Anthropics Filter ("safeguards flagged this message", Details: [cyber]) trifft
genau unsere Themen — Ports, Tunnel, Zugangsdaten. Bisher war danach der
Projekt-Chat tot, und zwar aus einem Grund, den man der Meldung nicht ansieht:
Der Filter meldet sich NICHT als HTTP-Fehler. Die CLI liefert ein voellig
normales Ergebnis mit is_error=true und dem Fehlertext im content — also dort,
wo sonst ARIAs Antwort steht. proxy_client.py warf das Flag weg, der Agent
konnte Fehler und Antwort nicht unterscheiden und schrieb den Text per
conversation.add("assistant", ...) in den Verlauf. Weil der Verlauf bei jedem
Turn mitgeht, scheiterte ab da JEDE weitere Frage an derselben Stelle.
Zwei Stufen dagegen (aria-brain/safeguard.py):
1. Modellwechsel. Der Filter haengt am Modell ("Opus 5's safeguards ..."),
Anthropic raet selbst zu "change your model". Derselbe Turn wird automatisch
mit dem Ausweich-Modell neu gefragt; laeuft der Rest des Turns (Tool-Schritte)
gleich mit darauf weiter. Der ausloesende Turn wird vermerkt, damit die
naechsten Turns nicht erst wieder gegen die Wand laufen. Der Vermerk
verfaellt von selbst, sobald der Turn aus dem Rolling Window gerollt ist —
nichts muss aufgeraeumt werden, und das Projekt faellt von allein aufs
Hauptmodell zurueck.
2. Quarantaene. Blockt auch das Ausweich-Modell, liegt es am Verlauf selbst.
Dann faellt der ausloesende Turn aus dem Prompt-Fenster. NICHT geloescht: er
bleibt in conversation.jsonl, steht mit Text in der Diagnostic und ist per
Klick zurueckholbar. Der rohe Fehlertext wird nie persistiert — ARIA sagt in
eigenen Worten, was passiert ist.
Der Zustand liegt in /data/safeguard.json, bewusst nicht in conversation.jsonl:
ein Markieren dort erzwaenge ein Rewrite, und das schreibt nur das In-Memory-
Window zurueck — alles schon Destillierte waere weg.
Erkennung bewusst zweistufig: mit is_error genuegt ein Marker, ohne muss der
Text mit "API Error" beginnen. Sonst wuerde eine Antwort, in der ARIA ueber den
Filter *spricht*, einen Modellwechsel ausloesen.
Mitgenommen:
- Das Memory-Destillat schickt denselben Verlauf nochmal durch und wurde
genauso blockiert — nur fiel es dort als "unparsbares JSON" auf und
wiederholte sich bei jedem Lauf. Weicht jetzt ebenfalls aus.
- clean_poisoned_turns.py raeumt die Altlasten: Fehlertexte, die vor diesem Fix
schon im Verlauf stehen. Neu auch in Projekten (dort sterben sie ja), mit dem
ausloesenden User-Turn desselben Kontexts, Dry-Run per Default.
- Diagnostic: Ausweich-Modell einstellbar (runtime.json, ohne Neustart, weil
safeguard.py erst im Ernstfall liest) und ein Panel, das zeigt was blockiert
wurde und ob es NOCH wirkt.
Tests: 35/35 fuer die Rettungskette gegen den echten agent.chat(), 16/16 fuer
das Aufraeum-Script.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
Beide Restpunkte teilen eine Verkabelung: die projectId fliesst jetzt bis zum
Proxy und zurueck in die agent_activity-Events.
Restpunkt 1 — per-Kontext Activity-Indikator:
- Brain: proxy_client.chat_full(project_id) → payload.aria_project_id;
agent.py gibt active_project_id mit.
- Proxy routes.js: liest aria_project_id, taggt Tool-/Stream-Hooks damit,
trackt Subprozesse pro Kontext.
- Bridge: _emit_activity(project_id) + payload.projectId; /internal/agent-activity
reicht projectId durch; send_to_core/_process_core_response taggen thinking/idle
mit dem Turn-Kontext.
- App: agentActivityByCtx-Map; „ARIA denkt"-Indikator zeigt nur den
fokussierten Kontext statt global zu flackern.
Restpunkt 2 — kontext-scoped Cancel (Barge-In):
- Proxy: neuer /cancel {projectId} killt NUR die Subprozesse eines Kontexts
(_cancelByProject); /cancel-all bleibt fuers NOT-AUS.
- Bridge: soft cancel_request → _cancel_proxy_for_project(projectId) statt des
toten Diagnostic /api/cancel. Hard bleibt /cancel-all.
- App: cancel_request + Abbrechen-Button tragen die fokussierte projectId.
Damit laufen Kontexte in der App echt parallel: Arbeit in Projekt A wird durch
Senden/Abbrechen in Hauptchat oder Projekt B nicht mehr abgewuergt, und der
Indikator gehoert zum sichtbaren Chat.
Co-Authored-By: Claude Opus 4.8 (1M context) <noreply@anthropic.com>
Brain timed bei langen Pentests nach exakt 20:00 min raus, obwohl ARIAs
Subprozess fleissig weiterarbeitete und der Live-View alles zeigte.
Root-Cause: proxy_client.py hatte einen 1200s httpx.Client-Timeout —
genau der Wert, den wir vor 5 Tagen am Proxy auf 24h hochgezogen hatten.
Schicht uebersehen.
- docker-compose.yml: PROXY_TIMEOUT_SEC=86400 als brain-env.
- proxy_client.py: httpx.Timeout split (connect=10, read=86400, write=30,
pool=10). Toter Proxy wird in 10s erkannt, lange ARIA-Sessions duerfen
24h laufen.
- routes.js handleNonStreamingResponse: res.on("close") + isComplete-Flag.
Brain-Disconnect killt jetzt den Subprozess statt ihn verwaisen zu lassen.
- agent.py chat(): try/except — bei Exception nach dem User-Turn wird ein
Assistant-Error-Marker geschrieben, damit Conversation user->assistant
konsistent bleibt (kein Tool-Call-Loop-Fail in Folge-Calls).
Co-Authored-By: Claude Opus 4.7 (1M context) <noreply@anthropic.com>
Multi-Tool-Sessions chronisch gekappt
Live-Diagnose auf der VM: drei verkettete 5-Min-Timeouts feuern bei
jedem laengeren Brain-Call exakt gleichzeitig:
06:16:02 Brain → Proxy /v1/chat/completions
06:20:53 Bridge kappt (4m51s, urlopen timeout=300)
06:21:02 Brain bekommt HTTP 500 vom Proxy ('timed out after 300000ms')
Stefan's Karten-Rekonstruktion (curl gegen Nominatim/OSRM + viele Bash-
Tool-Calls + DB-Inserts) braucht locker 8–15 Min — alle Brain-Calls
ueber 5 Min sind reihenweise mit 'Brain-Fehler: timed out' verreckt,
auch wenn die Arbeit zu 80% durch war.
Drei Stellen patchen:
- bridge/aria_bridge.py: urlopen 300 → 1200 (20 Min)
- aria-brain/proxy_client.py: PROXY_TIMEOUT_SEC default 300 → 1200
- docker-compose.yml: dritter sed-Patch im proxy-Service
setzt DEFAULT_TIMEOUT im claude-max-api-proxy von 300000 auf 1200000
Plus App-Watchdog: 180s → 1260s (21 Min, knapp ueber Brain-Timeout)
damit der lokale Stuck-Watchdog nicht waehrend legitimer langer
Sessions feuert. Echte Verbindungsabbrueche kappen vorher per WS-
Disconnect.
UX-Tradeoff bewusst akzeptiert: User sieht jetzt bis zu 20 Min nur
'ARIA denkt...' ohne Zwischen-Updates. Echte Loesung waere Streaming
oder async-Job-API (siehe Etappe B/C im Vorschlag) — das ist groesseres
Refactoring, hier reicht erst mal der Quick-Fix.
Co-Authored-By: Claude Opus 4.7 (1M context) <noreply@anthropic.com>
Diagnose-Log um Trigger-Hang zu klaeren: warum legt ARIA keinen Timer
an, obwohl trigger_timer als Tool definiert ist? Wir loggen jetzt nach
jedem Proxy-Call:
- finish_reason
- alle Keys aus der message
- tool_calls-Anzahl + content-Laenge
- die rohe message (truncated 1500 chars)
So sehen wir ob der Proxy tool_calls leer liefert (Proxy schluckt
tools-Feld?), ob Claude ignoriert (Anthropic-Native-Format statt
OpenAI?), oder ob unser Dispatch falsch parsed.
Co-Authored-By: Claude Opus 4.7 (1M context) <noreply@anthropic.com>
Stefan hat den Max 5x Plan (~\$90-100/Monat), ungefaehres Limit 225 Calls pro
5h-Fenster fuer Sonnet. Damit nicht in eine Tool-Loop-Schleife laufen ohne
es zu merken: kleine Metrics-Pipeline, sichtbar in der Diagnostic.
aria-brain/metrics.py
Append-only JSONL Logger unter /data/metrics.jsonl. Pro Claude-Call eine
Zeile {ts, model, in, out} mit Token-Schaetzung (chars/4, Anthropic-
Heuristik). aggregate(window) zaehlt die letzten N Sekunden.
Auto-Rotate bei 50k Zeilen → 25k behalten (~70 KB/Monat bei 1k Calls/Tag,
Cap also weit oben).
aria-brain/proxy_client.py
chat_full() ruft am Ende metrics.log_call(model, messages_in, reply).
Failed/exception-Pfade loggen nicht (sonst false positives).
aria-brain/main.py
GET /metrics/calls → {h1, h5, h24, d30}, jedes Window mit calls,
tokens_in, tokens_out, by_model.
diagnostic/index.html
Neue Card "Token / Calls" im Gehirn-Tab. Plan-Dropdown
(Pro / Max 5x / Max 20x / Custom), localStorage-persistiert. 4 Metric-
Zellen fuer 1h/5h/24h/30d mit Calls + Tokens. Progress-Bar oben zeigt
5h-Counter gegen Plan-Limit. Warn-Klassen: gelb bei 80%, rot bei 90%.
Auto-Refresh alle 30s wenn Gehirn-Tab offen, plus bei Tab-Wechsel.
Info-Modal erklaert die Limits + dass HTTP-Call != User-Frage (Tool-Use
kann pro Frage bis zu 8 Calls verursachen).
Co-Authored-By: Claude Opus 4.7 (1M context) <noreply@anthropic.com>
War kaputt nach OpenClaw-Abriss: handleGetModel/handleSetModel haben gegen
aria-core (dockerExec + node-script in den Container) gearbeitet, der gibt's
nicht mehr.
diagnostic/server.js
- handleGetModel/handleSetModel lesen/schreiben jetzt brainModel in
/shared/config/runtime.json
- RUNTIME_CONFIG_FIELDS um "brainModel" erweitert
- Tote Variante (findSettingsFile + base64-node-script) komplett raus
aria-brain/proxy_client.py
- Liest brainModel aus runtime.json beim Container-Start
- Fallback: BRAIN_MODEL env → "claude-sonnet-4" Default
- Bei Aenderung in Diagnostic: aria-brain restarten damit's greift
(Hinweis steht in der UI)
diagnostic/index.html
- Section "Model" → "Sprachmodell (Brain)"
- Hinweis-Block mit Default-Erklaerung und Restart-Hinweis
- Modelle: claude-sonnet-4 (default), claude-opus-4, claude-haiku-4-5
Co-Authored-By: Claude Opus 4.7 (1M context) <noreply@anthropic.com>