proxychains-Konfiguration vorab prüfen, alte Versionen unterstützen
proxychains-ng 4.12/4.14 (Debian 11, Ubuntu 20.04) kennt keine IPv6- localnet-Einträge und bricht beim Dienststart mit "localnet netmask error" ab, wodurch z.B. Kerio Connect nicht mehr startete. - jede erzeugte Konfiguration wird vor dem Installieren von der installierten Bibliothek eingelesen; bei Ablehnung wird nichts installiert (Warnung bzw. Fehler bei 'set') - IPv6-Fähigkeit der Bibliothek wird erkannt; ohne sie werden die IPv6-Ausnahmen weggelassen und deutlich gewarnt (auch in show/test) - selbst kompilierte Bibliothek unter /usr/local/lib wird bevorzugt - README: Abschnitt zu alten Versionen und Bauanleitung für 4.17 Co-Authored-By: Claude Opus 5.5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
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Claude Opus 5.5
parent
9270994e82
commit
3862aae27e
@@ -96,16 +96,49 @@ PROXYCHAINS_CONF_FILE="/etc/svc-proxy/proxychains/<dienst>.conf"
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PROXYCHAINS_QUIET_MODE="1"
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```
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**Sicherheitsprüfung:** proxychains liest seine Konfiguration schon beim Start
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des Dienstes. Ein Fehler darin (z.B. `localnet netmask error`) bricht den Dienst ab.
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Deshalb lässt svc-proxy jede erzeugte Konfiguration vorher von der installierten
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Bibliothek einlesen. Lehnt sie die Konfiguration ab, wird für den Dienst nichts
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installiert und eine Warnung ausgegeben. Der Dienst startet dann normal ohne Proxy.
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**Direkt (ohne Proxy) verbunden werden immer:**
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- localhost (`127.0.0.0/8`, `::1`)
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- private Netze: `10.0.0.0/8`, `172.16.0.0/12`, `192.168.0.0/16`, `169.254.0.0/16`, `fc00::/7`, `fe80::/10`
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- localhost (`127.0.0.0/8`, `::1`\*)
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- private Netze: `10.0.0.0/8`, `172.16.0.0/12`, `192.168.0.0/16`, `169.254.0.0/16`, `fc00::/7`\*, `fe80::/10`\*
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- DNS (Port 53, jedes Ziel), damit z.B. MX-Abfragen normal funktionieren
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- alle **IP-Adressen und Netze** aus der No-Proxy-Liste (z.B. `192.0.2.0/24`).
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Hostnamen/Domains aus No-Proxy kann proxychains nicht berücksichtigen.
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Hinweise:
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\* IPv6-Ausnahmen nur mit proxychains-ng **ab 4.16**, siehe nächster Abschnitt.
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#### Ältere proxychains-Versionen (Debian 11, Ubuntu 20.04)
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proxychains-ng **4.12/4.14** kennt keine IPv6-Ausnahmen. Mit einer solchen Zeile
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bricht es mit `localnet netmask error` ab, und Verbindungen zu `::1` schickt es
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über den Proxy. svc-proxy erkennt das: Die IPv6-Zeilen werden weggelassen, und
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es gibt eine Warnung (auch in `show` und `test`). IPv4 funktioniert normal. Spricht
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der Dienst intern aber über `::1`/localhost via IPv6, schlagen diese Verbindungen fehl.
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Lösung: eine aktuelle Version selbst bauen. svc-proxy bevorzugt automatisch die
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Bibliothek unter `/usr/local/lib`:
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```bash
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sudo apt install build-essential git
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git clone https://github.com/rofl0r/proxychains-ng.git
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cd proxychains-ng
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git checkout v4.17
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./configure --prefix=/usr/local --sysconfdir=/etc
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make
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sudo make install # -> /usr/local/lib/libproxychains4.so
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sudo svc-proxy apply # Konfigurationen neu erzeugen
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sudo svc-proxy show kerio-connect # zeigt Bibliothek und "IPv6-Ausnahmen: ja"
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```
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Weitere Hinweise:
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- Proxy-Typen: `http` (CONNECT), `socks4`, `socks5`. `socks5h` wird wie `socks5`
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behandelt. Einen `https`-Proxy kann proxychains nicht.
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- proxychains braucht für den Proxy eine **IPv4-Adresse**. Ein Hostname wird beim
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