feat(llm): Cluster — Programme fragen ein Modell, der Cluster waehlt die Karte

Programme sollen nicht Box und Karte aussuchen muessen. Die ARIA-Bridge kennt
alle Boxen samt Karten-Belegung und verteilt (bridge/llm_cluster.py):

- Auswahl: unter allen online Boxen mit dem Modell die mit den wenigsten
  laufenden Anfragen, bei Gleichstand reihum. Eine Karte / alles frei →
  alles dorthin ("verteilen, wenn noetig").
- Ausfall: geht eine Box waehrend der Anfrage offline (kein Ping mehr), wird
  sie EINMAL an eine andere Box mit demselben Modell gegeben. Modell-Fehler
  (z.B. Kontext zu lang) werden nicht wiederholt — waeren ueberall gleich.
- Fehler kommen als Fehler (ok=false + errorCode), nie als Antwort-Text: ein
  Programm wuerde ihn sonst als Aussage der KI in seinen Verlauf schreiben —
  so ist bei ARIA schon mal ein ganzer Chat kaputtgegangen.

RVS: llm_cluster_models_request → llm_cluster_models (jedes Modell EINMAL,
ctx = kleinstes Kontextfenster unter seinen Karten), llm_cluster_request →
llm_cluster_response. In der RVS-Allow-List freigegeben.

ARIA nutzt denselben Router (mit ihrer 30-s-Frist fuer den lokalen
Schnellweg) — vorher Round-Robin ohne Ausfall-Ersatz, und errorCode ging
verloren.

xtts/openai_rvs_wrapper: fuer Programme, die nur "OpenAI-kompatibel" koennen
(OpenHands & Co.). Kleiner Container NEBEN dem Programm, fuer das der Cluster
dann http://127.0.0.1:8099/v1 ist; braucht nur eine ausgehende Verbindung zum
RVS. /v1/models (jedes Modell einmal, context_length), /v1/chat/completions
(auch stream und tools), Fehler als HTTP mit OpenAI-Fehlerobjekt. Hilfsseite
auf / zeigt Status, Base URL und Modelle. Fuer Programme in Docker: Netz
aria-llm, Name openai-rvs-wrapper. .env.example mit RVS_HOST/PORT/TOKEN.
(Ein OpenAI-Endpunkt direkt auf der VM war kurz drin und ist wieder raus —
der Wrapper braucht keinen offenen Port auf der VM.)

docs/LLM-SCHNITTSTELLE.md neu gegliedert: A) Cluster ueber RVS (empfohlen),
B) Wrapper, C) direkt an eine Box (Sonderfall), plus "Umstellen" fuer
bestehende Clients (Software-Schmiede).

Tests: mit echtem RVS und zwei echten llm-adaptern als zwei Boxen —
Modell einmal gelistet, 6 parallele Anfragen 3/3 verteilt, Box friert
mitten in der Anfrage ein → nach 15 s von der anderen beantwortet
(attempts=2), danach direkt die gesunde, nicht geladenes Modell →
model_unavailable ohne content. Wrapper als Docker-Container gegen das
offizielle OpenAI-SDK: models.list, create mit/ohne stream, NotFoundError,
AuthenticationError. Das Doku-Beispiel lief unveraendert (nur Adresse).

Co-Authored-By: Claude Opus 5.5 <noreply@anthropic.com>
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# Lokale Sprachmodelle nutzen — Schnittstelle für Drittprogramme
# Lokale Sprachmodelle nutzen — Schnittstelle für Programme
Diese Seite beschreibt, wie ein Programm die lokalen Sprachmodelle auf den
KI-Boxen von ARIA nutzt: über den RVS (WebSocket) oder direkt über den
OpenAI-kompatiblen Port einer Box.
Wie ein Programm die lokalen Sprachmodelle auf den KI-Boxen von ARIA nutzt.
**Kurz:** Du fragst ein **Modell**, nicht eine Box oder Karte. Der Cluster
sucht sich aus, wo es läuft. Eigene Programme sprechen dafür über den RVS
(Abschnitt A). Programme, die nur „OpenAI-kompatibel" können, bekommen den
OpenAI-RVS-Wrapper neben sich gestellt (Abschnitt B).
## Die Grundregel
**Clients wählen aus, laden aber nie.**
**Programme wählen ein Modell aus — laden aber nie.**
- Jede KI-Box hat eine oder mehrere Grafikkarten fürs LLM. Jede dieser Karten
hält **genau ein Modell, dauerhaft geladen**.
- Welches Modell auf welcher Karte liegt, legt ausschließlich der Betreiber in
der ARIA-Diagnostic fest (Modell-Katalog → Laden → Karte).
- Ein Client — ARIA selbst, ein Drittprogramm, OpenHands — sieht nur die
**geladenen** Modelle aller Boxen und schickt seine Anfrage an eines davon.
- Eine Anfrage für ein Modell, das nicht geladen ist, wird **abgelehnt**. Sie
lädt nichts nach und verdrängt nichts. Kein Client kann einem anderen das
Modell wegnehmen.
- Mehrere Clients dürfen **gleichzeitig dasselbe Modell** nutzen. Die Karte
bedient sie parallel; jede einzelne Antwort wird dabei etwas langsamer, die
Karte schafft in Summe aber mehr.
- Welches Modell wo liegt, legt nur der Betreiber in der ARIA-Diagnostic fest
(Einstellungen → LLM-Karten).
- Ein Programm sieht die geladenen Modelle des ganzen Clusters — jedes
**einmal**, egal auf wie vielen Karten es liegt — und wählt eins.
- Liegt das Modell auf mehreren Karten, **verteilt der Cluster bei Last**.
Fällt eine Box mitten in einer Anfrage aus, übernimmt eine andere mit
demselben Modell. Davon merkt das Programm nichts.
- Ist das Modell nirgends geladen, gibt es einen **Fehler** — nie eine normale
Antwort mit Fehlertext. Ein Programm würde so einen Text sonst als Aussage
der KI in seinen Verlauf schreiben.
- Mehrere Programme dürfen **gleichzeitig dasselbe Modell** nutzen. Die Karte
bedient sie parallel; jede einzelne Antwort wird dabei etwas langsamer.
Welche Karten einer Box dem LLM gehören, steht in deren `.env`:
## Welcher Zugang?
```bash
# Beispiel: Karte 0 für Spracherkennung + Sprachausgabe, Karten 1 und 2 fürs LLM
WHISPER_GPU=0
F5TTS_GPU=0
LLM_GPUS=1,2
```
## Zwei Zugänge
| | RVS (WebSocket) | OpenAI-Port der Box |
|---|---|---|
| Erreichbar | überall, wo der RVS erreichbar ist | nur im Netz der Box (Standard: nur `localhost`) |
| Sieht | alle Boxen und ihre Karten | nur diese eine Box |
| Format | eigene Nachrichten (unten) | OpenAI `/v1/chat/completions` |
| Typische Nutzer | eigene Programme, ARIA | OpenHands, Continue, Open WebUI |
| | A) Cluster über RVS | B) OpenAI-RVS-Wrapper | C) Direkt an eine Box |
|---|---|---|---|
| Für | eigene Programme | OpenHands, Continue, Open WebUI … | Sonderfälle |
| Sieht | alle Modelle, jedes einmal | alle Modelle, jedes einmal | nur diese Box |
| Verteilung + Ausfall-Ersatz | ja | ja | nein |
| Braucht | ausgehende Verbindung zum RVS | Wrapper-Container auf demselben Rechner | ausgehende Verbindung zum RVS |
---
## A) Über den RVS
## A) Cluster über RVS — empfohlen
### Verbinden
@@ -49,13 +45,19 @@ LLM_GPUS=1,2
wss://<RVS_HOST>:<RVS_PORT>/?token=<RVS_TOKEN>
```
- Das **Token ist der Raum**. Es ist dasselbe Token, das ARIA, die Diagnostic
und die KI-Boxen nutzen (`RVS_TOKEN`). Wer das Token hat, ist im Raum.
- Der RVS ist ein **Verteiler**: Jede Nachricht geht an *alle anderen*
Teilnehmer des Raums. Du siehst also auch Antworten, die für andere Clients
bestimmt sind — ordne Antworten immer über die `requestId` zu.
- Der RVS lässt nur bekannte Nachrichtentypen durch. Unbekannte Typen
verschwinden **ohne Fehlermeldung**. Die hier beschriebenen sind freigegeben.
- Das **Token ist der Raum** — dasselbe `RVS_TOKEN` wie bei ARIA und den
KI-Boxen. Wer es hat, ist im Raum.
- Der Programm-Rechner braucht nur eine **ausgehende** Verbindung zum RVS.
Keine Portfreigabe, kein VPN — er kann in jedem Netz stehen.
- Der RVS ist ein **Verteiler**: Jede Nachricht geht an alle anderen im Raum.
Du siehst also auch Antworten für andere — ordne sie immer über die
`requestId` zu.
- Unbekannte Nachrichtentypen verwirft der RVS **ohne Fehlermeldung**. Die hier
beschriebenen sind freigegeben.
- **Nur ein Leser pro Verbindung.** Schickst du mehrere Anfragen gleichzeitig,
liest eine Schleife alle Nachrichten und verteilt sie per `requestId` an die
Wartenden (siehe Beispiel). Mehrere gleichzeitige `recv()` auf derselben
Verbindung gehen nicht.
Jede Nachricht hat diese Hülle:
@@ -63,25 +65,33 @@ Jede Nachricht hat diese Hülle:
{ "type": "<typ>", "payload": { … }, "timestamp": 1760000000000 }
```
### 1. Welche Modelle gibt es? — `llm_models_request`
Beantwortet werden `llm_cluster_*`-Nachrichten von der **ARIA-Bridge** — sie
kennt alle Boxen und entscheidet, wohin eine Anfrage geht. Läuft ARIA nicht,
kommt keine Antwort (dein Programm sollte einen Timeout haben).
### 1. Welche Modelle gibt es? — `llm_cluster_models_request`
```json
{ "type": "llm_models_request", "payload": { "requestId": "abc-1" } }
{ "type": "llm_cluster_models_request", "payload": { "requestId": "a1" } }
```
**Jede** Box im Raum antwortet einzeln mit `llm_models`. Sammle die Antworten
ein paar Sekunden lang ein (2–3 s reichen):
Antwort:
```json
{
"type": "llm_models",
"type": "llm_cluster_models",
"payload": {
"requestId": "abc-1",
"instanceId": "llm@ki-box",
"node": "ki-box",
"requestId": "a1",
"models": [
{ "model": "qwen3-8b", "gpu": "1", "gpuName": "NVIDIA GeForce RTX 3060", "ctx": 8192, "state": "ready" },
{ "model": "qwen3-4b", "gpu": "2", "gpuName": "NVIDIA GeForce RTX 3060", "ctx": 8192, "state": "ready" }
{
"model": "qwen3-8b",
"ctx": 8192,
"available": 2,
"cards": [
{ "node": "ki-box", "instanceId": "llm@ki-box", "gpu": "1", "gpuName": "NVIDIA GeForce RTX 3060", "state": "ready" },
{ "node": "werkstatt", "instanceId": "llm@werkstatt", "gpu": "0", "gpuName": "NVIDIA RTX A4000", "state": "ready" }
]
}
]
}
}
@@ -89,29 +99,18 @@ ein paar Sekunden lang ein (2–3 s reichen):
| Feld | Bedeutung |
|---|---|
| `instanceId` | Adresse der Box — brauchst du gleich als `targetInstance` |
| `node` | lesbarer Name der Box |
| `models[].model` | Modellname, so in der Anfrage angeben |
| `models[].gpu` | Karte, auf der es läuft |
| `models[].ctx` | **Kontextfenster in Tokens**, mit dem das Modell gestartet ist — Eingabe und Ausgabe zusammen. Diesen Wert verwenden, nicht den, den das Modell theoretisch kann: Die Box gibt nur so viel her, wie hier steht. `0` = unbekannt. |
| `models[].state` | `ready` = bereit, `starting` = startet gerade neu (Anfragen warten dann kurz), `unknown` = Box konnte es nicht prüfen |
| `model` | Name — genau so in der Anfrage angeben. **Das** zeigst du dem Nutzer zur Auswahl. |
| `ctx` | **Kontextfenster in Tokens** (Eingabe + Ausgabe zusammen). Das kleinste unter allen Karten mit diesem Modell — darauf kannst du dich verlassen, egal wohin verteilt wird. Nicht mehr annehmen. `0` = unbekannt. |
| `available` | auf wie vielen Karten es gerade liegt |
| `cards` | nur zur Info (Anzeige, Fehlersuche) — für die Anfrage nicht nötig |
Es stehen **nur geladene** Modelle in der Liste. Was dort nicht steht, kannst
du nicht nutzen.
Mitlesen statt fragen: Die Boxen melden sich außerdem regelmäßig selbst
(`worker_hello` etwa alle 30 s, `worker_ping` alle 10 s, jeweils mit
`service: "llm"`, `models` und `slots`). Ein Client, der länger verbunden
bleibt, kann die Liste daraus aktuell halten.
### 2. Fragen — `llm_request`
### 2. Fragen — `llm_cluster_request`
```json
{
"type": "llm_request",
"type": "llm_cluster_request",
"payload": {
"requestId": "abc-2",
"targetInstance": "llm@ki-box",
"requestId": "a2",
"model": "qwen3-8b",
"messages": [
{ "role": "system", "content": "Du antwortest kurz." },
@@ -125,172 +124,234 @@ bleibt, kann die Liste daraus aktuell halten.
| Feld | Pflicht | Bedeutung |
|---|---|---|
| `requestId` | ja | eindeutig pro Anfrage (z.B. UUID) — damit findest du deine Antwort |
| `requestId` | ja | eindeutig pro Anfrage (z.B. UUID) |
| `model` | ja* | aus `llm_cluster_models`. *Darf fehlen, wenn im Cluster genau ein Modell geladen ist. |
| `messages` | ja | Verlauf im OpenAI-Format (`system` / `user` / `assistant` / `tool`) |
| `model` | dringend empfohlen | eines aus `llm_models`. Ohne Angabe nimmt die Box das Modell ihrer ersten LLM-Karte. |
| `targetInstance` | dringend empfohlen | die `instanceId` aus `llm_models`. Siehe „Ohne `targetInstance`". |
| `max_tokens` | nein | Standard 512 |
| `temperature` | nein | Standard 0.7 |
| `stop` | nein | Liste von Stop-Strings |
| `tools` | nein | Tool-Definitionen im OpenAI-Format; Antwort enthält dann ggf. `tool_calls` |
| `tools` | nein | Tool-Definitionen im OpenAI-Format; die Antwort enthält dann ggf. `tool_calls` |
### 3. Antwort — `llm_response`
### 3. Antwort — `llm_cluster_response`
Erfolg:
```json
{
"type": "llm_response",
"type": "llm_cluster_response",
"payload": {
"requestId": "abc-2",
"requestId": "a2",
"ok": true,
"content": "Die Zugspitze ist 2962 Meter hoch.",
"tool_calls": null,
"model": "qwen3-8b",
"instanceId": "llm@ki-box",
"node": "ki-box",
"gpu": "1",
"node": "werkstatt",
"gpu": "0",
"usage": { "prompt_tokens": 31, "completion_tokens": 12, "total_tokens": 43 },
"elapsedMs": 640
"elapsedMs": 640,
"attempts": 1
}
}
```
Im Fehlerfall ist `ok` `false`, dazu kommen `error` (Text für Menschen) und
`errorCode` (für Programme):
`tool_calls` steht drin, wenn das Modell ein Werkzeug aufrufen will (OpenAI-Format).
`node`/`gpu` sagen, wer geantwortet hat; `attempts: 2` heißt, die erste Box ist
ausgefallen und eine andere hat übernommen.
Fehler — `ok: false`, dazu `error` (Text für Menschen) und `errorCode`:
| `errorCode` | Bedeutung | Was tun |
|---|---|---|
| `model_not_loaded` | Das Modell liegt auf dieser Box nicht. `loadedModels` nennt, was dort geladen ist. | Ein geladenes Modell wählen. Die Liste neu holen (`llm_models_request`). |
| `no_model_loaded` | Auf dieser Box ist keine LLM-Karte belegt. | Andere Box wählen. |
| *(fehlt)* | Fehler des Modells selbst, z.B. Kontext zu lang | `error` lesen |
| `model_unavailable` | Das Modell ist gerade auf keiner Karte im Cluster geladen. `available` nennt, was es gibt. | Dem Nutzer anzeigen; Liste neu holen. |
| `bad_request` | Anfrage unvollständig, z.B. `messages` leer oder `model` fehlt bei mehreren Modellen | Anfrage korrigieren |
| `timeout` | Keine Antwort innerhalb der Frist (Standard 600 s) — auch nach Ersatzversuch | später nochmal |
| `box_offline` | Box ist während der Anfrage weggefallen, und es gab keine Ersatz-Box | später nochmal |
| `model_error` | Das Modell selbst hat einen Fehler gemeldet, z.B. Kontext zu lang. Wird nicht anderswo wiederholt — wäre dort genauso. | `error` lesen |
### Ohne `targetInstance`
Ohne `targetInstance` geht die Anfrage an alle Boxen. Antworten werden nur die,
die das Modell geladen haben — die anderen **schweigen**, damit du nicht von
jeder Box einen Fehler bekommst. Hat keine Box das Modell, kommt also **gar
keine** Antwort und dein Client läuft in seinen Timeout. Darum: immer
`targetInstance` setzen. Dann bekommst du bei einem Problem sofort eine klare
Absage.
Haben mehrere Boxen dasselbe Modell geladen und du lässt `targetInstance`
weg, antworten **alle**. Auch das spricht für `targetInstance`.
### Was Clients nicht senden
`llm_provision_model`, `llm_unload_model` und `llm_remove_model` sind der
Diagnostic vorbehalten. Technisch könnte jeder im Raum sie senden — der RVS
unterscheidet die Teilnehmer nicht. Ein Programm, das sich daran nicht hält,
tauscht anderen Clients das Modell unter den Füßen weg; genau das soll diese
Schnittstelle verhindern.
**Fehler nie als Antwort der KI behandeln.** Zeig `error` dem Nutzer als
Fehlermeldung an, aber schreib ihn nicht als Assistant-Nachricht in den
Verlauf.
### Beispiel (Python)
Braucht Python 3.11+ und `websockets` (`pip install websockets`). Genau so gegen einen
echten RVS, llm-adapter und llama-swap getestet — nur die Adresse war eine andere.
Braucht Python 3.11+ und `websockets` (`pip install websockets`). Ein Leser
pro Verbindung, mehrere Anfragen gleichzeitig möglich.
```python
import asyncio, json, uuid
import websockets
RVS = "wss://rvs.example.org:443/?token=DEIN_RVS_TOKEN"
RVS = "wss://rvs.example.org:444/?token=DEIN_RVS_TOKEN"
async def models(ws, wait=2.5):
"""Alle geladenen Modelle aller Boxen: [(instanceId, node, model, gpu)]."""
rid = str(uuid.uuid4())
await ws.send(json.dumps({"type": "llm_models_request", "payload": {"requestId": rid}}))
found = []
loop = asyncio.get_running_loop()
end = loop.time() + wait
while (left := end - loop.time()) > 0:
try:
msg = json.loads(await asyncio.wait_for(ws.recv(), left))
except asyncio.TimeoutError:
break
p = msg.get("payload") or {}
if msg.get("type") == "llm_models" and p.get("requestId") == rid:
found += [(p["instanceId"], p["node"], m["model"], m["gpu"]) for m in p["models"]]
return found
class AriaCluster:
"""Eine RVS-Verbindung, ein Leser. Antworten gehen per requestId an die
wartende Anfrage — der Raum ist ein Verteiler, Fremdes wird ignoriert."""
def __init__(self, ws):
self.ws, self.wait = ws, {}
self.reader = asyncio.create_task(self._read())
async def ask(ws, instance_id, model, prompt, timeout=120):
rid = str(uuid.uuid4())
await ws.send(json.dumps({"type": "llm_request", "payload": {
"requestId": rid, "targetInstance": instance_id, "model": model,
"messages": [{"role": "user", "content": prompt}], "max_tokens": 256}}))
async with asyncio.timeout(timeout):
while True:
msg = json.loads(await ws.recv())
async def _read(self):
async for raw in self.ws:
msg = json.loads(raw)
p = msg.get("payload") or {}
# Der Raum ist ein Verteiler: nur UNSERE Antwort nehmen.
if msg.get("type") == "llm_response" and p.get("requestId") == rid:
if not p["ok"]:
raise RuntimeError(f"{p.get('errorCode')}: {p.get('error')}")
return p["content"]
fut = self.wait.get((msg.get("type"), p.get("requestId")))
if fut and not fut.done():
fut.set_result(p)
async def _call(self, mtype, answer, payload, timeout):
rid = str(uuid.uuid4())
fut = asyncio.get_running_loop().create_future()
self.wait[(answer, rid)] = fut
try:
await self.ws.send(json.dumps({"type": mtype, "payload": dict(payload, requestId=rid)}))
return await asyncio.wait_for(fut, timeout)
finally:
self.wait.pop((answer, rid), None)
async def models(self):
res = await self._call("llm_cluster_models_request", "llm_cluster_models", {}, 6)
return res["models"]
async def chat(self, model, messages, timeout=660, **opts):
res = await self._call("llm_cluster_request", "llm_cluster_response",
dict(opts, model=model, messages=messages), timeout)
if not res["ok"]:
raise RuntimeError(f"{res.get('errorCode')}: {res.get('error')}")
return res
async def main():
async with websockets.connect(RVS, max_size=2**24) as ws:
available = await models(ws)
for iid, node, model, gpu in available:
print(f"{node} / Karte {gpu}: {model} ({iid})")
if available:
iid, node, model, gpu = available[0]
print(await ask(ws, iid, model, "Sag Hallo in einem Satz."))
cluster = AriaCluster(ws)
models = await cluster.models()
for m in models:
print(f"{m['model']} (Kontext {m['ctx']}, auf {m['available']} Karte(n))")
if models:
res = await cluster.chat(models[0]["model"],
[{"role": "user", "content": "Sag Hallo in einem Satz."}],
max_tokens=64)
print(res["content"], f"— von {res['node']} / Karte {res['gpu']}")
asyncio.run(main())
```
### Umstellen von der direkten Box-Ansprache
Wer schon gegen Abschnitt C gebaut hat (`llm_models_request` /
`llm_request` mit `targetInstance`), stellt so um:
1. **Modelliste:** `llm_cluster_models_request` statt `llm_models_request`.
Statt einer Antwort pro Box kommt **eine** Antwort mit jedem Modell
einmal. Kein Einsammeln über Sekunden mehr.
2. **Auswahl:** Dem Nutzer nur den **Modellnamen** zeigen — nicht mehr
„Modell · Karte · Box". Wo es läuft, entscheidet der Cluster.
3. **Kontextfenster:** `ctx` aus der Liste übernehmen statt einen eigenen Wert
einzustellen. Die Box gibt nur so viel her, wie dort steht — rechnet ein
Programm mit mehr, scheitern lange Aufträge oder werden falsch gekürzt.
4. **Anfrage:** `llm_cluster_request` statt `llm_request`; **kein**
`targetInstance` mehr. Die Antwort kommt als `llm_cluster_response`.
5. **Fehler:** `ok: false` als Fehler anzeigen, nicht als Antwort in den
Verlauf. Neue Codes siehe Tabelle oben.
6. **Lesen:** ein Leser pro Verbindung, Antworten per `requestId` zuordnen.
Felder und Format von `messages`, `tools`, `tool_calls` und `usage` bleiben
gleich.
---
## B) Über den OpenAI-Port einer Box
## B) OpenAI-RVS-Wrapper — für Programme, die nur OpenAI können
Jede KI-Box bietet einen OpenAI-kompatiblen Endpunkt — für Programme, die nur
„OpenAI-kompatibel" können (OpenHands, Continue, Open WebUI …).
Ein kleiner Container, der **auf demselben Rechner** wie das Programm läuft.
Für das Programm ist der Cluster dann ein ganz normaler OpenAI-Endpunkt:
```
http://<IP der Box>:<LLM_OPENAI_PORT>/v1 (Standard-Port 8081)
Programm ──HTTP──▶ Wrapper (127.0.0.1:8099) ──RVS──▶ ARIA-Bridge ──▶ KI-Box / Karte
```
- `GET /v1/models` listet **nur die geladenen** Modelle dieser Box.
- `POST /v1/chat/completions` mit `"model": "<Name>"` wie gewohnt.
- Ein nicht geladenes Modell wird mit **HTTP 404** abgelehnt
(`"no router for requested model"`) — es wird nichts nachgeladen.
- Ist in der Diagnostic ein API-Key gesetzt, mit
`Authorization: Bearer <KEY>` schicken.
- Standardmäßig hört der Port nur auf `localhost` der Box. Für Zugriff aus dem
Netz `LLM_OPENAI_BIND=0.0.0.0` in der `.env` der Box setzen — dann
**unbedingt** einen API-Key vergeben.
- Dieser Zugang sieht nur seine eigene Box. Wer mehrere Boxen nutzen will,
nimmt den RVS.
Liegt im Repo unter [`xtts/openai_rvs_wrapper/`](../xtts/openai_rvs_wrapper/):
```bash
curl http://192.168.177.153:8081/v1/chat/completions \
-H "Content-Type: application/json" \
-d '{"model": "qwen3-8b", "messages": [{"role": "user", "content": "Hallo"}]}'
cd xtts/openai_rvs_wrapper
cp .env.example .env # RVS_HOST, RVS_PORT, RVS_TOKEN eintragen
docker compose up -d --build
```
Im Browser zeigt **http://127.0.0.1:8099/** eine Hilfsseite: ob die Verbindung
steht und welche Modelle es gibt. Im Programm eintragen:
| Feld | Wert |
|---|---|
| Base URL | `http://127.0.0.1:8099/v1` |
| API-Key | beliebig — oder `WRAPPER_API_KEY`, falls gesetzt |
| Modell | ein Name von der Hilfsseite |
| Kontextfenster | der Wert von der Hilfsseite |
- `GET /v1/models` — jedes Modell einmal, mit `context_length`
- `POST /v1/chat/completions` — auch `stream: true` (kommt derzeit in einem
Rutsch) und `tools`
- Fehler als HTTP-Fehler mit OpenAI-Fehlerobjekt: nicht geladenes Modell →
404 `model_not_found`, Cluster nicht erreichbar → 503, Zeitüberschreitung → 504
- Antwort-Header `X-Aria-Node` / `X-Aria-Gpu` sagen, wer geantwortet hat
- **Läuft das Programm selbst in Docker**, ist `127.0.0.1` dort der eigene
Container. Dann das Docker-Netz `aria-llm` anhängen und
`http://openai-rvs-wrapper:8099/v1` nehmen (Details in der README des Wrappers).
Mit dem offiziellen OpenAI-Python-SDK getestet (`models.list`,
`chat.completions.create` mit und ohne Stream, Fehlerklassen).
---
## C) Direkt an eine Box — Sonderfall
Ohne den Cluster, eine bestimmte Box gezielt. Keine Verteilung, kein
Ausfall-Ersatz. Nur nötig, wenn ein Programm bewusst eine bestimmte Box will
oder ARIA nicht läuft.
**Modelle der Boxen:** `llm_models_request` `{requestId}` → **jede** Box
antwortet einzeln mit `llm_models` `{requestId, instanceId, node, models:
[{model, gpu, gpuName, ctx, state}]}`. Ein paar Sekunden einsammeln.
**Anfrage:** `llm_request` `{requestId, targetInstance, model, messages, …}`
→ `llm_response` `{requestId, ok, content, tool_calls, model, instanceId,
node, gpu, usage, elapsedMs}`. Bei Fehler `errorCode`:
`model_not_loaded` (mit `loadedModels`) oder `no_model_loaded`.
Ohne `targetInstance` antworten nur Boxen, die das Modell geladen haben — die
anderen schweigen. Hat keine es, kommt **keine** Antwort. Darum hier immer
`targetInstance` setzen.
**OpenAI-Port einer Box:** Jede Box hat zusätzlich einen eigenen
OpenAI-Endpunkt (`http://<IP der Box>:8081/v1`, Standard nur `localhost` der
Box). Er sieht nur diese Box; nicht geladene Modelle → HTTP 404. Für mehrere
Boxen den Wrapper (B) nehmen.
---
## Was Programme nicht senden
`llm_provision_model`, `llm_unload_model` und `llm_remove_model` sind der
ARIA-Diagnostic vorbehalten. Technisch könnte jeder im Raum sie senden — der
RVS unterscheidet die Teilnehmer nicht. Ein Programm, das sich nicht daran
hält, tauscht anderen das Modell unter den Füßen weg.
## Gleichzeitige Nutzung und Geschwindigkeit
- Mehrere Clients können **dasselbe Modell gleichzeitig** nutzen. llama.cpp
bedient sie parallel (Continuous Batching); jede Antwort wird etwas
langsamer, insgesamt schafft die Karte mehr.
- Der Kontext (`-c`, Standard 8192 Tokens) ist bei aktuellen llama.cpp-Versionen
ein **gemeinsamer Vorrat** aller gleichzeitigen Anfragen. Schicken mehrere
Clients gleichzeitig sehr lange Verläufe, wird es dort eng.
- Ältere llama.cpp-Versionen arbeiten Anfragen an dasselbe Modell nacheinander
ab statt parallel. Welche Version eine Box fährt, hängt am Image von
llama-swap (`docker compose pull llama-swap` holt die aktuelle).
- Mehrere Anfragen an dasselbe Modell laufen auf einer Karte **parallel**.
Jede einzelne wird etwas langsamer, in Summe schafft die Karte mehr.
- Liegt ein Modell auf mehreren Karten, schickt der Cluster neue Anfragen an
die Karte mit den wenigsten laufenden.
- Der Kontext (`ctx`) ist bei aktuellen llama.cpp-Versionen ein **gemeinsamer
Vorrat** aller gleichzeitigen Anfragen auf einer Karte. Schicken mehrere
Programme gleichzeitig sehr lange Verläufe, wird es dort eng.
## Wenn sich etwas ändert
- Lädt der Betreiber ein anderes Modell in eine Karte, ist das alte sofort
weg; laufende Clients bekommen dann `model_not_loaded` und sollten die Liste
neu holen.
- Beim Laden oder Entladen startet die Box **alle** ihre Modelle kurz neu
(wenige Sekunden). Anfragen in diesem Moment warten, bis das Modell wieder
bereit ist (`state: "starting"`).
- Lädt der Betreiber ein anderes Modell in eine Karte, ist das alte dort weg.
Liegt es noch auf einer anderen Karte, merkt ein Programm nichts; sonst kommt
`model_unavailable` — dann die Liste neu holen.
- Beim Laden oder Entladen startet die betroffene Box **alle** ihre Modelle
kurz neu (wenige Sekunden). Anfragen in diesem Moment warten oder gehen an
eine andere Box.
- Diese Schnittstelle wird erweitert, nicht umgebaut: Neue Felder können
dazukommen. Ein Client sollte unbekannte Felder ignorieren.
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