Sandbox-Optionen aus der systemd-Unit entfernen

Als Dienst schlug jeder Snapshot mit "cfs-lock 'storage-data' error: got
lock request timeout" fehl, waehrend derselbe Aufruf in der Shell
funktionierte.

Ursache war ProtectSystem=full in unserer eigenen Unit: das haengt /etc im
Namespace des Dienstes schreibgeschuetzt ein. pvesh fuehrt die Proxmox-API
im eigenen Prozess aus, der Snapshot-Task ist also ein Kindprozess von
pvesnap und erbt diese Einschraenkung. pmxcfs legt seine Sperren aber als
Verzeichnisse unter /etc/pve/priv/lock/ an - das mkdir scheitert, Proxmox
wiederholt es erfolglos und meldet am Ende einen Lock-Timeout statt eines
Rechtefehlers.

ProtectHome=yes war aus demselben Grund schaedlich: es blendet /root aus,
womit die SSH-Schluessel fuer die uebrigen Cluster-Nodes fehlen.

* Unit enthaelt keine Sandbox-Optionen mehr, mit Kommentar, warum nicht.
* Neu: pvesnap/preflight.py prueft root-Rechte, Schreibzugriff auf /etc/pve
  und Sichtbarkeit von /root. Der Dienst schreibt das beim Start ins
  Journal, "pvesnap check" zeigt es ebenfalls an - damit faellt so etwas
  sofort auf, statt sich als Lock-Timeout zu tarnen.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
This commit is contained in:
duffyduck
2026-07-31 02:16:12 +02:00
co-authored by Claude Opus 5
parent e26d966a8b
commit 1be13ad294
5 changed files with 126 additions and 12 deletions
+24 -2
View File
@@ -281,8 +281,30 @@ pvesnap geht damit so um:
* Mit `pause_between = 10s` lässt sich zusätzlich Druck vom Storage nehmen, wenn
viele VMs auf demselben Storage liegen.
Hält die Sperre dauerhaft, liegt die Ursache außerhalb von pvesnap. Diese
Kommandos helfen beim Eingrenzen:
### Der Dienst scheitert, von Hand geht es
Scheitert **jeder** Lauf des Dienstes am Storage-Lock, während derselbe Befehl
in der Shell funktioniert, liegt es an der Umgebung des Dienstes — nicht am
Storage. `pvesh` führt die Proxmox-API im eigenen Prozess aus, der Snapshot-Task
ist also ein *Kindprozess von pvesnap* und erbt alles, was in der systemd-Unit
eingeschränkt wurde.
Der Klassiker ist `ProtectSystem=` in der Unit: das hängt `/etc` schreibgeschützt
ein, und pmxcfs legt seine Sperren als Verzeichnisse unter `/etc/pve/priv/lock/`
an. Das `mkdir` scheitert, Proxmox wiederholt es erfolglos — und meldet am Ende
einen Lock-Timeout statt eines Rechtefehlers. Prüfen:
```bash
systemctl show pvesnap -p ProtectSystem -p ProtectHome -p PrivateTmp -p ReadOnlyPaths
pvesnap check # meldet so etwas von sich aus
```
Alle drei müssen leer bzw. `no` sein. Die mitgelieferte Unit enthält deshalb
bewusst **keine** Sandbox-Optionen.
### Wenn die Sperre wirklich belegt ist
Diese Kommandos helfen beim Eingrenzen:
```bash
pvesm status # ist das Storage online und erreichbar?