laedt und docker logs hermes-agent waehrend des Reconnects RUHIG bleibt (kein Guard-Token, kein Fehler, gar nichts):

Root Cause im echten Hermes-Sourcecode gefunden (hermes_cli/web_server.py, Funktion _ws_host_origin_reason), nicht geraten: der Host-Header-Fix von weiter oben loest nur die HTTP-Seite. WebSocket-Upgrades (/api/ws, /api/pub, /api/events — genau die Endpunkte hinter Chat + Events-Feed) haben einen ZWEITEN, unabhaengigen Guard, der zusaetzlich den Origin-Header prueft. Der Browser schickt als Origin immer die echte aufgerufene Adresse (Server-IP/Domain), Hermes ist aber auf 127.0.0.1 gebunden und lehnt jeden Origin ab, der nicht 127.0.0.1/localhost/::1 ist -> origin_mismatch -> WS wird sofort mit Code 4403 geschlossen (Browser zeigt das oft generisch als 1006).

Der Grund warum die Log-Suche vorher ins Leere lief: anders als /api/console und /api/pty loggen /api/ws, /api/pub und /api/events diese Ablehnung nicht — sie schliessen still. Gleicher Bug-Mechanismus wie der Host-Header-Fehler, nur eine Ebene tiefer und ohne jede Fehlermeldung.

Fix (bereits im Caddyfile): Origin-Header komplett entfernen statt ihn umzuschreiben — fehlt der Header, ueberspringt Hermes den Origin-Check komplett:

reverse_proxy 127.0.0.1:9119 {
	header_up Host 127.0.0.1:9119
	header_up -Origin
}

Nach git pull: docker-compose up -d --build caddy (Config-Reload reicht, kein Neubuild von hermes-agent noetig).

Verzeichnisse (nicht committet, siehe .gitignore)

  • hermes-agent-src/ — geklonter Hermes-Agent-Sourcecode (Docker-Build-Context)
  • hermes-data/claude-config/ — Claude-CLI-Login (Browser-OAuth-Session)
  • hermes-data/agent-home/ — Hermes' ~/.hermes-Aequivalent: Config (config.yaml, aus hermes-agent-config/config.yaml.example geseedet), Sessions, Memory, Skills, .env
  • hermes-data/caddy-certs/ — selbstsigniertes 100-Jahre-Zertifikat (dashboard.crt/dashboard.key, Setup-Schritt 4a) — Private Key, niemals committen
  • hermes-data/caddy-data/, hermes-data/caddy-config/ — Caddys eigener Runtime-State (nicht von Dir angefasst)
  • .env — Secrets (Token, ggf. API_SERVER_KEY, Basic-Auth-Hashes)

Wo deployen?

Diese Compose-Datei ist ortsunabhaengig. Stefan deployt sie selbst auf der Ziel-Maschine (nicht aria-wohnung — komplett getrennt von ARIA). Repo klonen, die drei Setup-Schritte oben (Hermes-Source klonen, .env, Config seeden), dann docker compose up -d.

S
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