Neuberechnung der Kette als eigene Gegenbuch-Alarmbedingung (R186 Frage b)

Der Tester fragte praezise: Loest cleanup -> rehash OHNE erneutes Siegeln,
ueber NICHT versiegelten Inhalt, etwas Automatisches aus - oder nur die
Prosa in verify, die ein Mensch lesen muss?

Gemessen statt behauptet: Es loeste bereits aus, aber als Nebenwirkung.
Ein Rehash aendert jeden Hash, also stimmt der beglaubigte Kettenkopf
nicht mehr und der bestehende Vergleich schlug an. Das funktioniert, ist
aber ein Zufallstreffer - verschoebe sich der Anker, waere der Melder
lautlos weg. Und die Meldung hiess "Eintrag wurde veraendert" statt "die
Kette wurde neu berechnet", also Wirkung statt Ursache.

Jetzt haengt der Alarm an der Sache selbst: Das Gegenbuch fuehrt
rehashCount/rehashLast im Buch mit und meldet jede neue Neuberechnung
seit der letzten Beglaubigung mit exit 2, samt Zeitpunkt, Zeilenzahl und
dem Befund, der unmittelbar davor galt. Dieselbe Lehre wie R184-01 (Gate
am Ausloeser statt an der Wirkung) und R185-01 (Wurzelwechsel statt
valid).

Reihenfolge geaendert, und das war noetig: Der neue Melder steht VOR dem
Kopf-Hash-Vergleich, sonst haette immer die unpraezisere Meldung
gewonnen. Und der Kopf-Vergleich wird nach einer bestaetigten
Neuberechnung uebersprungen - sonst waere die Bestaetigung wertlos, weil
ein Rehash den Kopf zwangslaeufig aendert. Beim Bauen aufgefallen, nicht
im Entwurf.

NOTARY_REHASH_ACK wird mit der ID des Rehash-Eintrags bestaetigt, nicht
mit true; IDs steigen streng, ein stehen gelassener Wert passt beim
naechsten Vorgang nicht mehr. Ein fehlender beglaubigter Eintrag
alarmiert weiterhin immer: bestaetigt wird die Neuberechnung, nicht das
Verschwinden von Zeilen.

Getestet mit echtem Gegenbuch gegen ein echtes CRM, SSH-signiertes
lokales Buch: Waesche ohne Datenbankzugriff -> CRM meldet valid:true und
chainGaps:[], Gegenbuch exit 2 mit der Neuberechnung als Ursache. Falsche
Ack-ID weiter exit 2, richtige exit 0, Folgelauf ruhig.

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+53
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@@ -177,6 +177,58 @@ Im CRM selbst ist erneutes Siegeln zusätzlich gegatet: es verlangt
`{"confirm":"RESEAL"}` statt `{"confirm":"SEAL"}` — ein Austausch der
Beweisgrundlage soll nicht dasselbe Wort haben wie das Einrichten.
### Wenn die Kette neu berechnet wurde: ebenfalls Alarm
Ein **Rehash** verknüpft alle Einträge neu. Danach ist die Kette
zwangsläufig stimmig — auch über Löschungen hinweg, die vorher als Lücken
sichtbar gewesen wären. Die Reihenfolge `cleanup` → `rehash` macht aus einem
beschnittenen Protokoll ein scheinbar makelloses, und die Prüfung im CRM meldet
danach wieder „lückenlos verkettet". Beides braucht nur `audit:admin`, keinen
Datenbankzugriff.
Genau das ist im Betrieb vorgekommen: Auf einer Testinstanz wurden 3.155
Einträge gelöscht und anschließend neu berechnet. Die Prüfung war danach grün,
die 656 Kettenlücken standen nur noch im Vorbefund des Rehash-Eintrags — den
niemand liest. Das Gegenbuch war der einzige Zeuge.
Deshalb ist eine neue Neuberechnung seit der letzten Beglaubigung ein **Alarm**
(exit 2). Er nennt Zeitpunkt, Zahl der betroffenen Zeilen und den Befund, der
unmittelbar davor galt:
```
ALARM: Die Hash-Kette wurde neu berechnet (1 neuer Vorgang seit der letzten Beglaubigung).
zuletzt: 2026-08-26T16:28:25.467Z (Eintrag 13, 9 Zeilen)
Befund unmittelbar davor: 1 beanstandet, 1 Lücken
…
NOTARY_REHASH_ACK=13
```
**War die Neuberechnung gewollt**, bestätigst du sie mit der genannten ID:
```bash
# in der .env
PROD_REHASH_ACK=13
docker compose up -d
PROD_REHASH_ACK= # danach wieder leeren
```
Auch hier wird nicht mit `true` bestätigt, sondern mit einem Wert, der zum
Vorgang gehört. IDs steigen streng — ein stehen gelassener Wert passt bei der
nächsten Neuberechnung nicht mehr.
**Warum ein eigener Melder, wo doch schon der Kettenkopf verglichen wird?**
Eine Neuberechnung ändert jeden Hash, der beglaubigte Kopf stimmt also
ohnehin nicht mehr — der Alarm käme auch so. Aber als *Nebenwirkung*, nicht als
gebaute Warnung: Verschöbe sich der Anker irgendwann, wäre der Melder lautlos
weg. Und die Meldung hieße „Eintrag wurde verändert" statt „die Kette wurde neu
berechnet" — die Wirkung statt der Ursache. Deshalb hängt der Alarm an der
Sache selbst und steht **vor** dem Kopf-Vergleich; nach einer bestätigten
Neuberechnung wird dieser übersprungen, weil der veränderte Kopf dann die
erwartete Folge ist.
Ein fehlender beglaubigter Eintrag bleibt davon unberührt und alarmiert immer:
Bestätigt wird die Neuberechnung, nicht das Verschwinden von Zeilen.
### Zugang einrichten (das brauchst du vorher)
Das Gegenbuch braucht ein **eigenes Benutzerkonto** im CRM – kein Token. Der
@@ -556,6 +608,7 @@ an, bis er geklärt ist.
| Bestandssiegel-Blätter entfernt | beglaubigte Blattzahl auf null gefallen |
| **Altzeile gelöscht und neu gesiegelt** (Wäsche) | **Wurzel des Bestandssiegels hat gewechselt – `valid` allein bleibt dabei `true`** |
| Erstmals gesiegelt, ohne dass es jemand veranlasst hat | vorher keine Wurzel beglaubigt, jetzt eine |
| **`cleanup` + `rehash` ohne erneutes Siegeln** (Wäsche ohne Datenbankzugriff) | **neue Neuberechnung seit der letzten Beglaubigung – `valid` und Kette sind danach makellos** |
Bei jedem dieser Fälle bricht das Skript mit **Exit-Code 2** ab und **hängt
nichts an** – der manipulierte Zustand wird also nicht als neue Wahrheit