# Schnellstart Vom leeren Host zur laufenden Sicherung. Rechne mit einer Viertelstunde, davon zehn Minuten Nachdenken darüber, was wie oft gesichert werden soll. --- ## 1. Installieren Auf dem Proxmox-Host, als `root`: ```bash git clone pvesnap && cd pvesnap ./install.sh --with-webexplorer --port 8823 ``` Ohne `--with-webexplorer` wird nur der Snapshot-Dienst eingerichtet; die Web-Oberfläche lässt sich jederzeit nachrüsten. Einzelheiten: [Installation](installation.md). !!! note "Es passiert erst einmal nichts" In der mitgelieferten Konfiguration stehen **alle Gruppen auf `enabled = no`**. Der Dienst läuft, legt aber nichts an, bis du eine Gruppe einschaltest. Das ist Absicht — niemand soll nach der Installation überrascht feststellen, dass sein Storage vollläuft. --- ## 2. Gäste markieren pvesnap sucht sich die Gäste über Proxmox-**Tags** aus. Das ist der bequemste Weg, weil du danach nie wieder die Konfiguration anfassen musst: Eine neue VM bekommt ihr Tag, und sie ist dabei. In der Proxmox-Oberfläche bei jeder VM unter **Optionen → Tags**, oder auf der Shell: ```bash qm set 101 --tags produktion,datenbank pct set 110 --tags produktion ``` Für den Anfang reicht ein einziges Tag, etwa `produktion`. --- ## 3. Eine Gruppe einschalten ```bash pvesnap config ``` ![Die Gruppenliste](bilder/config-gruppen.svg) Mit den Pfeiltasten auf `taeglich`, dann:
`Leertaste` — schaltet die Gruppe ein (Spalte **Aktiv** springt auf `ja`) `Enter` — öffnet sie, um Zeitplan und Auswahl zu prüfen `s` — speichern `r` — Dienst neu laden
In der Gruppe siehst du unten sofort, auf wie viele Gäste die Auswahl gerade zutrifft — du musst also nicht raten, ob das Tag richtig geschrieben ist: ![Eine Gruppe bearbeiten](bilder/config-gruppe.svg) --- ## 4. Nachsehen, ob es stimmt ```bash pvesnap check # meckert über Widersprüche in der Konfiguration pvesnap vms # welche VM landet in welcher Gruppe? pvesnap status # letzte und nächste Läufe ``` `pvesnap vms` ist der ehrlichste Test: Dort steht schwarz auf weiß, welche Maschine gesichert wird und welche nicht. --- ## 5. Einmal von Hand auslösen Nicht bis morgen früh warten wollen: ```bash pvesnap run --force -g taeglich --dry-run # Probelauf, ändert nichts pvesnap run --force -g taeglich # jetzt wirklich ``` Danach stehen die Snapshots in der Proxmox-Oberfläche unter **Snapshots** — mit Namen wie `auto-taeglich-20260809-023000` und einer Beschreibung, an der man sie wiedererkennt. --- ## 6. Den Ernstfall einmal proben Das ist der Schritt, den fast alle auslassen — und der im Ernstfall den Unterschied macht. Hol dir jetzt, in Ruhe, eine Datei aus einem Snapshot: ```bash pvesnap-explorer 101 ``` Snapshot auswählen, mit den Pfeiltasten durch das Dateisystem, `Leertaste` zum Markieren, `F5` kopiert nach rechts auf den Host. ![Dateien kopieren](bilder/explorer-kopieren.svg) Wenn du das einmal gemacht hast, weißt du im Notfall, wo die Tasten liegen. --- ## Fertig. Und dann? | | | |---|---| | Mehrere Zeitpläne nebeneinander | [Sichern](sichern/index.md) — stündlich für die Datenbank, monatlich für den Rest | | Etwas herausgeben, ohne Shell-Zugang | [Die Web-Oberfläche](holen/web.md) | | Eine ganze Maschine zurückholen | [Wiederherstellen](wiederherstellen/index.md) | | Austauschlaufwerke vorbereiten | [Austauschlaufwerke](wiederherstellen/transfer.md) — *vor* dem Notfall, nicht mittendrin | !!! tip "Der eine Rat, wenn du nur einen mitnimmst" Leg dir **jetzt** ein Austauschlaufwerk an und pack die Werkzeuge hinein, die du im Notfall brauchst — `pg_dump`, ein Packprogramm, deine Skripte. Im Ernstfall ist keine Zeit, so etwas zusammenzusuchen, und die wiederhergestellte Maschine hat kein Netzwerk.