no_proxy vergleicht Namen, keine Adressen - NPM_API_HOST

Der Kern des Problems, und die Stelle, an der man am laengsten sucht:
"no_proxy=localhost" deckt eine Anfrage an 127.0.0.1 NICHT ab, und
umgekehrt genauso wenig. An curl 7.88 nachgemessen:

  no_proxy      an 127.0.0.1      an localhost
  localhost     ueber den Proxy   direkt
  127.0.0.1     direkt            ueber den Proxy

In Firmennetzen steht oft nur "localhost" in der Ausnahmeliste - dann
laeuft ausgerechnet der Zugriff auf die Schnittstelle des Proxy
Managers ueber den Proxy, obwohl no_proxy dem Anschein nach gesetzt
ist.

Deshalb NPM_API_HOST: damit laesst sich die Schnittstelle als
"localhost" ansprechen, ohne die Ausnahmeliste zu aendern - was im
Kundennetz oft nicht in der eigenen Hand liegt. Vorgabe bleibt
127.0.0.1, denn das kommt ohne Namensaufloesung aus und zeigt immer auf
IPv4.

"noproxy" prueft jetzt beide Schreibweisen einzeln und sagt, welche
fehlt, statt nur "geht nicht" zu melden:

  http://127.0.0.1:81/         geht an den Proxy
  http://localhost:81/         direkt
  [ WARN ] Nur 'localhost' ist ausgenommen, 127.0.0.1 nicht.
           Bis das geaendert ist, hilft sofort:
             cmk-manage.sh config set NPM_API_HOST localhost

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@@ -553,6 +553,7 @@ Die wichtigsten Schalter:
| `TZ` | Zeitzone, z. B. `Europe/Berlin` |
| `NPM_ENABLED` | `on`/`off` – soll der Proxy-Manager-Container überhaupt laufen? Siehe [12.4](#124-proxy-manager-ganz-abschalten-externer-nginx) |
| `NPM_ADMIN_PORT` | Port der Proxy-Manager-Oberfläche (Vorgabe 81) – nur über `npm-port` bzw. das Menü ändern |
| `NPM_API_HOST` | Name für die Schnittstelle (`127.0.0.1` oder `localhost`) – siehe [Kapitel 14.6](#146-netze-mit-zwangsproxy-api-fehler-der-keiner-ist) |
| `NPM_ADMIN_URL` | Startseite des Terminal-Browsers; leer = automatisch aus `NPM_ADMIN_PORT` |
| `BACKUP_DIR` | Ablage für **manuelle** Backups (Vorgabe `./backups`); geplante Jobs haben eigene Pfade |
| `BACKUP_AUTO` | `on`/`off` – sollen die Backup-Jobs per cron laufen? |
@@ -2665,6 +2666,37 @@ Erkannt wird das nicht geraten, sondern an dem, was `curl -v` selbst sagt
(`Uses proxy env variable http_proxy == …`) – dafür muss auf der Zieladresse
nichts laufen.
### `no_proxy` vergleicht Namen, keine Adressen
Das ist der Punkt, an dem man am längsten sucht: `no_proxy=localhost` deckt
eine Anfrage an `127.0.0.1` **nicht** ab – und umgekehrt. Nachgemessen mit
curl 7.88:
| `no_proxy` | Anfrage an `127.0.0.1` | Anfrage an `localhost` |
|---|---|---|
| `localhost` | **geht an den Proxy** | direkt |
| `127.0.0.1` | direkt | **geht an den Proxy** |
| beide | direkt | direkt |
In Firmennetzen steht oft nur `localhost` in der Ausnahmeliste. Dann läuft
ausgerechnet der Zugriff auf die Schnittstelle des Proxy Managers über den
Proxy. `noproxy` prüft deshalb **beide** Schreibweisen und sagt, welche fehlt:
```
Gehen lokale Anfragen daran vorbei?
http://127.0.0.1:81/ geht an den Proxy
http://localhost:81/ direkt
[ WARN ] Nur 'localhost' ist ausgenommen, 127.0.0.1 nicht.
Bis das geaendert ist, hilft sofort:
cmk-manage.sh config set NPM_API_HOST localhost
```
`NPM_API_HOST` bestimmt, unter welchem Namen die Schnittstelle angesprochen
wird – Vorgabe `127.0.0.1`, weil das ohne Namensauflösung auskommt und immer
auf IPv4 zeigt. Lässt sich die Ausnahmeliste im Kundennetz nicht ändern, ist
das Umstellen auf `localhost` der kürzere Weg.
**In der laufenden Sitzung** – ein Programm kann die Umgebung seiner Elternshell
nicht ändern, deshalb der Umweg über `eval`: