# Der Explorer ```bash pvesnap-explorer # Gast und Snapshot auswählen pvesnap-explorer 101 # Snapshot von VM 101 auswählen pvesnap-explorer 101 # direkt öffnen ``` Braucht `root` — Snapshots einbinden und mounten geht nicht anders. --- ## Drei Ebenen
**Gastauswahl** → **Snapshot-Auswahl** → **Dateien**
Mit ++q++ geht es jeweils eine Ebene zurück. Beim Verlassen des Dateibrowsers wird der Snapshot wieder ausgehängt, sodass man gleich den nächsten öffnen kann. ### 1. Welcher Gast? ![Gastauswahl](../bilder/explorer-gastauswahl.svg) Alle VMs und Container des Clusters, mit Zustand und Node. Ein gestoppter Gast ist kein Hindernis — sein Snapshot lässt sich genauso lesen. ### 2. Welcher Snapshot? ![Snapshot-Auswahl](../bilder/explorer-snapshotauswahl.svg) Neueste zuerst, mit Datum und Beschreibung. Die Beschreibung ist der Grund, warum es sich lohnt, sie in der Konfiguration ordentlich zu setzen — hier sucht man später danach. Halbfertige Einträge aus abgebrochenen Läufen werden ausgeblendet; wenn welche da sind, sagt eine Meldung, wie man sie loswird. ### 3. Die Dateien ![Der Explorer mit zwei Fenstern](../bilder/explorer-fenster.svg) Links der Snapshot, rechts der lokale Rechner. Oben steht, welcher Gast und welcher Snapshot offen ist, unten der volle Pfad des markierten Eintrags. --- ## Tastenbelegung | Taste | | |---|---| | ++tab++ | Fenster wechseln | | ++up++ ++down++ | bewegen | | ++enter++ | Verzeichnis öffnen oder Datei ansehen | | ++backspace++ ++left++ | ein Verzeichnis hoch | | ++home++ ++end++ | Anfang / Ende | | ++page-up++ ++page-down++ | seitenweise | | ++space++ | markieren | | ++asterisk++ | Markierung umkehren | | ++a++ / ++u++ | alle markieren / keine | | ++f5++ oder ++c++ | Markiertes ins andere Fenster kopieren | | ++f3++ oder ++v++ | Datei ansehen (Text oder Hex) | | ++f7++ oder ++n++ | neues Verzeichnis (nur im lokalen Fenster) | | ++f6++ oder ++g++ | Verzeichnis direkt eingeben | | ++f2++ oder ++m++ | anderes Dateisystem des Snapshots wählen | | ++r++ | neu einlesen | | ++f10++ oder ++q++ | eine Ebene zurück | | ++question++ oder ++f1++ | Hilfe | Die Hilfe ist jederzeit erreichbar: ![Die Tastenhilfe](../bilder/explorer-hilfe.svg) --- ## Kopieren Markieren mit ++space++ — markierte Einträge stehen in Gelb: ![Markierte Dateien](../bilder/explorer-markiert.svg) Dann ++f5++: ![Der Kopierdialog](../bilder/explorer-kopieren.svg) Kopiert wird **immer vom aktiven ins andere Fenster**. In den Snapshot hinein geht nichts — er ist schreibgeschützt eingebunden. Während des Kopierens läuft ein Fortschrittsbalken; ++esc++ bricht ab. Bereits kopierte Dateien bleiben dabei liegen, die gerade laufende wird entfernt, damit kein halbes Stück zurückbleibt. Existiert eine Datei am Ziel schon, wird gefragt: | Antwort | | |---|---| | `ja` | diese überschreiben | | `nein` | diese überspringen | | `alle` | alles Weitere überschreiben, nicht mehr fragen | | `keine` | alles Weitere überspringen | **Was übersprungen wird:** Gerätedateien, Sockets und FIFOs. Symbolische Verweise bleiben Verweise — sie werden nicht aufgelöst. !!! tip "Aus mehreren Snapshots ins selbe Ziel" Das rechte Fenster behält sein Verzeichnis, auch wenn man zurückgeht und den nächsten Snapshot öffnet. Damit lassen sich mehrere Stände bequem nebeneinander sammeln — etwa dieselbe Konfigurationsdatei von gestern, vorgestern und vom Monatsersten. --- ## Dateien ansehen ++f3++ zeigt eine Datei, ohne sie zu kopieren: ![Eine Datei ansehen](../bilder/explorer-ansehen.svg) Text wird als Text dargestellt, alles andere als Hexdump. Das reicht meist schon, um die Frage „ist das die richtige Fassung?" zu beantworten — ohne die Datei erst auf den Host zu holen. --- ## Mehrere Dateisysteme Eine VM hat oft mehr als eine Partition: `/` und `/boot`, dazu vielleicht ein eigenes Datenlaufwerk. Hat der Snapshot mehrere brauchbare Dateisysteme, fragt der Explorer beim Öffnen, welches er zeigen soll. Wechseln geht später mit ++f2++, ohne den Snapshot zu schließen. !!! note "Was nicht auftaucht" Swap-Partitionen, EFI-Partitionen ohne lesbaren Inhalt und alles, was der Kernel nicht kennt. LVM innerhalb der VM wird erkannt und aktiviert; verschlüsselte Volumes bleiben verschlüsselt. --- ## Aufrufparameter | Parameter | Vorgabe | Bedeutung | |---|---|---| | `vmid` | — | Gast direkt vorwählen | | `snapshot` | — | Snapshot direkt vorwählen | | `-l`, `--local ` | aktuelles Verzeichnis | Startverzeichnis im rechten Fenster | | `-p`, `--path ` | — | beliebiges Verzeichnis öffnen, ohne Proxmox zu fragen | | `--cleanup` | — | hängengebliebene Einbindungen lösen und beenden | | `-v`, `--verbose` | — | ausführliches Protokoll | | `-V`, `--version` | — | Version anzeigen | ```bash pvesnap-explorer --local /srv/restore # rechtes Fenster startet dort pvesnap-explorer --path /mnt/x # ohne Proxmox, zum Ausprobieren pvesnap-explorer --cleanup # nach einem Absturz aufräumen ``` `--path` ist auch der Weg, den Commander auf etwas ganz anderes loszulassen — ein gemountetes Backup etwa. Dann braucht es weder Proxmox noch root.