# pvesnap
**pvesnap** legt nach Zeitplan Snapshots von Proxmox-VMs und -Containern an,
räumt alte wieder weg — und hilft danach dabei, an die Daten darin zu kommen.
Das ist der Teil, den andere Werkzeuge gern offen lassen. Einen Snapshot
anzulegen ist leicht. Ihn im Ernstfall zu *benutzen*, wenn die Datenbank
gelöscht wurde und der Chef daneben steht, ist die eigentliche Arbeit. Dafür
gibt es hier drei Wege — vom einzelnen Verzeichnis bis zur kompletten Maschine,
die läuft, als wäre nie etwas gewesen.
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## Die vier Werkzeuge
- **`pvesnap`** — der Dienst
Legt Snapshots nach Zeitplan an und löscht sie nach Vorhaltezeit wieder.
Eingestellt wird alles in einer INI-Datei oder im
[Konfigurationseditor](sichern/editor.md).
- **`pvesnap-explorer`** — zwei Fenster im Terminal
Wie der Midnight Commander: links der Snapshot, rechts der Host. Dateien
herüberkopieren, fertig. → [Kapitel](holen/explorer.md)
- **`pvesnap-web`** — im Browser
Dasselbe im Webbrowser, auch vom Arbeitsplatz aus, mit den Proxmox-Benutzern
als Anmeldung. Verzeichnisse kommen als ZIP. → [Kapitel](holen/web.md)
- **`pvesnap-recovery`** — der Snapshot als laufende Maschine
Startet den Snapshot als eigenständige VM — abgeschottet zum Hineinschauen
oder mit vollem Netz als echte Wiederherstellung.
→ [Kapitel](wiederherstellen/index.md)
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## Wo fange ich an?
| Ich will … | → |
|---|---|
| das Ganze erst einmal zum Laufen bringen | [Schnellstart](schnellstart.md) |
| es sauber installieren | [Installation](installation.md) |
| einen Zeitplan einrichten | [Sichern](sichern/index.md) |
| eine einzelne Datei zurückholen | [Der Explorer](holen/explorer.md) |
| jemandem ohne Shell-Zugang etwas herausgeben | [Die Web-Oberfläche](holen/web.md) |
| einen Datenbank-Dump aus einem Snapshot ziehen | [Wiederherstellen](wiederherstellen/index.md) |
| wissen, was ein bestimmter Parameter tut | [Nachschlagen](nachschlagen/index.md) |
| verstehen, warum etwas nicht geht | [Fehlersuche](nachschlagen/fehlersuche.md) |
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## Das Wichtigste vorweg
!!! warning "Ein Snapshot ist kein Backup"
Snapshots liegen auf demselben Storage wie die VM. Stirbt das Storage,
sind beide weg. pvesnap ersetzt kein `vzdump` und keinen Proxmox Backup
Server — es ergänzt sie um etwas, das die nicht können: einen Stand von vor
zwanzig Minuten, in Sekunden verfügbar.
Die beiden Werkzeuge lösen unterschiedliche Probleme:
| | Backup | Snapshot |
|---|---|---|
| Schützt vor | Ausfall des Storages, Brand, Verschlüsselung | Fehlbedienung, missratenem Update, gelöschter Tabelle |
| Liegt | woanders | daneben |
| Zurück in | Stunden | Sekunden |
!!! tip "pvesnap fasst fremde Snapshots nie an"
Gelöscht wird ausschließlich, was exakt auf das eigene
[Namensschema](sichern/index.md#namensschema) passt. Ein von Hand angelegter
Snapshot `vor-update` bleibt liegen, bis du ihn selbst entfernst.
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## Ein Blick voraus
So sieht die Übersicht aus, wenn zwei Snapshots als Maschinen laufen:

Und so der Weg an die Dateien darin — links der Snapshot, rechts der Host:

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## Voraussetzungen
* **Proxmox VE**, Version 7 oder neuer
* **root** auf dem Host — `pvesh` und das Einbinden von Snapshots verlangen es
* **Python 3.9+** — bringt Proxmox selbst mit
* Ein Storage, das Snapshots kann: Ceph/RBD, ZFS, LVM-thin oder qcow2 auf
`dir`/`nfs`. Was jeweils geht, steht unter
[Speicherarten](nachschlagen/speicher.md).
Der Dienst selbst braucht **keine zusätzlichen Python-Pakete**. Für die
Austauschlaufwerke werden `parted` und `exfatprogs` nachinstalliert — das
erledigt das Installationsskript.