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deploy-email-plesk-kerio-ne…/README.md
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2026-05-12 11:04:17 +02:00

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deploy-email-plesk-kerio-nextcloud

Tool, um neue Mitarbeiter:innen-Konten in einem Rutsch über drei Systeme auszurollen und am Ende eine PDF mit den Zugangsdaten zu erzeugen:

  1. Plesk Mailpostfach anlegen (nur Mailserver-Login, keine Plesk-GUI).
  2. Kerio Connect Benutzer anlegen + POP3-Sammler einrichten, der die Mails alle paar Minuten vom Plesk-Server abholt (14 Tage auf dem Server belassen, SSL).
  3. Nextcloud Benutzer (Username = vorname.nachname, lowercase, Umlaute transliteriert) mit Gruppe und Speicherquota anlegen.
  4. PDF pro Benutzer eine PDF + eine Sammel-PDF mit allen Zugangsdaten.

CLI und Tkinter-GUI mit „+ Zeile"-Endlosfeldern.


Installation

python3 -m venv .venv
source .venv/bin/activate
pip install -r requirements.txt
cp .env.example .env
$EDITOR .env

Tkinter ist Teil der Python-Standardbibliothek, unter Debian/Ubuntu ggf. sudo apt install python3-tk.

Konfiguration (.env)

Plesk-Backend wählen (PLESK_BACKEND)

Dreistufige Wahl, je nachdem welchen Zugriff du auf das Plesk hast:

Backend Wann? Was passiert
manual Shared-Host beim Kunden kein API, kein SSH (Default) Tool legt nichts in Plesk an. Im Webinterface manuell anlegen, dann Tool laufen lassen (oder andersrum Kerio-POP3-Sammler funktioniert erst, wenn das Postfach existiert).
api Eigener/dedizierter Plesk mit REST-API Anlegen via /api/v2/cli/mail/call (entspricht plesk bin mail). Auth über PLESK_API_KEY (bevorzugt) oder PLESK_USER / PLESK_PASSWORD.
ssh Eigener Plesk, API blockiert, aber SSH offen paramiko öffnet SSH und ruft plesk bin mail direkt. Auth über Key (PLESK_SSH_KEY) oder Passwort (PLESK_SSH_PASSWORD). Bei Bedarf PLESK_SSH_USE_SUDO=true.

SSH-Backend braucht zusätzlich paramiko: pip install paramiko. Für manual reicht das Standard-requirements.txt.

Restliche Variablen

Variable Beschreibung
KERIO_ADMIN_USER i.d.R. Admin
KERIO_ADMIN_PASSWORD Adminpasswort
KERIO_ADMIN_PORT Standard 4040
NEXTCLOUD_ADMIN_USER Admin-User (App-Passwort empfohlen)
NEXTCLOUD_ADMIN_PASSWORD Admin- oder App-Passwort
POP3_PORT POP3-Sammler in Kerio (default 995 = POP3S)
POP3_KEEP_DAYS Tage, die Mails auf Plesk verbleiben (default 14)
SMTP_PORT Nur für die PDF-Anzeige (default 465)
VERIFY_TLS false nur bei Test/selbst signierten Zertifikaten

Plesk-API-Key per SSH erzeugen (nur für PLESK_BACKEND=api)

Plesk lässt das Anlegen von API-Keys nicht in der Web-GUI zu. Per SSH auf dem Plesk-Host:

# Login als root oder Plesk-Admin
plesk bin secret_key --create -ip-address 0.0.0.0/0 -description "deploy-tool"
# Ausgabe-Beispiel:
#   API key was successfully generated. Key:
#   1a2b3c4d-1234-5678-9abc-deadbeef0001

Den Key in .env als PLESK_API_KEY=… eintragen. Tipp: -ip-address möglichst auf die IP einschränken, von der das Tool ausgeführt wird (z.B. -ip-address 192.0.2.10).

Vorhandene Keys listen / löschen:

plesk bin secret_key --list
plesk bin secret_key --delete <key>

CSV-Format

UTF-8, Trennzeichen ; oder , (wird automatisch erkannt). Kopfzeile case-insensitive. Beispiel: example.csv.

Spalte Pflicht Bedeutung
Vorname ja Vorname
Name ja Nachname
emailadresse ja volle Mailadresse, ist Login bei Plesk + Kerio
pleskhost ja Hostname Plesk-Mailserver (auch POP3-Server für Kerio-Sammler)
keriohost ja Hostname Kerio Connect (Admin-API auf Port 4040, Webmail auf 443)
nextcloudhost ja Nextcloud-Hostname
kerioemailkennwort ja Passwort für den Kerio-User
pleskemailkennwort ja Passwort für das Plesk-Mailpostfach
nextcloudgruppe nein Gruppe in Nextcloud (wird angelegt falls nicht vorhanden)
nextcloudspeicher nein Speicher in GB. Leer = unlimitiert
nextcloudkennwort ja Passwort für den Nextcloud-User

Der Nextcloud-Username wird aus Vor-/Nachname abgeleitet (vorname.nachname, lowercase, ä→ae, ö→oe, ü→ue, ß→ss). Die Emailadresse aus der CSV wird im Nextcloud-Profil als E-Mail eingetragen.


Aufruf

CLI

python deploy.py --csv example.csv --output ./output

Exit-Code 0 wenn alle Konten ohne Fehler verarbeitet wurden, sonst 1.

GUI

python deploy.py --gui
# oder einfach
python deploy.py

In der GUI:

  • Per + Zeile beliebig viele Konten hinzufügen.
  • CSV laden füllt die Felder aus einer bestehenden CSV.
  • Ausgabeordner wählen, dann Ausführen ▶.
  • Log unten zeigt Fortschritt; bei jedem Konto entsteht eine Einzel-PDF, am Ende eine Sammel-PDF mit Zeitstempel.

Ablauf je Konto

Plesk: Mailpostfach anlegen
       - PLESK_BACKEND=manual → übersprungen (manuell in Plesk-GUI anlegen)
       - PLESK_BACKEND=api/ssh → automatisch
   ↓
Kerio: User anlegen + POP3-Sammler eintragen, der vom Plesk-Host abholt
       (Port aus POP3_PORT=995, SSL, 14 Tage auf Server belassen).
       Kennwort-ändern ist für den User gesperrt (mayChangePassword=False).
   ↓
Nextcloud: User vorname.nachname mit Gruppe + Quota anlegen
   ↓
PDF (einzeln) schreiben

Am Ende:

  • eine Einzel-PDF pro Konto + eine Sammel-PDF beide enthalten ausschließlich Zugangsdaten und sind 1:1 an den Kunden weitergebbar.
  • ein _admin_report_<timestamp>.txt mit Status pro Konto (✓ angelegt / · übersprungen / ⚠ manuell / ✗ Fehler) NICHT für den Kunden, das ist deine Admin-Übersicht.

Bestehende Konten werden übersprungen (kein Fehler) und im Admin-Report entsprechend markiert. Damit kann eine CSV gefahrlos zweimal laufen.

Workflow bei PLESK_BACKEND=manual (Shared Host)

  1. CSV vorbereiten / in der GUI eintippen.
  2. Tool laufen lassen → Kerio-User + POP3-Sammler + Nextcloud-User werden angelegt, PDFs geschrieben, Admin-Report aufgelistet welche Mailpostfächer manuell anzulegen sind.
  3. Im Plesk-Webinterface des Kunden für jeden Eintrag die Mailadresse mit exakt dem in der CSV vergebenen Plesk-Mail-Passwort einrichten.
  4. Sobald das Postfach existiert, holt der Kerio-Sammler automatisch eingehende Mails ab.

Hinweise / Caveats

  • Kerio API-Methoden: die JSON-RPC-Methodennamen für POP3-Sammler (Pop3Accounts.create) entsprechen Kerio Connect 9.x. Falls deine Version andere Methoden nutzt, ist die Originalmeldung von Kerio in der Fehlerausgabe (mit Methodenname) sichtbar dann in clients/kerio.py anpassen.
  • Plesk REST-CLI-Wrapper: nutzt /api/v2/cli/mail/call (entspricht plesk bin mail). Verfügbar ab Plesk Obsidian.
  • Nextcloud OCS: die Admin-Credentials brauchen das Recht „Benutzer verwalten". App-Passwort empfohlen, damit der Account nicht 2FA-geschützt bleibt.
  • TLS: VERIFY_TLS=false nur in Testumgebungen. Self-signed Zertifikate gehören in einen lokalen Trust-Store, nicht ignoriert.
  • Passwörter stehen sowohl in der CSV als auch in den PDFs im Klartext. CSV nach erfolgreichem Lauf löschen, PDFs verschlüsselt versenden.

Dateien

deploy.py             CLI-Entry + Orchestrierung
gui.py                Tkinter-GUI mit Endlosfeldern
config.py             .env-Loader
models.py             Account / Result Datentypen
pdf.py                ReportLab PDF-Erzeugung (kunden-tauglich)
clients/plesk.py      Plesk REST-CLI-Wrapper      (PLESK_BACKEND=api)
clients/plesk_ssh.py  Plesk SSH-Wrapper, paramiko (PLESK_BACKEND=ssh)
clients/kerio.py      Kerio JSON-RPC Admin-Client
clients/nextcloud.py  Nextcloud OCS-Client
example.csv           Beispiel-Eingabedatei
.env.example          Beispiel-Konfiguration