# macOS USB Installer Tool Lokale Web-GUI (Docker Compose) die macOS-Installer direkt von Apples Servern laedt und einen bootfaehigen USB-Stick daraus baut — ohne Mac. ## Start ```bash docker compose up --build ``` Dann im Browser: **http://127.0.0.1:8080** Der Port bindet bewusst NUR an `127.0.0.1` (nicht `0.0.0.0`) — von aussen im Netzwerk nicht erreichbar. ## Wie es funktioniert ### 1. Versions-Liste (automatisch aktuell) Beim Container-Start wird gegen Apples echten Software-Update-Katalog (`swscan.apple.com`) geprobt, welche macOS-Installer aktuell verfuegbar sind. Das Namensschema der Katalog-URLs ist bekannt und wurde live verifiziert (Stand: Erstellung dieses Tools). Wenn Apple eine neue macOS-Hauptversion veroeffentlicht, taucht sie **automatisch beim naechsten Container-Start** in der Liste auf — ohne Code-Aenderung, solange Apple das Namensschema beibehaelt (das ist seit vielen Jahren stabil, aber keine 100%-Garantie fuer alle Zeit). Per "neu laden"-Button in der GUI kann der Katalog auch ohne Neustart aktualisiert werden. ### 2. Zwei Installations-Pfade | macOS-Version | Pfad | Status | |---|---|---| | bis Catalina (10.15) | `legacy_dmg`: BaseSystem.dmg direkt per `dd` auf den Stick | **robust, gut etabliert** | | ab Big Sur (11) aufwaerts | `recovery`: `InstallAssistant.pkg` wird entpackt (`xar` → `pbzx` → `cpio`), das darin enthaltene `SharedSupport.dmg`/`BaseSystem.dmg` wird dann per `dd` geschrieben | **experimentell** | **Warum der Unterschied:** Ab macOS Big Sur liefert Apple keinen fertigen Installer-Datentraeger mehr, sondern ein Programm-Paket. Das eigentliche Tool das daraus einen vollstaendigen Multi-Volume-Installer-Stick baut (`createinstallmedia`) laeuft nur unter echtem macOS. Dieses Tool geht stattdessen den Community-erprobten Weg: das darin enthaltene Recovery-/BaseSystem-Image direkt extrahieren und schreiben. Der Stick bootet damit in ein Internet-Recovery-System, das den Rest der Installation von Apples Servern nachlaedt. **Das ist der fragilste Teil des ganzen Tools.** Apple hat den internen Aufbau von `InstallAssistant.pkg` in der Vergangenheit leicht veraendert. Wenn die Extraktion fehlschlaegt (Fehlermeldung im Log-Fenster), ist das kein Bug im eigentlichen Sinn, sondern ein Zeichen dass sich intern was geaendert hat — dann muss `backend/installer.py` (`_extract_recovery_dmg`) angepasst werden. ### 3. USB-Geraete-Erkennung Der Container laeuft mit `privileged: true` und mountet `/dev` sowie `/run/udev` vom Host durch — noetig, um Sticks direkt zu partitionieren und zu beschreiben. Das ist bewusst so gebaut, bedeutet aber: der Container hat vollen Zugriff auf **alle** Block-Devices des Rechners. Deshalb: - Port ist NUR auf `127.0.0.1` gebunden (kein Netzwerk-Zugriff von aussen). - Die System-Platte (auf der `/` liegt) wird automatisch als Ziel gesperrt. - Nur Geraete mit USB-Transport werden als Ziel akzeptiert. - Vor dem Schreiben muss der exakte Geraetepfad (z.B. `/dev/sdb`) nochmal von Hand eingetippt werden — kein versehentliches Ein-Klick-Loeschen. **Trotzdem gilt:** das Tool schreibt mit `dd` und `wipefs` direkt auf ein Block-Device. Wenn du das falsche Geraet auswaehlst, sind die Daten weg. Vor dem Start immer pruefen, welcher Stick tatsaechlich gemeint ist (Groesse und Modell in der GUI vergleichen). ## Voraussetzungen auf dem Host - Docker + Docker Compose - Linux (getestet gegen die Grundannahmen von `lsblk`/`/dev`/`udev`; auf macOS/Windows-Docker-Desktop funktioniert das Device-Passthrough so nicht) ## Bekannte Grenzen (ehrlich, nicht schoengeredet) 1. Der `recovery`-Pfad (Big Sur+) ist nicht production-hardened getestet worden, sondern nach dokumentiertem, in der Hackintosh-/Recovery-Community etabliertem Verfahren gebaut. Rechne bei sehr neuen macOS-Versionen mit Nacharbeit. 2. Die Katalog-Zukunftssicherheit haengt an Apples URL-Namensschema. Bricht Apple das Schema, muss `backend/catalog.py` angepasst werden (kurzer Fix, kein Rewrite). 3. Kein Windows/macOS-Docker-Host-Support fuer das Device-Passthrough — nur natives Linux.