Rolle "Gegenbuch": Leserecht aufs Audit-Protokoll ohne audit:admin

Beim Selbst-Nachpruefen eines Deploys auf Staging aufgefallen: Das
Gegenbuch-Dienstkonto meldete beim Login audit:read, audit:export,
audit:admin, gdpr:export, gdpr:delete und gdpr:admin. Es braucht genau
eines davon - audit:read -, denn es ruft nur /audit-logs/checkpoint und
/audit-logs/verify auf.

Das war kein Bedienfehler, sondern ein Konstruktionsfehler: Es gab keine
Rolle, die nur Leserecht aufs Protokoll gibt. Wer das wollte, musste den
Haken "DSGVO-Zugriff" setzen - und der vergibt audit:* komplett, also
auch audit:admin mit seal-backlog, rehash und cleanup. Das Label
("Audit-Logs, Datenschutz") legt Lesen nahe und liefert Vollzugriff.

Warum das ernst ist: Das Passwort des Dienstkontos liegt im Klartext in
tools/audit-notary/.env auf der Gegenbuch-Maschine. Mit audit:admin
haette ein Einbruch dort nicht nur den Waechter gehabt, sondern gleich
die Mittel zur Waesche aus R185-01 - und damit genau die Trennung
aufgehoben, wegen der das Gegenbuch auf einer eigenen Maschine laeuft.

Neue Rolle "Gegenbuch" in sync-roles.ts mit ausschliesslich audit:read.
sync-roles laeuft beim Containerstart mit, die Rolle erscheint danach in
der Benutzerverwaltung. README des Gegenbuchs umgeschrieben: Rolle statt
"selbst anlegen", ausdrueckliche Warnung vor dem DSGVO-Haken, dazu eine
Gegenprobe (checkpoint -> 200, seal-backlog -> 403).

Bewusst NICHT angefasst: dass die DSGVO-Rolle selbst audit:admin traegt,
ist ein Gewaltenteilungs-Problem - wer das Protokoll beaufsichtigt, kann
seine Beweisgrundlage ersetzen. Das zu aendern entzieht bestehenden
DSGVO-Konten Rechte und gehoert entschieden, nicht nebenbei gemacht.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
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2026-08-26 12:41:34 +02:00
co-authored by Claude Opus 5
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+25 -7
View File
@@ -186,16 +186,34 @@ jedem Lauf selbst an.
Im CRM, als Administrator:
1. **Rolle anlegen**, z. B. `Gegenbuch` und ihr **ausschließlich** das Recht
`audit:read` geben. Sonst nichts.
2. **Benutzer anlegen**, z. B. `gegenbuch@deine-domain.de`, mit dieser Rolle
und einem langen, zufälligen Passwort.
3. E-Mail und Passwort in die `.env` des Gegenbuchs eintragen
1. **Benutzer anlegen**, z. B. `gegenbuch@deine-domain.de`, mit einem langen,
zufälligen Passwort.
2. Ihm die Rolle **`Gegenbuch`** geben **nur diese**. Sie bringt genau ein
Recht mit: `audit:read`.
3. Zusätzlich **„Dienstkonto"** ankreuzen. Dann gelten seine Anmeldungen als
Routine statt als kritisches Ereignis und sein *Ausbleiben* wird gemeldet.
4. E-Mail und Passwort in die `.env` des Gegenbuchs eintragen
(`PROD_CRM_EMAIL` / `PROD_CRM_PASSWORD`).
> **Nicht den DSGVO-Haken benutzen.** Der sieht naheliegend aus („Audit-Logs,
> Datenschutz"), vergibt aber `audit:` **komplett** einschließlich
> `audit:admin` mit `seal-backlog`, `rehash` und `cleanup`. Ein Einbruch auf
> dieser Maschine hätte damit nicht nur den Wächter, sondern gleich die Mittel,
> das Bewachte umzuschreiben. Das Passwort steht hier im Klartext in der
> `.env`; es muss so wenig wert sein wie möglich.
Mit `audit:read` allein kann dieses Konto **nur Prüfwerte lesen** keine
Kundendaten, keine Verträge, nichts ändern. Selbst wenn die Zugangsdaten
abhandenkommen, ist damit nichts anzufangen.
Kundendaten, keine Verträge, nichts ändern und nichts versiegeln. Selbst wenn
die Zugangsdaten abhandenkommen, ist damit nichts anzufangen.
Gegenprobe nach dem Einrichten die erste Zeile muss 200 geben, die zweite 403:
```bash
curl -s -o /dev/null -w '%{http_code}\n' https://<crm>/api/audit-logs/checkpoint \
-H "Authorization: Bearer $TOKEN"
curl -s -o /dev/null -w '%{http_code}\n' -X POST https://<crm>/api/audit-logs/seal-backlog \
-H "Authorization: Bearer $TOKEN" -H 'Content-Type: application/json' -d '{}'
```
Für Produktion und Test jeweils ein eigenes Konto in der jeweiligen Instanz.