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linux-on-android-without-root/spike/README.md
T
StefanandClaude Opus 5 ec76b785b3 README: Rückfallebene dokumentieren, wenn git pull scheitert
Der Befehl stand bisher nur in den Antworten im Chat, nicht im Repo — genau die
Sorte Wissen, die verloren geht.

Aufgenommen mit dem Grund dahinter: 'fatal: early EOF' beim Klonen ist ein
serverseitiges Problem, upload-pack stirbt beim Schnüren des Pakets, während die
Objekte heil sind. Erkennbar daran, dass sich ein Archiv weiterhin erzeugen lässt
— und genau darauf weicht init-phone.sh aus.

Ausdrücklich dabei: das Ergebnis ist ein Abzug ohne .git. 'git pull' geht damit
nicht mehr, und derselbe Befehl stellt später auch die Arbeitskopie wieder her,
sobald der Server sich erholt hat.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
2026-08-10 22:37:31 +02:00

6.7 KiB

Phase 0 — Machbarkeits-Spike

Vier Annahmen tragen das gesamte Projekt. Scheitert eine, sieht alles Weitere anders aus — und das will man vor dem Bau der Infrastruktur wissen, nicht danach.

Der Code hier ist bewusst Wegwerf-Code. Was zählt, sind die Protokolle: sie werden später zur Grundlage der Setup-Skripte in rootfs/.

Beweis Wenn er scheitert
S1 Plasma Mobile läuft in proot (genestetes KWin) XFCE-Profil wird Hauptweg; Kamera-Portal, Bildschirmtastatur und Telefonie-Oberfläche ändern sich mit
S2 Mikrofon-Eingang erreicht die Linux-Seite Keine Videocalls, keine Sprachaufnahme, keine Spracheingabe
S3 Virtuelle PipeWire-Kamera ohne Kernel-Modul Kamera nur in einer eigenständigen App, keine Browser-Videocalls
S4 Intent-Handoff Linux → Android-App Keine Navigation aus dem Linux-Adressbuch

Dazu der Übernacht-Test: überlebt der Stack eine Nacht mit gesperrtem Bildschirm? Scheitert er, ist das ein früher Warnschuss fürs Gesamtkonzept, kein Detail.

Voraussetzungen

  • Android-Telefon, Adreno 6xx/7xx bevorzugt (Turnip-Pfad)
  • Termux samt Zusatz-Apps — siehe unten
  • Einmalig provision/provision.sh vom PC, plus die dort genannten Handgriffe von Hand
  • Etwa 6 GB freier Speicher (Debian-Rootfs, Plasma Mobile, Firefox)
  • Geduld beim ersten Lauf: rund 1 GB Pakete

Termux installieren

./provision/install-termux.sh

Lädt alle vier Apps von GitHub und installiert sie über die bestehende adb-Verbindung — per WLAN genauso wie per Kabel. provision.sh bietet das von selbst an, wenn Termux fehlt.

Warum das ein eigenes Skript verdient

Termux und seine Plugins teilen sich eine Android-UID (sharedUserId=com.termux). Android verlangt, dass Apps mit gemeinsamer UID mit demselben Schlüssel signiert sind — und F-Droid und GitHub signieren verschieden. Mischt man die Quellen, scheitert die Installation mit INSTALL_FAILED_SHARED_USER_INCOMPATIBLE. Das ist der mit Abstand häufigste Stolperstein beim Einrichten.

Das Skript wählt durchgängig GitHub, aus zwei Gründen:

  • Termux:X11 gibt es dort in einer sharedUid-Variante. Die läuft in Termux' Prozessgruppe und erbt dessen Akku-Ausnahmen. Die normale Variante ist eine eigenständige Hintergrund-App, die Android drosselt — bei ROMs wie ColorOS der Unterschied zwischen „läuft über Nacht" und „war morgens weg".
  • Eine Quelle, ein Schlüssel, keine Mischmasch-Fehler.

Nicht aus dem Play Store — die Fassung dort wird seit Jahren nicht mehr gepflegt.

Von Hand geht es natürlich auch, dann aber konsequent alles aus einer Quelle:

App GitHub F-Droid
Termux Releases f-droid.org
Termux:API Releases f-droid.org
Termux:Boot Releases f-droid.org
Termux:X11 Releases

Bei F-Droid-Termux muss für Termux:X11 die normale Variante genommen werden (termux-x11-universal-debug.apk), nicht die sharedUid-Fassung.

Ein USB-Kabel wird nicht gebraucht. Ab Android 11 geht die Ersteinrichtung über WLAN — provision.sh fragt beim Start, ob per Kabel oder per Netz verbunden werden soll, und übernimmt die Kopplung. Es kann die Skripte anschließend auch gleich aufs Telefon übertragen, sodass dort keine Zugangsdaten für ein privates Repo auf einer Bildschirmtastatur eingetippt werden müssen.

Ablauf

# Einmalig, vom PC. Fragt selbst nach USB oder WLAN, installiert Termux
# und legt ein Startskript nach /sdcard/hpos-init.sh.
./provision/provision.sh

# Auf dem Telefon in Termux: git installieren und das Repo holen
bash /sdcard/hpos-init.sh
cd ~/hpos

bash spike/00-bootstrap-termux.sh

# Beweise in dieser Reihenfolge — S1 zuerst, weil er der wackligste ist
bash spike/01-s1-plasma-mobile.sh
bash spike/02-s2-mikrofon.sh
bash spike/03-s3-pipewire-kamera.sh
bash spike/04-s4-intent-handoff.sh

Aktualisieren später — kein PC nötig, kein erneutes Übertragen:

cd ~/hpos && git pull

# Falls das scheitert (Server liefert keine Pakete aus):
rm -rf ~/hpos && bash /sdcard/hpos-init.sh

Per adb kommt bewusst nur das Startskript aufs Telefon, nicht das Repo selbst. Dadurch liegt dort eine echte Arbeitskopie statt einer Kopie.

Der zweite Befehl weicht auf den Archiv-Endpunkt aus, wenn git clone am Server scheitert. Das Ergebnis ist dann ein Abzug ohne .gitgit pull geht damit nicht mehr, und jede Aktualisierung braucht denselben Befehl erneut. Sobald der Server wieder Pakete liefert, stellt er auch die Arbeitskopie wieder her.

Jedes Skript fragt am Ende nach deiner Beurteilung und schreibt sie nach spike/out/ergebnisse.tsv. Rohprotokolle liegen daneben in spike/out/*.log.

Übertrage die Ergebnisse anschließend nach docs/spike-protokoll.md. spike/out/ ist absichtlich nicht im Repo — die Auswertung gehört dorthin, nicht die Rohdaten.

Stellschrauben

Variable Vorgabe Wofür
HPOS_BREITE / HPOS_HOEHE 1080 / 2340 Virtuelle Auflösung. Volle Panel-Auflösung ist für einen Telefon-Desktop zu viel Fläche
HPOS_DAUER 6 Sekunden Aufnahme in S2
HPOS_ZIEL Brandenburger Tor, Berlin Navigationsziel in S4
HPOS_BEGLEIT_APP leer Paketname einer Overlay-App, die in S4 vor der Navigation startet

Beispiel:

HPOS_BEGLEIT_APP=de.blitzer HPOS_ZIEL="Kölner Dom" bash spike/04-s4-intent-handoff.sh

Wenn etwas schiefgeht

S1 startet nicht. Das Skript probiert von selbst zwei Wege und fällt am Ende auf XFCE zurück. Läuft XFCE, dann tragen X-Server und GPU-Pfad — der Fehlschlag liegt dann eindeutig bei Plasma. Läuft auch XFCE nicht, liegt es an X-Server oder GPU.

S2 erzeugt eine Datei ohne Ton. Der häufigste und tückischste Fehlschlag. Das Skript misst deshalb den Pegel. Ursache ist meist eine fehlende Mikrofonberechtigung für Termux:API oder ein Termux-Build ohne module-sles-source.

S3: Firefox sieht die Kamera nicht. Prüfen, ob xdg-desktop-portal-kde läuft — die GTK- und wlr-Portale können das Kamera-Portal nicht bedienen. In about:config muss media.webrtc.camera.allow-pipewire auf true stehen; das Skript setzt es vorab.

S4: kein Empfänger für den Intent. Ohne installierte Navigations-App gibt es nichts, was den geo:-Intent annehmen könnte. Das ist kein Fehler der Brücke.

Aufräumen

pkill -f 'termux-x11|virgl_test_server|kwin_wayland|pipewire|bridge-mini.py'
pulseaudio --kill