"ports": wer belegt 80/443/5000 - und lokales Checkmk stilllegen

Auf einem Rechner, auf dem Checkmk vorher direkt installiert war, haelt
die alte Instanz Port 5000 weiter besetzt, ein Apache aus der
Grundinstallation gern 80 und 443. Der Container startet dann nicht, und
die Suche ist muehsam: "ss" zeigt den Prozessnamen nur mit root-Rechten.

"ports" beantwortet beides. Den Prozess findet es ueber ss, netstat oder
lsof; die zugehoerige systemd-Unit liest es aus /proc/<pid>/cgroup - die
Datei ist ohne root lesbar, damit steht auch ohne sudo da, welcher
Dienst es ist. Nachgestellt mit eigenen Lauschern auf 5000 und 8000:
Programm und Scope werden korrekt genannt.

"ports --free" schlaegt vor, was sich stilllegen laesst, "--apply" fuehrt
es nach Rueckfrage aus:

  omd stop alt
  omd config alt set AUTOSTART off
  systemctl disable --now httpd.service

Geloescht wird NICHTS. "omd stop" haelt die Site nur an, AUTOSTART=off
verhindert den Start nach einem Neustart; /omd/sites bleibt unangetastet
und laesst sich weiterhin importieren - genau darum ging es.

Drei Sicherungen: gestoppt wird nur, was laeuft; ein .scope (etwa eine
Login-Sitzung) wird nie angeboten, weil sich daran nichts abschalten
laesst; und Container-Dienste bleiben aussen vor, sonst legte man sich
den eigenen Stack still.

Beim Testen ein Abbruch gefunden: fehlt die site.conf, liefert sed 2 und
unter "set -e" war mitten in der Ausgabe Schluss - die Liste der Sites
erschien gar nicht erst.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
This commit is contained in:
2026-09-21 09:13:21 +02:00
co-authored by Claude Opus 5
parent 58308264c6
commit ee9ca6db33
3 changed files with 353 additions and 0 deletions
+63
View File
@@ -2684,6 +2684,7 @@ Eine Dateiauswahl mit Verzeichnisnavigation ist eingebaut.
| `firewall [check\|open\|close]` | prüfen, öffnen und nicht mehr Benötigtes wieder schließen (firewalld, ufw, nftables, iptables); `close --keep-admin` lässt den Adminport offen |
| `shell` | Root-Shell im Checkmk-Container |
| `omd …` | beliebiges `omd`-Kommando im Container |
| `ports [--free]` | wer belegt 80/443/5000/8000 – und lokales Checkmk stilllegen, ohne Daten zu löschen |
| `noproxy [--export\|--fix]` | prüfen, ob lokale Adressen am HTTP-Proxy vorbeigehen; eintragen in profile.d, `.bashrc`, `/etc/environment` oder die systemd-Unit |
Globale Optionen: `--env-file DATEI`, `-y/--yes` (keine Rückfragen, z. B. für
@@ -3459,6 +3460,68 @@ Nützliche Kommandos:
docker exec -it checkmk omd su cmk # bzw. podman exec …
```
### 20.1 Port 5000 (oder 80/443) ist belegt – aber von wem?
Auf einem Rechner, auf dem Checkmk vorher **direkt installiert** war, hält die
alte Instanz Port 5000 weiter besetzt; ein Apache aus der Grundinstallation
belegt gern 80 und 443. Der Container startet dann nicht, und die Suche ist
mühsam – `ss` zeigt den Prozessnamen nur mit root-Rechten.
```bash
./scripts/cmk-manage.sh ports
```
```
Belegte Ports
PORT ZWECK PROGRAMM UNIT/SCOPE
80 HTTP und Lets-Encrypt-Pruefung httpd httpd.service
443 HTTPS (Checkmk, Zentrale, weitere httpd httpd.service
81 Adminoberflaeche des Proxy Manage frei
5000 Checkmk direkt - gehoert hinter d apache2 omd.service
Direkt installiertes Checkmk
Version : OMD - Open Monitoring Distribution Version 2.3.0p23.cre
alt laeuft Autostart: on
zweitalt gestoppt Autostart: on
```
Die **Unit** kommt dabei aus `/proc/<pid>/cgroup` – die Datei ist lesbar, ohne
root zu sein. Damit steht auch ohne `sudo` da, welcher Dienst es ist.
### 20.2 Die lokale Instanz stilllegen – ohne die Daten anzufassen
```bash
sudo ./scripts/cmk-manage.sh ports --free # nur den Vorschlag zeigen
sudo ./scripts/cmk-manage.sh ports --free --apply
```
```
Vorschlag
omd stop alt
omd config alt set AUTOSTART off
omd config zweitalt set AUTOSTART off
systemctl disable --now httpd.service
```
**Gelöscht wird nichts.** `omd stop` hält die Site nur an, `AUTOSTART=off`
verhindert den Start nach einem Neustart. `/omd/sites/…` bleibt unangetastet,
die Daten lassen sich also weiterhin in den Container holen – entweder direkt
oder über ein Bundle vom `migrate_creator.sh`
([Kapitel 17](#17-migration-einer-direktinstallation-migrate_creatorsh)):
```bash
./scripts/cmk-manage.sh import --file <bundle>
```
Zwei Sicherungen sind eingebaut: Gestoppt wird nur, was auch läuft, und ein
`.scope` (etwa eine Login-Sitzung) wird nie angeboten – abschalten lässt sich
nur, was eine echte Unit ist. Container-Dienste (`docker.service`,
`podman.socket` …) bleiben ebenfalls außen vor, sonst legte man sich den
eigenen Stack still.
In der Oberfläche liegt das im Hauptmenü unter **Belegte Ports – lokales
Checkmk/Apache stilllegen**.
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## 21. Sicherheitshinweise