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docker-wazuh/README.md
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duffyduckandClaude Opus 5.5 2962e4a3d7 Testwebserver fuer Port- und Firewall-Tests hinzufuegen
- testwebserver/: eigenstaendiger Python-Webserver (python:3.12-alpine, kein Build),
  Port/TLS/Text in .env, zeigt Client-IP und loggt jeden Zugriff
- start.sh: erkennt Docker/Podman (inkl. rootless Port-Grenze), prueft Port-Konflikte,
  erzeugt bei TLS=yes ein selbstsigniertes Zertifikat, Befehle up/down/restart/logs/ps/test/firewall
- firewall-check.sh: erkennt auch HTTP-Dienste ohne TLS als erreichbar
- .gitignore: testwebserver/.env versionieren, testwebserver/certs/ ausschliessen
- README: Abschnitt Testwebserver

Co-Authored-By: Claude Opus 5.5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
2026-10-08 13:38:15 +02:00

14 KiB
Raw Blame History

Wazuh in Docker – Daten per SSH abholen

Wazuh 4.14 (Manager, Indexer, Dashboard) als Single-Node in Docker. Die überwachten Hosts brauchen keinen Agent und keine eingehende Verbindung zum Server. Alles läuft über SSH, das der Server zu den Hosts aufbaut.

                       ┌──────────────────────── Docker ───────────────────────────┐
  Host web01 ◄──ssh──┐ │  sshpull.collector ──► /remote-logs/<host>/*.log ──┐      │
  Host db01  ◄──ssh──┼─┤   (journalctl -f / tail -F, Reconnect + Resume)    │      │
  Host ...   ◄──ssh──┤ │                                                    ▼      │
                     │ │  wazuh.manager  ◄── <localfile>  (Decoder/Regeln)         │
                     └─┤   wazuh-agentlessd: FIM + Befehls-Diffs per ssh           │
                       │        │ filebeat                                         │
                       │        ▼                                                  │
                       │  wazuh.indexer ◄── wazuh.dashboard  :443                  │
                       └───────────────────────────────────────────────────────────┘

Was pro Host abgeholt wird

Baustein Wie Ergebnis in Wazuh
logs: journal journalctl -o json -f über eine dauerhafte SSH-Verbindung. Nach einem Abbruch geht es per Journal-Cursor lückenlos weiter. Alle Standard-Decoder/-Regeln (sshd, sudo, PAM, Kernel, …), z. B. Brute-Force-Erkennung
logs: file tail -F auf eine Datei. Nach einem Abbruch geht es über Inode und Byte-Offset weiter. Wie oben, format wählbar (syslog, apache, json, audit, …)
integrity Agentless: Größe, Rechte, Besitzer und SHA256 aller Dateien unter den Pfaden, periodisch. Der Vergleich läuft gegen eine eigene Baseline pro Host. Alarme bei neuen, geänderten oder gelöschten Dateien (siehe Regeln unten)
commands Agentless: Befehle ausführen und die Ausgabe mit dem letzten Lauf vergleichen. Alarm „agentless: Change detected“ mit Diff (z. B. neuer offener Port, neuer Benutzer)
agent_tunnel Optional: Reverse-Tunnel ssh -R 1514/1515. Ein echter Wazuh-Agent auf dem Host verbindet sich mit 127.0.0.1. Voller Agent-Umfang (SCA, Schwachstellen, Inventar, Echtzeit-FIM)

Die Agentless-Skripte (manager/agentless/sshpull_*) sind eigene Versionen ohne expect. Sie nutzen Schlüssel-Login und optional sudo -n. Bei den mitgelieferten Wazuh-Skripten wirkt die use_sudo-Option nicht.

Der Integritätscheck nutzt bewusst nicht das FIM-Protokoll von Wazuh. Damit landen alle Agentless-Hosts in der FIM-Datenbank des Managers, nur nach Pfad geordnet. /etc/passwd von Host A, Host B und vom Manager würde sich gegenseitig überschreiben, und der erste Lauf erzeugt pro Datei einen „File added“-Alarm. Hier gilt stattdessen: Der erste Lauf legt nur die Baseline an (ein Alarm), danach werden nur echte Änderungen gemeldet.

Eigene Regeln (manager/rules/sshpull_rules.xml)

ID Level Bedeutung
100501 3 FIM-Baseline für einen Host angelegt
100502 5 Datei hinzugefügt
100503 7 Datei geändert (Inhalt, Größe, Rechte oder Besitzer)
100504 7 Datei gelöscht
100505 10 Mehr als 200 Änderungen in einem Lauf: nur eine Zusammenfassung (Update oder Kompromittierung?)
100506 10 Sicherheitskritische Datei (passwd, shadow, sudoers, sshd_config, pam.d, cron, authorized_keys, ld.so.preload)
100507 10 Neue oder geänderte Datei mit SUID/SGID-Bit
100511 7 SSH-Abholung gestört (Log-Stream, Tunnel oder Agentless-Check). Wird nur beim Zustandswechsel gemeldet.
100512 3 SSH-Abholung wieder verbunden

Befehls-Diffs kommen über die Wazuh-Standardregel 555 („Integrity checksum for agentless device changed“), mit dem Diff im Alarmtext.

Installation

Voraussetzungen: Docker oder Podman, ca. 8 GB RAM frei, ca. 10 GB Platz für Images und Daten.

setup.sh erkennt die Umgebung selbst (./setup.sh info zeigt, was erkannt wurde):

Erkannt Verwendet
Docker docker compose oder docker-compose
Podman (z. B. RHEL, auch mit podman-docker-Wrapper) podman-compose oder podman compose
SELinux aktiv Alle Bind-Mounts haben :z. Ohne SELinux wirkt das nicht.

Als root (sudo ./setup.sh ...) passt das Skript das System zusätzlich an:

  • vm.max_map_count=262144 (dauerhaft in /etc/sysctl.d/99-wazuh.conf)
  • Firewall-Check: Dashboard-Port prüfen und fehlende Regeln anlegen (siehe unten)
  • Podman: podman-restart.service aktivieren, damit der Stack nach einem Reboot startet

Ohne root gibt es dafür nur Hinweise. Mit WAZUH_SKIP_SYSCTL=1 bleibt der Kernel-Parameter unangetastet. Mit CONTAINER_ENGINE=docker|podman lässt sich die Erkennung übersteuern.

./setup.sh                 # Passwörter (.env), TLS-Zertifikate, SSH-Key ssh/id_ed25519, Images bauen
nano hosts.yml             # Hosts eintragen (siehe hosts.yml.example)

Proxy (optional)

Kommt der Server nur über einen Proxy ins Internet, trägst du ihn in .env ein:

cp .env.example .env       # nur vor dem allerersten ./setup.sh nötig
nano .env                  # HTTP_PROXY=http://proxy.firma.local:3128, HTTPS_PROXY=..., ggf. NO_PROXY=...

Alternativ übernimmt ./setup.sh beim ersten Lauf HTTP_PROXY/HTTPS_PROXY aus der Shell. Genutzt wird der Proxy für:

  • Image-Build (dnf, apt, pip) und das Zertifikat-Tool
  • Laufzeit: Manager und Dashboard (Schwachstellen-Feeds von cti.wazuh.com, Update-Check)
  • Podman: auch für das Laden der Images

Die internen Dienstnamen (wazuh.manager, wazuh.indexer, …) sind immer in NO_PROXY. SSH zu den Hosts läuft nie über den Proxy.

Docker: Images lädt der Docker-Daemon, nicht der Container. Ohne Daemon-Proxy gibt setup.sh eine Warnung mit der fertigen systemd-Konfiguration aus. setup.sh ändert die nicht selbst, weil ein Neustart von Docker alle Container auf dem Server neu startet.

Red Hat / Podman

sudo dnf install -y podman openssh-clients
sudo dnf install -y https://dl.fedoraproject.org/pub/epel/epel-release-latest-9.noarch.rpm   # RHEL 9
sudo dnf install -y podman-compose
sudo ./setup.sh            # Podman bitte als root, alle weiteren Befehle ebenfalls mit sudo

Podman muss als root laufen. Rootless scheitert an den Ulimits der Wazuh-Container (memlock, nofile), an Port 443 und an den Zertifikatsrechten. setup.sh bricht in diesem Fall mit einem Hinweis ab.

Zielhosts vorbereiten

Auf jedem Host wird ein Benutzer wazuh-pull angelegt. Er bekommt die Gruppen systemd-journal und adm (Leserechte auf Logs) und den öffentlichen Schlüssel mit restrict (kein PTY, keine Weiterleitungen):

./setup.sh host-script | ssh admin@web01 sudo sh
# Optionen:  --sudo    NOPASSWD-sudo (nur nötig für root-only Dateien, z.B. /etc/shadow im FIM)
#            --tunnel  erlaubt Reverse-Forwarding auf 127.0.0.1:1514/1515 (für agent_tunnel)

Das Skript erst ansehen, dann ausführen: ./setup.sh host-script

Host-Keys, Test, Start

./setup.sh keyscan         # Host-Keys -> ssh/known_hosts, Fingerprints mit den Hosts vergleichen!
./setup.sh test            # prüft Login, Gruppen, Journal-/Datei-Leserechte
./setup.sh up              # starten (down, ps, logs [dienst] analog)
./setup.sh passwords       # Login fürs Dashboard: https://<server>/  (admin / ...)

Der erste Start dauert 1–3 Minuten, bis der Indexer bereit ist.

Hosts ändern

hosts.yml bearbeiten, dann ./setup.sh apply. Damit werden Manager und Collector neu erzeugt. Der Manager schreibt seine Agentless- und Localfile-Konfiguration beim Start aus hosts.yml neu (manager/generate.py).

Dashboard nicht erreichbar? Firewall-Check

sudo ./setup.sh firewall          # = sudo ./firewall-check.sh  (prüft, fragt vor Änderungen)
sudo ./setup.sh firewall --yes    # fehlende Regeln ohne Rückfrage anlegen
./setup.sh firewall --check       # nur prüfen

Geprüft wird der Dashboard-Port aus .env (anderer Port: --port N, Dienst ohne HTTPS: --tcp):

Prüfung Automatische Behebung
Lauscht etwas auf dem Port (nicht nur auf 127.0.0.1)? –
Container-Portweiterleitung (DNAT) vorhanden? Podman: podman network reload --all. Docker: nur Hinweis, weil systemctl restart docker alle Container neu startet.
net.ipv4.ip_forward einschalten (dauerhaft)
firewalld (Zone des Interfaces mit Default-Route) Port freigeben, sofort und dauerhaft, ohne --reload
ufw, auch ufw-docker ufw allow bzw. ufw route allow
iptables (INPUT-Policy, DOCKER-USER) ACCEPT-Regel. Wird gespeichert, wenn netfilter-persistent oder iptables-services vorhanden ist.
natives nftables (eigene input-Kette mit drop) nft insert rule … (dauerhaft selbst in nftables.conf eintragen)
CSF, Shorewall erkennen, nur Hinweis
Lokaler HTTPS-Test (localhost und Server-IP) –

Typischer Fall „netstat zeigt den Port, aber nichts kommt an“: Bei Podman hält conmon den Port reserviert, auch wenn die Portweiterleitung fehlt. Das passiert z. B., wenn die Firewall nach dem Container-Start neu geladen wurde (firewall-cmd --reload, Neustart von iptables/nftables). Der Check erkennt das am fehlenden DNAT bzw. an „TCP offen, aber kein HTTPS“ und lädt die Podman-Regeln neu.

./setup.sh up ruft den Check nach dem Start automatisch auf, als root mit --yes. Sperren außerhalb des Servers (Cloud-Firewall, Proxmox-Firewall, Netzwerk-Firewall) kann er nicht sehen. Dafür von einem anderen Rechner testen: curl -kI https://<server>:443

Testwebserver (testwebserver/)

Ein kleiner Webserver, um die Erreichbarkeit eines Ports unabhängig von Wazuh zu testen. Er ist eigenständig, du kannst das Verzeichnis auch allein auf einen anderen Rechner kopieren.

cd testwebserver
nano .env                  # PORT=8080, TLS=no|yes, MESSAGE=...
./start.sh                 # erkennt Docker/Podman, startet und testet lokal
./start.sh logs            # jede Anfrage mit Client-IP: kommt der Zugriff von außen überhaupt an?
sudo ./start.sh firewall   # Firewall-Check für diesen Port (legt fehlende Regeln an)
./start.sh down

Es wird kein eigenes Image gebaut, nur das offizielle python:3.12-alpine geladen. Bei TLS=yes erzeugt start.sh ein selbstsigniertes Zertifikat (braucht openssl). Ist der Port schon belegt, meldet start.sh das vor dem Start.

Wo finde ich die Daten im Dashboard?

Per SSH geholte Logs und Agentless-Ergebnisse laufen über den Manager. Im Dashboard erscheinen sie deshalb beim Agent 000 (wazuh.manager). Unterscheiden lassen sich die Hosts so:

  • Logs: location: /remote-logs/web01/journal.log oder predecoder.hostname: web01
  • FIM: data.sshpull_fim.host: web01, Befehls-Diffs: location enthält wazuh-pull@web01
  • Verbindungsstatus: rule.groups: sshpull_status

Beispiel-Filter in Threat Hunting: rule.groups: sshpull oder location:*web01*

Hinweis: Rohlogs ohne Regeltreffer werden (wie bei Wazuh üblich) nicht indexiert, nur Alerts. Alles archivieren: in config/wazuh_cluster/wazuh_manager.conf <logall_json>yes</logall_json> setzen und in Filebeat das Archiv aktivieren (siehe Wazuh-Doku „archives“).

Optional: voller Agent über SSH-Tunnel

Wenn auf einem Host ein Wazuh-Agent installiert werden darf, er aber den Server nicht erreicht:

  1. In hosts.yml beim Host agent_tunnel: true setzen. Host mit --tunnel vorbereiten.
  2. Agent auf dem Host installieren (Paket von packages.wazuh.com, gleiche Version wie der Manager) mit WAZUH_MANAGER=127.0.0.1, bzw. in ossec.conf <address>127.0.0.1</address>.
  3. ./setup.sh apply. Der Collector hält den Tunnel offen, der Agent registriert sich über 127.0.0.1:1515 und erscheint als eigener Agent im Dashboard.

Ports 1514 und 1515 sind nicht nach außen veröffentlicht. Nur der Collector erreicht sie.

Dateien

Pfad Zweck
hosts.yml Die einzige Stelle für Hosts und Optionen
setup.sh Einrichtung und Betrieb (erkennt Docker/Podman)
firewall-check.sh Erreichbarkeit des Dashboard-Ports prüfen und reparieren
testwebserver/ Eigenständiger Testwebserver für Port-/Firewall-Tests
docker-compose.yml Stack. Nach außen geht nur das Dashboard (DASHBOARD_PORT)
.env Version, Zeitzone, Passwörter (von setup.sh erzeugt, nicht committen)
ssh/ id_ed25519 (privater Schlüssel, nicht committen), known_hosts
common/sshpull_hosts.py Laden und Prüfen von hosts.yml, SSH-Config erzeugen (Manager und Collector)
collector/ Log-Streaming-Dienst
manager/ Manager-Image: openssh-client, Agentless-Skripte, Config-Generator
config/ Wazuh-Konfiguration (Basis: wazuh/wazuh-docker single-node)

Fehlersuche

./setup.sh logs sshpull.collector                            # Verbindungen/Reconnects pro Host
./setup.sh logs wazuh.manager | grep -i agentless

Für exec die passende Engine nehmen (docker oder sudo podman). Die Containernamen zeigt ./setup.sh ps, z. B.: sudo podman exec wazuh_wazuh.manager_1 ls -la /remote-logs/web01/

  • journal=WARNUNG:nur-eigene-Logs… bei ./setup.sh test: Der Benutzer ist nicht in der Gruppe systemd-journal. Danach neu einloggen bzw. den Collector neu starten.
  • Podman: Hängt ./setup.sh up bei „podman wait“, konnte ein Container nicht angelegt werden. Die Ursache zeigt sudo podman-compose --verbose up -d 2>&1 | grep -i error.
  • Host key verification failed: ./setup.sh keyscan ausführen, oder in hosts.yml ssh.host_key_checking: accept-new setzen.
  • Agentless-Checks laufen das erste Mal kurz nach dem Start, danach alle interval Sekunden. Der erste Lauf legt nur die Baseline an, Alarme gibt es erst bei Änderungen. Die Checks laufen nacheinander. Bei vielen Hosts mit großen Pfaden (/usr) das interval großzügig wählen.
  • Baseline eines Hosts neu anlegen (z. B. nach einem gewollten Update): <docker|podman> exec wazuh_wazuh.manager_1 rm /var/ossec/agentless/.sshpull/web01.json
  • Ohne sudo sind root-only Dateien (z. B. /etc/shadow, Host-Keys) nur über Größe, Rechte und Besitzer überwacht, nicht über den Inhalt.