geoblock: match_original_dport (conntrack --ctorigdstport) fuer Dienste hinter DNAT

Bei Portweiterleitung/DNAT schreibt der Kernel den Zielport in PREROUTING um,
BEVOR der Filter laeuft -- eine Regel auf den oeffentlichen Port (z.B. 1194)
matcht dann nie, weil im Filter der interne Port (z.B. 6666/6667) ankommt.
Genau der Fall auf Endian-Appliances (public 1194 -> intern 6666-6667,
443 -> 30443).

Neue Option 'match_original_dport = true': matcht per 'conntrack --ctorigdstport'
den urspruenglichen Zielport (vor DNAT). Dann in 'ports' die OEFFENTLICHEN Ports
eintragen -- immun gegen den internen Remap.

- build_rule_variants: bei orig-dport eine Regel pro (proto, port), da conntrack
  --ctorigdstport einwertig ist (kein multiport). _variant_port_args nutzt dann
  conntrack statt multiport.
- load_config: match_original_dport (bool, default false).
- show_status zeigt den Match-Modus an.
- Doku: geoblock.ini.example + README-Abschnitt "Dienst hinter Portweiterleitung/DNAT".

Co-Authored-By: Claude Opus 4.8 (1M context) <noreply@anthropic.com>
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2026-07-28 09:32:58 +02:00
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@@ -352,6 +352,60 @@ genauso wie in INPUT, weil DNAT nur das Ziel umschreibt, nicht die Quelle.
> Ort. Kombiniere das am besten mit dem Reassert-Watchdog (Abschnitt oben), da
> die Appliance auch die FORWARD-Chain bei jedem Reload neu baut.
## Dienst hinter Portweiterleitung/DNAT (`match_original_dport`)
Noch eine Stolperfalle bei Firewalls/Routern mit Portweiterleitung — und zwar
eine gemeine, weil Chain und Regel-Position stimmen koennen und es **trotzdem**
nicht blockt: **der Zielport wird durch DNAT umgeschrieben, bevor der Filter
laeuft.**
Reihenfolge im Kernel:
```
PREROUTING (nat/DNAT: schreibt Ziel-IP/Port um) -> Routing -> INPUT/FORWARD (filter: unsere DROP-Regel)
```
Beispiel Endian-OpenVPN: aussen kommt `udp/1194` an, die Appliance macht per DNAT
`1194 -> 6666-6667` (interner OpenVPN-Daemon). Wenn das Paket die FORWARD-/INPUT-
Chain erreicht, hat es als Zielport laengst **6666/6667**, nicht mehr 1194. Eine
Regel mit `ports = 1194` matcht dann **nie** — obwohl Set, Chain und Position
stimmen. (Gleiches Muster fuer Web: `443 -> 30443` o.ae.)
Wie man das erkennt — auf dem Firewall-Host die DNAT-Regeln ansehen:
```bash
sudo iptables -t nat -L PREROUTING -n -v # zeigt meist nur Spruenge in Sub-Chains
sudo iptables -t nat -L PORTFW -n -v # (Endian) Portweiterleitungen
sudo iptables -t nat -L PROXIES -n -v # (Endian) weitere DNAT/Proxy-Regeln
# gesucht: eine DNAT-Zeile mit 'dpt:<oeffentlicher-port>' und 'to:<intern>:<anderer-port>'
```
**Zwei Loesungen:**
1. **Den umgeschriebenen Port matchen**`ports` auf den *internen* Port setzen
(im Beispiel `6666:6667`). Funktioniert, ist aber fragil: aendert die Appliance
den internen Port (Update/Umbau), musst du es nachziehen.
2. **Empfohlen: `match_original_dport = true`** — matcht per `conntrack
--ctorigdstport` den Port, den der **Client** gewaehlt hat (vor DNAT). Dann
traegst du in `ports` die **oeffentlichen** Ports ein und bist immun gegen den
internen Remap:
```ini
[geoblock]
chain = INPUT, FORWARD
ports = 1194, 443
protocol = tcp, udp
match_original_dport = true
```
Der `src`-Match (echte Client-IP) funktioniert in beiden Faellen, weil DNAT nur
das Ziel umschreibt, nicht die Quelle — vorausgesetzt es ist echtes DNAT und kein
terminierender L7-Proxy (der wuerde die Verbindung neu aufbauen, dann sieht der
Filter die Proxy-IP statt der des Clients; siehe Reverse-Proxy-Abschnitt).
`--status` zeigt den aktiven Match-Modus an (`Zielport (dports)` vs.
`Original-Zielport vor DNAT (conntrack)`).
## Verbindungstest (Test-Webserver)
`geoblock_testserver.py` ist ein winziger HTTP-Server ohne
@@ -482,6 +536,11 @@ Siehe Kommentare in der Datei selbst — kurz:
einzelner Ports" unten.
- `protocol`: nur relevant wenn `ports` gesetzt ist — `tcp` (Default), `udp`
oder `tcp,udp`
- `match_original_dport`: `true`/`false` (Default `false`), nur relevant wenn
`ports` gesetzt ist. Fuer Dienste hinter einer Portweiterleitung/DNAT: matcht
den **urspruenglichen** Zielport (vor DNAT) statt des umgeschriebenen. Dann in
`ports` die oeffentlichen Ports eintragen. Siehe Abschnitt "INPUT vs FORWARD"
bzw. "Dienst hinter Portweiterleitung/DNAT" unten.
- `proxy`: optional, HTTP(S)-Proxy fuer den Abruf der Zonefiles von ipdeny.com
(z.B. `http://10.0.0.5:3128`, mit Auth `http://user:pass@host:port`). Nur
noetig, wenn der Host selbst keine direkte Internetverbindung hat, aber